Der Dachstuhl beim Hausbau
Neues aus der Welt des Bauens und Wohnens
Der Dachstuhl

Der Dachstuhl

erschienen am 19.08.2011

Der Dachstuhl eines Einfamilienhauses bestimmt nicht nur die Optik des gesamten Hauses, sondern er sollte auch eine optimale Dämmung aufweisen, denn über das Dach kann ein großer Anteil der Wärme entweichen. Neue Häuser sind in der Regel sehr gut gedämmt, vor allem dann, wenn es sich um ausgezeichnete Energiesparhäuser handelt. Wer ein älteres Haus sanieren und mit einem neuen Dachstuhl versehen möchte, sollte eine gute Dämmung einkalkulieren. Da die Kosten für Energie nahezu kontinuierlich steigen und auch der kürzlich beschlossene Atomausstieg vermutlich zu einem weiteren Energieanstieg beitragen wird, muss man eine ordentliche Dämmung beim Hausbau zwingend einkalkulieren.

Beim Hausbau ist der Dachstuhl das letzte Element, welches die Errichtung des Hauses und somit die erste Phase beim Hausbau abschließt. Aus diesem Grund wird nach dem Aufsetzen des Dachstuhls auch das Richtfest gefeiert, noch bevor die Dacheindeckung vorgenommen wird. Die Dachstuhlkonstuktion gibt dem Haus sein typisches Aussehen, die einzelnen Dachformen haben Vor- und Nachteile, die sich in erster Linie durch die Nutzbarkeit des Raumes unter dem Dach ergeben und somit auf die Wohnfläche auswirken. Wird der Hausbau mit einer sehr flachen Dachkonstruktion geplant, kann der Raum darunter nicht genutzt werden, denn man kann in ihm nicht stehen. In diesen Häusern ist es oftmals vorgesehen, dass der Dachstuhl nur eine Dämmung gegen Wind aufweist. Da er nicht beheizt wird, muss der Dachstuhl nicht aufwändig gedämmt werden. Dafür wird die Decke des direkt darunter liegenden Wohngeschosses mit einer effektiven Dämmung versehen, sodass die Wärme nicht nach oben entweichen kann. Wird ein Hausbau jedoch mit einem hohen Dachgeschoss vorgenommen, soll der sich direkt darunter befindliche Raum in der Regel auch zu Wohnzwecken genutzt werden. Dies erfordert eine umfassende Dämmung zwischen den Dachsparren, sodass die Heitzwärme im Winter effektiv im Haus gehalten wird. Die modernen Dämmmethoden berücksichtigen jedoch auch, dass sich die Räume unter dem Dach durch die direkte Sonneneinstrahlung sehr stark aufheizen. Befindet sich direkt darunter ein Wohnraum, muss dieser trotzdem voll nutzbar bleiben. Beim Hausbau sollte für den Dachstuhl demnach eine Dämmung gewählt werden, welche die Wohnzwecke berücksichtigt. Auch wenn das Dachgeschoss erst später ausgebaut werden soll, etwa weil sich Nachwuchs angekündigt hat und ein weiterer Raum benötigt wird, sollte eine ausreichende Dämmung gleich beim Hausbau vorgenommen werden. Diese ist während der Installation des Dachstuhls effektiver. Eine nachträgliche Dämmung eines bereits vorhandenen Dachstuhls ist zwar auch möglich und sollte bei der Sanierung eines alten Hauses auch zwingend durchgeführt werden, um die Heizkosten zu reduzieren. Die Dämmmethoden sind jedoch nicht so effektiv wie jene, die sofort bei der Dachkonstruktion eingebracht werden.


Wenn beim Hausbau keine zweigeschossige Bauweise gewählt wird, beginnt das Dach bereits im oberen Wohngeschoss und reicht nach dem Ausbau des Spitzbodens über zwei Etagen. Auch dies muss bei der Dämmung zwingend berücksichtigt werden.

Bei einem Hausbau mit einer Grundfläche von 100 Quadratmetern und mehr wird häufig ein Pfettendach mit dreifach stehendem Dachstuhl gewählt. Dies bedeutet, dass die Dachkonstruktion auf den Pfetten liegt und durch drei Balken gehalten wird. Unter diesem Dach kann man nach der Fertigstellung einen großen Raum konstruieren, der durch die Dachbalken unterteilt wird, oder aber mehrere kleinere Räume. Der Dachstuhl sollte gleich beim Hausbau eine entsprechende Dämmung vorweisen. Sehr effektiv ist bei einem Dachstuhl, der nach dem Hausbau Wohnzwecken dienen soll, eine Aufdachdämmung. Diese isoliert den Dachstuhl, sodass die Wärme nicht nach außen dringen kann, und stellt parallel dazu einen hervorragenden Hitzeschutz dar. Hinzu ist der Dachstuhl nach dem Hausbau mit einem Schallschutz versehen, was vor allem in lauten Wohngegenden sehr dienlich ist. Das Material der Aufdachdämmung für den Dachstuhl ist schwer entflammbar, was einen gewissen Schutz davor garantiert, dass der Dachstuhl in Brand gerät . Die Aufdachdämmung wird beim Hausbau zwischen den Dachlatten und der Unterkonstruktion für die Dachsteine angebracht. Sie benötigt demnach eine spezielle Dachstuhl Konstruktion gleich beim Hausbau und kann nicht nachgerüstet werden. Alte Häuser, die einen neuen Dachstuhl bekommen sollen, können jedoch mit einer solchen Aufdachdämmung ausgerüstet werden. Darauf sollte vor allem dann zurückgegriffen werden, wenn man direkt unter dem Dach wohnen möchte.

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