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Garage oder Carport am Haus

Carport oder Garage?

erschienen am 4/16/2012

‚Den Deutschen ist das Auto das liebste Ding!‘ So heißt es im Volksmund. Aufgrund dessen ist es nicht verwunderlich, dass dem Fahrzeug von den Wagenbesitzern auch ein eigenes kleines Zuhause zubesprochen wird. Besonders in der kalten Jahreszeit schätzen viele Autobesitzer, den Komfort kein frühmorgendliches Scheibenkratzen zu haben. Auch bei Sturm weißt man sein ‚liebsten Ding‘ lieber sicher geschützt. Doch viele ‚Häuslebauer‘ stehen vor der Frage, ob eine Garage gebaut werden soll, oder ob ein Carport nicht auch den gleichen Zweck erfüllen kann.

Grundsätzlich hat ein Zuhause für das Auto einen positiven Effekt auf die Autoversicherung. Doch einige Versicherungsunternehmen unterscheiden in ihrer Beitragssumme durchaus zwischen Garage und Carport. Im Allgemeinen gilt ein Garagenauto besser geschützt, was von Versicherern finanziell honoriert wird. Ein Pluspunkt somit für die Garage.

Rundum Schutz des Autos - dann Garage

Die geschlossene Bauweise der Garage hat auch viele weitere Vorteile. Das Auto ist besser vor Diebstahl oder Beschädigung geschützt. Ein Übeltäter hat mehr Barriere zu überwinden, wie beispielsweise das Garagentor aufzubrechen (sofern man es abschließt), bevor er sein Unheil anrichten kann. Auch gegen andere natürliche unliebsame Besucher wie Marder bietet eine Garage einen besseren Schutz. Der Schutzfaktor stellt somit ein klarer Vorteil im Vergleich zum Carport da.

Ein häufig genanntes Manko einer Garage ist die unansehnliche Bauweise. Viele Bauherren stören sich daran, dass neben ihrem modern geschnittenen Haus ein grober quadratischer Würfel entsteht. Doch mittlerweile hat das Design auch im Garagenbau Einzug gehalten. Moderne Konstruktionen bieten auch in Fertigbauweise eine Vielzahl von Varianten an, welche sich problemlos in das Gesamtbild integrieren lassen. Eine direkte Angliederung an den Garten ist dabei genauso möglich, wie an die Hauswand. Auch existieren Garagen mit extra Stauraum oder besitzen eine direkte Zugangstür ins Haus bzw. ins Freie. Ebenso steigt die Attraktivität durch z.B. das Anlegen eines Gründaches.

Günstige Alternative - der Carport 

Was als klaren Nachteil hinsichtlich des Vergleiches mit dem Carport genannt werden muss, ist der Faktor Preis. Garagen sind um ein Vielfaches teuerer. Durch ihre leichte Bauweise, meistens aus Holz, werden Carports bereits in vielen Baumärkten zu sehr günstigen Konditionen zum Selberbauen angeboten. Dabei sind Modelle im Preis von unter 1000 Euro möglich. Bei Wahl dieser Variante sollte man noch abklären, ob eine Dachrinne oder Bedachung durch beispielsweise Ziegel noch benötigt wird. Häufig werden bei diesen Schnäppchen derartige Zusatzwünsche extra berechnet.

Doch auch wer nicht diese kostengünstige Variante wünscht, kann sich von einem Bauunternehmen eine preismoderate und individuelle Carportlösung erstellen lassen. Auch hier sind verschiedene Konstruktionen möglich, welche sich ideal an das Eigenheim angliedern lassen. Folglich muss man bei Carports auch keine Abstriche hinsichtlich Design treffen.

Sehr beliebt bei Carports ist der Einbau einer Schiebetür. Dadurch kann Stauraum gespart und dennoch der Zugang zum Garten geschaffen werden. Doch auch hier sollte man Sicherheitsaspekte nicht außer Acht lassen. Ein kleines Sicherheitsschloss ist schnell aufgebrochen und eine Holzschiebetür leicht ausgehebelt. So gilt für ein Carport eigentlich die gleiche Prämisse wie für eine Garage, dass man keine wertvollen Gegenstände darin lagern sollte.

Schlussendlich hängt die Entscheidung Carport oder Garage noch von den Vorgaben des zuständigen Bauamtes ab. Die baurechtlichen Bestimmungen können dabei von Bundesland zu Bundesland variieren, was sich auch hinsichtlich der Konstruktionsmöglichkeiten auswirkt. Eine vorherige Erkundigung ist deshalb anzuraten, um im Nachhinein seine Entscheidung nicht revidieren zu müssen.

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