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Lohnt sich der Einsatz von einem Solarspeicher

erschienen am 12.12.2013

Nahezu täglich gibt es Nachrichten über die Energiewende. Die Betriebskosten für ein Eigenheim steigen rasant und vielen Hausbesitzern ist es ein Dorn im Auge, Monat für Monat horrende Summen an die Energieversorger zu zahlen. Mittlerweile liegt der durchschnittliche Preis pro Kilowattstunde bei 26ct. Doch gibt es hier eine wirkliche Alternative?

Es stellt sich zunächst ganz berechtigt die Frage:

Lohnt sich der Einbau eines Solarspeichers überhaupt?

Um dieser Frage einmal auf den Grund gehen zu können, muss eingehend erwähnt werden, dass sich diese neue Technologie noch in den Kinderschuhen befindet. Nicht etwa im Hinblick auf die Technik selber, sondern im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit.  Unterschieden werden muss an dieser Stelle, ob sich bereits eine Photovoltaik Anlage seit längerem im Gebrauch befindet oder ob diese noch sehr neu ist.

Immer weniger Förderung

Die Photovoltaik wird leider immer weniger vom Staat gefördert. So wurden in den vergangenen Jahren die Zuschüsse für den Einbau einer eigenen Solaranlage um nahezu die Hälfte gekürzt. Sehr zum Ärger der Eigenheimbesitzer, denn diese können ihren guten Willen, nachhaltigen Strom zu gewinnen, kaum noch finanzieren.Ist eine Solaranlage schon seit längerem im Gebrauch, dann haben die meisten nahezu den gesamten, gewonnen Strom in das Netz eingespeist. Grund: für jede eingespeiste Kilowattstunde wurde eine Vergütung von 30ct veranlasst, wenn die Inbetriebnahme 2010 oder früher stattgefunden hat.

Damit lag die Einspeisevergütung über den Einkaufspreis des normalen Hausstroms des Energieversorgers. Das lohnte sich vor allem für jene, die ihre Solaranlage bereits abbezahlt hatten. Diesen Strom zu speichern war damit komplett uninteressant. Ein Speicher für den Solarstrom kam somit nicht in Frage.Moderne Anlagen bieten Überlegung zur Speicherung. Ein Blick auf modernere Anlagen, welche zwischen 2009 und 2012 in Betrieb genommen wurden, zeigt, dass es hier eine sogenannte Eigenverbauchsvergütung gibt. Das heißt, dass diese Anlagen Geld bekommen, für selber verbrauchten Strom. Hier wird der Eigenverbrauch gestaffelt. Liegt der Eigenverbrauch unter 30 Prozent, so erhält man eine geringere Vergütung. Liegt dieser jedoch über 30 Prozent, wird dieses höher vergütet. Somit wird der Einbau eines Solarspeichers wieder interessant, denn so kann Strom für den Eigenbedarf gespeichert werden.

Für sehr junge Anlagen, die erst nach April 2012 in Betrieb genommen wurde, gibt es keine Eigenverbrauchsvergütung mehr. Auch die Höhe der Einspeisevergütung liegt mittlerweile unter 20ct pro Kilowattstunde. Der Eigenverbrauch wird somit wieder sehr interessant und vor allem auch das Speichern des Stroms.

KfW Bank fördert 

Wer noch keine eigene Photovoltaik Anlage auf dem Dach hat und in naher Zukunft den Bau einer solchen Solaranlage in Betracht zieht, sollte den Einbau eines Solarspeichers unbedingt in die Kalkulation mit einbeziehen. Denn 2013 lag die Einspeisevergütung bereits bei nur noch 16ct pro Kilowattstunde. Im Vergleich dazu zahlt man 26ct an den Energieversorger. Hier ist das Speichern wirklich mehr als attraktiv. Die Nachfrage nach einen solchen Speicher steigt vor allem im Bereich der Eigenheime, wenngleich die Anschaffungskosten für einen Solarspeicher noch sehr hoch sind. Die Kosten belaufen sich zwischen 6.000 Euro und 15.000 Euro, je nach Modell und Ausstattung. Dennoch wird seit 2013 die Anschaffung eines solchen Speichers sogar gefördert. Aktuell belaufen sich diese Zuschüsse auf 660 Euro pro PV-Kilowattpeak, wenn eine bestehende PV Anlage mit einem Speicher nachgerüstet wird. Für den Neubau hingegen wird noch immer eine Förderung von 600 Euro je PV-Kilowattpeak gezahlt.
Da die Anschaffungskosten sehr hoch sind und nicht jeder Privathaushalt diese Summen einfach auf den Tisch legen kann, bietet die KdF Bank entsprechende Finanzierungsmodelle an.

Modelle der Solarspeicher

Auf dem Markt versuchen sich zunehmend Unternehmen zu etablieren, die Solarspeicher in Form von Batterien anbieten. Hier stehen Modelle zur Verfügung, die für den privaten Gebrauch nützlich sind. Diese haben eine Größe von einem durchschnittlichen Kühlschrank beispielsweise. Bevor man sich für den Kauf eines solchen Speichers entschließt, ist es unbedingt wichtig, verschiedene Angebote zu vergleichen und zu analysieren. Es gibt Vorteile aber auch Nachteile, die gewissenhaft abgewogen werden müssen.Fazit:

Grundsätzlich kann sich ein Einbau eines eigenen Stromspeichers inzwischen lohnen. Denn die Einspeisevergütung wird auch zukünftig sinken und die Kosten für den klassischen Hausstrom werden garantiert auch in Zukunft weiter steigen. Langfristig betrachtet, ist der Speicher für Solarstrom eine gute Investition und ein weiterer Schritt in die Unabhängigkeit gegenüber den gigantischen Energieversorgern. Eine Beratung und eine Aufstellung der Kosten vom Fachmann wird zeigen, dass sich Sonnenenergie bezahlt macht.

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