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Heizungssteuerung über WLAN – Funktionsweise und Vorteile

erschienen am 3/2/2015

Digitale und intelligente Steuerung der Haustechnik ist auf dem Vormarsch – vor allem dadurch, dass Hersteller immer mehr Möglichkeiten zu immer niedrigeren Kosten anbieten. Interessant ist vor allem die digitale Heizungssteuerung, bei der Sie das Heizkörperthermostat immer bei sich haben – in Form von Smartphone oder Tablet.

Intelligente Heizungssteuerung als Teil des „Smarthome“

Am meisten Sinn macht die komplett intelligente Steuerung der Haustechnik. Beim sogenannten „Smarthome“ sind alle Teile der Haustechnik miteinander vernetzt. Sie kennen das Prinzip wahrscheinlich vom Heimnetzwerk, das Ihre PCs und Drucker bilden: Komponenten wie

  • Lampen
  • Steckdose
  • Haustür
  • Rollläden
  • Heizung

sind über einen Server miteinander verbunden – so ist Kommunikation möglich. Beispielsweise weiß Ihre Heizung, wann Türen oder Fenster offen stehen oder wann Sie zuhause sind bzw. das Haus verlassen – und reguliert sich dementsprechend selbst. Auf diese Weise arbeiten die Geräte besonders effizient und helfen Strom zu sparen.

Die Heizung intelligent nachrüsten und digital steuern

Es muss nicht gleich eine aufwändige Anlage für Ihr Haus sein: Eine digitale Heizungssteuerung können Sie auch als Einzelmaßnahme nachrüsten. Dafür brauchen Sie auf jeden Fall ein spezielles digitales Heizkörper-Thermostat, das in der Lage ist, über Funk mit der weiteren Hardware zu kommunizieren. Zusätzlich benötigen Sie eine Schnittstelle, die mit dem Internet verbunden ist. Sie stellt den Kontakt zwischen mobilen Endgeräten wie Smartphone, Laptop oder Tablet und den Thermostaten her. Auf dem Handy oder Computer nutzen Sie eine App, um die Heizungen an- und auszuschalten und die Temperatur zu regeln. Ein zusätzliches Wandthermostat ist trotzdem nötig.

Vorteile und Gefahren der Hightech-Heizung

Die Heizungssteuerung über WLAN ermöglicht die Regelung Ihrer Heizung auch bei Abwesenheit. Vorteile bringt die Heizungssteuerung zum Beispiel für Berufstätige: Sie können Ihre Heizung tagsüber zurückdrehen – wenn Sie die Arbeit verlassen, regeln Sie über Fernsteuerung das Heizungsthermostat hoch und haben es mollig warm, wenn Sie daheim ankommen. Aber auch Häuser, die wenig bewohnt werden, z.B. Ferienhäuser, können Sie so einfach aus der Ferne beheizen. Dabei lässt sich die smarte Technik schnell und einfach nachrüsten und die Kosten liegen meist nicht hoch. Im Komplettpaket ist sie bei manchen Herstellern schon für 2-stellige Beträge zu erhalten. Wobei günstig nicht immer gut ist: Ein Nachteil der Heizungssteuerungs-Pakete ist, dass es viele Anbieter gibt und es schwierig ist, das Angebot zu überblicken – bis dato gibt es keine einheitlichen Standards.

Sicherheitsrisiken bei der digitalen Heizungssteuerung

Die üblichen Sicherheitsrisiken des Internets gelten auch für die Heizungsregelung über ein Funk-Thermostat: Natürlich besteht theoretisch die Gefahr, dass Hacker Ihre Daten klauen oder die Geräte steuern und dadurch Schaden anrichten. Deshalb gelten die üblichen Regeln: Eine Passwort-Verschlüsselung wählen und sichere Passwörter finden, die Sie möglichst oft ändern. Sicher stellt ein Hackerangriff eher beim Smarthome eine Gefahr dar. Wenn elektrische Geräte oder die Haustür über Funk steuerbar sind, kann Cyberkriminalität hohen Schaden anrichten. Das Interesse, Ihre Heizung an- und auszustellen, sollte für Außenstehende aber eher gering sein.

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