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Laminatboden kaufen – alles Wichtige auf einen Blick

erschienen am 06.08.2018

Materialien, Stärke und Preis sind bei der Wahl der richtigen Laminatdielen essentiell

Laminat als Bodenbelag ist in erster Linie sehr robust und strapazierfähig. Das ist dem sehr vorteilhaften Aufbau des Laminats zu verdanken: Es setzt sich aus einer Deckschicht, einem haltbaren Dekor, einer Trägerplatte und einem Gegenzug zusammen.

Auf dem Markt finden sie sowohl Echtholzlaminat als auch Laminatarten in Holz-, Stein- und Fliesenoptik. Lesen Sie bei der Wahl Ihres Laminatbodens alle Informationen auf dem Produktblatt sehr genau, um den Boden für lange Zeit nutzen zu können – denn die Art der Paneele richtet sich nach dem Einsatzort und -zweck.

Beim Laminatboden bestätigt sich zu 100 %, dass die Qualität mit dem Preis steigt: Billige Laminatpaneele halten nicht so lange wie teurere und weisen nach wenigen Jahren bereits starke Gebrauchsspuren auf. Der Laminat-Preis hängt (neben der Oberflächen-Qualität) von allem von der Dielenstärke ab. Laminatdielen werden in einer Stärke zwischen 6 und 12 mm angeboten. Je stärker Ihr Laminat, desto haltbarer ist Ihr neuer Boden. Vor allem in stark beanspruchten Räumen wie dem Wohnzimmer empfehlen wir Ihnen Laminat mit einer Stärke von mindestens 8 mm.

Abriebklasse des Laminats nicht vernachlässigen

Die Abriebklasse zeigt an, wie haltbar die Oberflächenschicht der Platte ist. Beim so genannten „Taber-Test“ wird untersucht, wie viele Umdrehungen eines Schleifmittels die Deckschicht beschädigen. Der Test ist nichts anderes als die Beschleunigung des alltäglichen Gebrauchs des Bodens. Dielen sind schließlich permanent äußerlichen Belastungen, Schmutz und Co. ausgesetzt. Die dekorative Schicht reibt sich allmählich ab – und auf dem Laminat sind weiße Flecken zu sehen.

Basierend auf dem Taber-Test unterscheidet man fünf Gruppen von Laminat entsprechend seiner Resistenz:

  • Klasse AC1 – sehr schlechte Abriebfestigkeit, für den Einsatz in Räumen, in denen man bevorzugt ohne Schuhe läuft,
  • Klasse AC2 – schlechte Abriebfestigkeit, für den Einsatz in Räumen mit mittlerem Nutzungsgrad (Schlafzimmer),
  • Klasse AC3 – gute Abriebfestigkeit, für den Einsatz in stark beanspruchten Räumen (Wohnzimmer),
  • Klasse AC4 – hohe Abriebfestigkeit, für den Einsatz in sehr stark beanspruchten Räumen (Flur)
  • Klasse AC5 – sehr hohe Abriebfestigkeit, für den Einsatz vor allem in öffentlichen Gebäuden.

Gut zu wissen: Laminat-Hersteller konkurrieren untereinander mit Dielen der höheren Abriebklassen (AC6, AC7). Unter dem Gesichtspunkt der Funktionalität macht dies jedoch wenig Sinn. Um eine höhere Abriebklasse zu bekommen, muss man dem Laminat Korund hinzufügen. Es handelt sich hier um ein Mineral, das auch im Sandpapier verwendet wird. Dieses Mineral wirkt sich zwar positiv auf die Widerstandsfähigkeit des Laminats aus, macht den Boden jedoch weniger flexibel.

Nachhaltigkeit von Laminat checken

Neben der Funktionalität und Ästhetik der Dielen zählt auch ihre Umweltfreundlichkeit. Viele Laminatboden-Produzenten werben mit Laminatdielen, die aus ökologischer und nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Auch heimische Hölzer kommen immer mehr zum Einsatz, was die Öko-Bilanz zusätzlich verbessert.

Achten Sie beim Kauf auf entsprechende Siegel wie z.B.: das PEFC Label, welches speziell für Bodenbeläge aus Holz gilt und bestätigt, dass die verwendeten Hölzer aus nachhaltiger Bewirtschaftung der Wälder stammen. Genauso wichtig ist das ToxProof. Mit diesem Gütesiegel werden Bodenbeläge deklariert, welche gesundheitlich unbedenklich sind.

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