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Hausschwamm erkenen und bekämpfen

Hausschwamm muss ernst genommen und fachmännisch beseitigt werden

erschienen am 27.10.2012

Vor allem Altbauten strahlen meist eine gewisse Romantik und einen spezielles heimeliges Gefühl aus, was viele dazu bewegt, sich hier Eigentum zuzulegen. Damit aber auch der Wohnkomfort und die Behaglichkeit bleiben, ist es wichtig, vor allem die Gefahr des Parasitenbefalls durch den Hausschwamm erkennen zu können und rechtzeitig Maßnahmen dagegen zu setzen. Dabei reicht im ersten Moment etwas Umsicht und Hausverstand, um dem Hausschwamm keine Chance zu geben. Hat sich der ungeliebte Gast aber bereits in den Balken oder schlimmer noch im Gemäuer eingenistet, hilft nur eine sachgemäße und umfassende Renovierung und Bekämpfung, um das Gebäude wieder für Menschen bewohnbar zu machen.

Wo findet man Hausschwamm?

Diese holzzerstörende Pilzart kommt vorwiegend am verbauten Holz vor und kann sich unter günstigen Bedingungen rasch ausbreiten. Dadurch können erhebliche Schäden, die sogenannte Braunfäule, entstehen, wobei Nadel- und Laubholz gleichermaßen betroffen sind und rasch und vollständig zerstört werden können. Betroffen sind vor allem bodennahe Holzbauteile, Faserplatten, Textilien und andere Materialien, die Zellulose enthalten. Als Nährboden dienen dem Hausschwamm organische Kohlenwasserstoffe, was vor allem zu einer Bildung in Hohlräumen, hinter Möbeln und hinter Wandverkleidungen führt. Ursache für diesen Pilzbefall ist eine hohe Luft- und Holzfeuchtigkeit, die zwischen 25% und 55% beträgt und eine durchschnittliche Raumtemperatur von 3-26 Grad Celsius. und wenig Luftzug. Um Hausschwamm erkennen zu können, muss es bereits zur Bildung des Fruchtkörpers gekommen sein, der am Mauerwerk oder an Decken bzw. im Bereich von Fussleisten zu sehen ist. Ist dieser Zustand bereits erreicht, ist die Zerstörung der Bausubstanz meist bereits erheblich fortgeschritten, was eine sofortige Hausschwamm Bekämpfung notwendig macht.

Wie verbreitet er sich?

Die Ausbreitung des Pilzbefalls erfolgt meist durch Menschen, Tiere oder auftretenden Luftzug und durch die Mycelteile, also die Sporen des Pilzes. Diese graubraunen Stränge können sich mehrere Meter ausdehnen und siedeln sich bevorzugt in Fugen, Naturböden oder porösem Mörtel an. Wer Hausschwamm erkennen möchte, der sollte nach dem weißen, watteähnlichem Befall der Mycel am Holz Ausschau halten. Dieses ist meist pfannkuchenartig geformt und kann einen Durchmesser bis zu einem Meter haben. Dabei ist der Belag knapp ein bis zwei Zentimeter dick. Die gebildeten Sporen des Hausschwammes sind oft als rotbrauner Belag im Umfeld des Fruchtkörpes sichtbar und können auch überleben, wenn keine geeigneten Bedingungen für sie herrschen. Ergeben sich durch gewisse Umstände wie einen Luftzug oder einen Wasserschaden im Gebäude plötzlich ideale Lebensbedingungen für den Pilz, kann er seine Sporen umgehend und um ein Vielfaches vermehren. Damit ist in alten Gebäuden immer das Vorkommen dieses Hausschwammes zu untersuchen und zu prüfen. Ist die Umgebung besonders feucht, kann man durchaus auch Wassertropfen an der Oberseite des Parasiten sehen, womit auch eine eindeutige Identifikation als Pilz und die Unterscheidung zu anderen Pilzen, die im Mauerwerk vorkommen können, gegeben ist.

Enorme Zerstörungskraft!

Die Zerstörungskraft des echten Hausschwammes kann enorm sein. Innerhalb nur einen Jahres können ganze Holzbalken damit durchsetzt sein und ihre Tragkraft einbüßen. Hausschwamm erkennen kann man dann auch, wenn man mit der Hand leicht über diese Stelle fährt und der gesamte Balken mehr oder weniger wie Staub zerfällt. In letzter Konsequenz kann damit die komplette Tragfähigkeit eines Hauses in Gefahr geraten, was eine unmittelbare Hausschwamm Bekämpfung unbedingt notwendig macht. Auch wenn der Befall nur auf Span-oder Faserplatten oder im Bereich der Textilien gegeben ist, sollte der Parasit nicht unterschätzt werden und Maßnahmen zur Entfernung ergriffen werden. Den Hausschwamm erkennen muss also in jedem Fall seine Bekämpfung zur Folge haben, je früher, desto besser und vor allem desto kostengünstiger. Dabei ist die Wahl der anzuwendenden Verfahrenstechnik ebenso entscheidend wie der Einsatz hochwertiger Hilfsstoffe, damit tatsächlich garantierter und nachhaltiger Erfolg gewährleistet ist. Eine Hausschwamm Bekämpfung kann nur durch entsprechendes Fachpersonal erfolgen, das entsprechende Erfahrung und das nötige Fachwissen aufbringt. Grundsätzlich können nur umfangreiche Sanierungsarbeiten zum Erfolg im Kampf gegen den Hausschwamm helfen. Das bedeutet, dass das befallene Holz weiträumig abgetragen und entfernt werden muss. Hat sich der Pilz am Mauerwerk festgesetzt, muss dieses abgerissen und erneuert werden. Ist dies nicht möglich, muss in jedem Fall der Putz entfernt werden, wobei auch die Fugen ausgeschabt werden müssen. Anschließend kann die Mauer abgeflammt werden, um wieder neu aufgebaut zu werden.

Woran liegt das Auftreten des Pilzbefalls?

Neben der Sanierung gilt es auch die Ursachen des Befalls durch den Hausschwamm heraus zu finden und zu beseitigen. Da oftmals vom Grund aufsteigende Feuchtigkeit dazu beiträgt, dass sich der Parasit im Gebäude oder im Gebälk festsetzt, kann dies im schlimmsten Fall bedeuten, dass das gesamte Gebäudefundament einer Trockenlegung unterzogen werden muss. Das verteuert die Kosten der Sanierung natürlich zusätzlich, und zwar meist erheblich. Auch wenn die Kosten je nach individueller Schwere des Befalls und notwendiger Maßnahmen zur Hausschwamm Bekämpfung unterschiedlich hoch ausfallen können, muss man doch mit einer Summe zwischen 10 000 und 30 000 Euro rechnen. Nicht zu vergessen ist die rechtliche Seite, wenn ein Haus mit dem Hausschwamm befallen ist. In vielen Bundesländern gilt dies nämlich als schwerwiegender Baumangel, der nicht nur umgehend meldepflichtig ist, sondern auch meist durch einen Schimmelpilz-Sachverständigen mit einem entsprechenden Gutachten belegt werden muss. Die behördlichen Vorgänge werden über das jeweils zuständige Bauamt des Hauseigentümers abgewickelt und sind damit erster Ansprechpartner für den Hauseigentümer.

Wie vermeide ich dieses Problem?

Wer diesen Ärger, die Umständlichkeiten der Bauarbeiten und die hohe finanzielle Belastung vermeiden möchte, der sollte im Vorfeld die Holzkonstruktionen in seinem Haus regelmäßig kontrollieren, ob er einen Befall mit Hausschwamm erkennen kann. Auch das Abwassersystem im Gebäude sollte funktionstüchtig sein und keine Fehlerquellen bieten. Tritt ein Wasserschaden auf, ist zu empfehlen, dass dieser umgehend beseitigt wird und in der Folge sichergestellt wird, dass im Boden, in den Mauern und im gesamten Haus keine Feuchtigkeit zurück bleibt. Wer Verpackungsmaterial nicht weg wirft, sondern lagert, sollte darauf achten, dass dieses nicht unmittelbar auf dem Kellerboden gelagert wird. Auch Holzvorräte oder leere Kisten sollten im besten Fall nicht direkten Bodenkontakt haben. Die ausreichende und regelmäßige Lüftung von Keller und Dachboden verhindert nicht nur stickige Luft und unangenehmen Geruch, sondern ist ein wesentlicher Faktor in der Hausschwamm Bekämpfung bzw. Vorbeugung. Wer diese Maßnahmen und Vorschläge berücksichtigt, gibt dem gefährlichsten Parasiten, der Gebäude hierzulande befallen kann, keine Chance. Damit ist ein behagliches Wohngefühl auch in Altbauten gewährleistet und die finanzielle Belastung einer Hausschwamm Bekämpfung kann sinnvoller verwendet werden.

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