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Schalterarten und deren Merkmale

erschienen am 05.09.2017

Grundsätzliche Einteilung von Schaltern

Die Kategorisierung der Schalter kann nach diversen Merkmalen erfolgen, beispielsweise nach der Bauart, der Art der Betätigung, nach konstruktiven Spezifika oder nach Nutzungsmerkmalen. Für Hausinstallationen spielt insbesondere die Unterteilung nach dem Verhalten des Schalters nach erfolgter Betätigung eine Rolle. Hier gibt es zum einen Schalterarten, die nach Auslösung stabil in ihrem Schaltzustand bleiben. Zu diesen Arten von Schaltern zählen:

  • Ein- und Ausschalter
  • Wechselschalter
  • Serienschalter
  • Kreuzschalter

Zum anderen gibt es Taster, die nach der Betätigung in ihre Ausgangs- bzw. Ruhestellung zurückgehen. Dämmerungsschalter schalten eigenständig wenn ein bestimmter Helligkeitswert unter- oder überschritten wird. Bewegungsmelder reagieren auf Bewegung innerhalb ihres Erfassungsraumes und schalten dann entsprechend das Licht ein. Alle vorgestellten Arten und die dazugehörigen Schalter finden Sie im gut sortierten Baumarkt oder auch bei Online Shops für Hauselektrik wie Steckplatz.

Ein- und Ausschalter

Zu den Ein- und Ausschaltern zählen unter anderem herkömmliche Lichtschalter. Sie lassen sich durch die Betätigung in zwei mögliche Positionen schalten: EIN oder AUS. Die Stromzufuhr wird entweder hergestellt oder unterbrochen. Diese Schalterarten kommen vor allem zum Ansteuern der Beleuchtung in Wohnungen zum Einsatz. Reine Ausschalter, die den Stromkreis gleichfalls schließen oder unterbrechen, werden bei der Hausinstallation hingegen kaum verwendet. Wechselschalter erfüllen diese Funktion bei geringerem Material- und Kostenaufwand ebenfalls.

Wechselschalter

Mit einem Wechselschalter können Sie eine Lichtquelle von zwei verschiedenen Positionen aus ansteuern. Besonders nützlich ist dieser Schaltertyp im Schlafzimmer, im Kinderzimmer sowie in langen Fluren und in Treppenaufgängen. Voraussetzung für die Installation dieser Schalter ist die Verlegung zweier Kabel.

Eine erweiterte Form dieser Schalterart ist der Kontroll-Wechselschalter, bei dem eine integrierte Glimmlampe anzeigt, ob das Licht an bzw. der Stromkreis geschlossen ist. Dieser ist überall dort zweckmäßig, wo ein Schalter außerhalb eines Raumes angebracht werden soll. Häufig ist das zum Beispiel in Toiletten und Bädern der Fall, aber auch in Keller- oder Haushaltsräumen und auf Dachböden.

Kreuzschalter

Ein Kreuzschalter ermöglicht das Schalten eines Verbrauchers von drei Schaltstellen aus. Zum Einsatz kommt eine solche Schaltung beispielsweise in Schlafzimmern mit einem Lichtschalter an der Tür und einem weiteren auf jeder Bettseite. Aufgrund des hohen Verdrahtungsaufwandes wird diese Schalterart jedoch zunehmend durch Stromstoßschaltungen mit Relais und Tastern ersetzt.

Serienschalter

Mit einem Serienschalter können Sie zwei Lampen oder Lampengruppen von einer Stelle aus einschalten. Er besitzt zwei Schaltwippen, mit denen jede Lampe separat ein- bzw. ausgeschaltet werden kann, und eignet sich für alle Räume mit zwei Leuchten-Gruppen, beispielsweise:

  • Bad (Decken- und Spiegelleuchte),
  • Wohnzimmer (Decken- und Wandleuchte),
  • Küche (Decken- und Unterschrankbeleuchtung)
  • Büro (Decken- und Schreibtischleuchte)

Taster

Taster haben nur eine Grundstellung, in die sie nach der Betätigung immer wieder zurückfallen. Beim Drücken wird nicht das Licht selbst eingeschaltet, sondern ein Signal an ein zusätzliches Steuerelement gesendet. Dieses öffnet oder schließt den Stromkreis, bis es das nächste Steuersignal erhält. Verwendung finden Taster insbesondere in der Treppenhausbeleuchtung und überall dort, wo das Licht von mehr als zwei Orten aus bedient werden soll.

Dämmerungsschalter

Dieser Schalter wird nicht manuell bedient. Er erkennt einen vordefinierten Lichtwert, bei dessen Unterschreiten er einen Verbraucher automatisch anschaltet. Praktisch ist das beispielsweise bei der Beleuchtung im Hauseingang. Das Licht schalte sich abends ohne Ihr Zutun an. Wenn morgens wieder ein bestimmter Helligkeitswert erreicht ist, wird das Licht ausgeschaltet.

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder schalten eine Lampe automatisch für eine begrenzte Zeit an, wenn sich eine Person nähert. Das spart Energie, weil das Licht nur im Bedarfsfall leuchtet. Besonders praktisch sind diese Schalterarten in Treppenhäusern, dunklen Fluren und in Räumen, in denen häufig vergessen wird, das Licht auszuschalten. Auch als Hofbeleuchtung eignen sie sich gut. Allerdings reagieren sie bei ungünstig eingestelltem Erfassungsraum auch auf Hunde, Katzen und andere Tiere und schalten öfter als gewünscht.

Über diese Schalterarten hinaus gibt es noch weitere Schalter, die in Wohnbereichen Verwendung finden können. Dazu zählen beispielsweise der Dimmer, mit dem sich die Leuchtintensität einstellen lässt, und der Zeitschalter, der das zeitgesteuerte Schalten von Verbrauchern ermöglicht.

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