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Bild Trockenputz

Trockenputz als Alternative zum herkömmlichen (nassen) Putzverfahren

erschienen am 04.08.2017

Der heutige Trockenbau hat seinen Ursprung in den USA

Schon im Jahre 1894 hat der Unternehmer Augustine Sackett sein Patent für einen neuen Plattenwerkstoff registriert und somit die Gipskartonplatte für die Bauwelt zugänglich gemacht. Damals bestand die Platte aus einem Gipskern, welcher auf beiden Seiten mit mehreren Lagen Karton versehen war. Diese Erfindung hat die Wandverkleidung von innen einfacher gemacht und ist aus dem heutigen Innenausbau nicht mehr wegzudenken.

Gipskartonplatten – ein Material mit zahlreichen Vorteilen

Mit Gipskartonplatten lassen sich Innenwände einfach, kostengünstig und schnell trocken verputzen. Sie sind zudem sehr leicht, was ihre Verarbeitung auf der Baustelle vereinfacht. Die Anfertigung dieser Platten ist preiswert, wodurch sie ein großer Konkurrent des Nassputzes geworden sind. Trockenputzplatten können zudem überall schnell montiert werden und verkürzen die Austrocknungszeiten. Weitere Arbeiten wie Tapezieren oder Malen können die Bauherren dadurch schneller erledigen. Der Innenausbau mit Gipskartonplatten verspricht ebenfalls eine geringe Feuchtigkeitsbelastung während der Ausbauphase.

Arten von Trockenbauplatten

Sie finden auf dem Markt eine enorme Auswahl an Gipskarton- und Gipsfaserplatten, die für den Innenausbau konzipiert sind. Die Dicke bestimmt den Einsatzbereich der Platten:

  • 6mm dünne Platten werden als Renovier- oder Formplatte verwendet
  • 9,5 mm dicke Platten sind als Trockenputz hervorragend
  • 12,5, 15, 18 mm dicke Platten eignen sich für Trennwände
  • 20/25mm dicke Platten finden als Massivbauplatten Anwendung

Unter den Gipskartonplatten gibt es auch Spezialplatten für problematische Zwecke. Zu diesen gehören:

  • Schallschutzplatten
  • Thermoplatten
  • Strahlenschutzplatten (elektromagnetische Strahlung)
  • Feuerschutzplatten
  • Medizinische Strahlenschutzplatten

Trockenputz-Montage ist kinderleicht

Gipskartonplatten werden an Decken, Wänden und anderen Bauteilen angebracht. Sie eignen sich aber ebenso gut für den Bau von leichten und nicht-tragenden Innenwänden. Damit können Sie auch Stützen, Träger, Elektroleitungen oder Sanitärinstallationen verkleiden. Bevor Sie den Trockenputz anbringen, müssen Sie die dafür vorgesehene Fläche passend vorbereiten. Dabei kommt es in erster Linie auf die Unterkonstruktion aus Metall oder Holz an, insbesondere wenn die Wände für die direkte Verklebung nicht geeignet sind. Sobald die Konstruktion fertig ist, legen Sie mit dem Verschrauben der Platten los. Verwenden Sie dafür spezielle Schnellbauschrauben. Sie verfügen über ein feines Gewinde für Rahmen- und Ständerprofile sowie über ein grobes Gewinde für Holzleisten und Kanthölzer. Sie befestigen die Schrauben am besten mit einem Akku-Schrauber. Beim Fixieren selbst ist ein entsprechender Abstand zum Boden notwendig, so dass die Platten ein wenig angehoben werden müssen. Achten Sie beim Beplanken unbedingt darauf, die Platten versetzt zu verlegen, um Kreuzfugen zu vermeiden. Sobald Sie die Platten befestigt haben, können Sie die Übergänge verspachteln. Wenn Sie aber ganz gerade und nicht beschädigte Wände haben, können Sie auf das schnellere Verkleben der Platten setzen.

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