Neues aus der Welt des Bauens und Wohnens
Arten von Heizungen

Heizungen im Vergleich Teil 1

erschienen am 30.01.2012

 Beim Neubau oder der Modernisierung von Häusern und Wohnungen stellt die Auswahl einer geeigneten Heizung ein wichtiges Kriterium in Sachen Kosten, aber auch als Beitrag zum Klimaschutz dar. Angesichts der Vielfalt moderner Heizungssysteme ist demzufolge durchaus angesagt, einen Kosten-Nutzen-Vergleich anzustellen und dabei auch an die erneuerbaren Energien zu denken. Trotz teils hoher Anschaffungskosten sollte sich aber eine Investition in eine moderne Heizung auf Dauer durchaus lohnen, damit die Heizkosten erheblich gesenkt werden können.

Die vergleichende Auswahl einer passenden Heizung ist stets auch von der Größe des Objektes und dessen Standort abhängig. Bestimmte Anlagen machen sich erst ab einer bestimmten Leistung bezahlt, andere wiederum sind für einen speziellen Standort nicht geeignet. Maxime muss dabei immer sein, langfristig zu denken und die Kostenentwicklung prognostisch über einen Zeitraum von mehreren Jahren zu betrachten.

Wird gegenwärtig in Privathaushalten vorwiegend noch mit Gas und Öl geheizt, liegt der Trend darin, solche Anlagen immer mehr mit effizienten Brennwertkesseln auszustatten. Aber es kommen mit dem Blick auf den Umweltschutz auch immer mehr Heizungen wie Wärmepumpen, Biomasse-Kessel oder thermische Solaranlagen ins Gespräch. Im Folgenden soll das Pro und Kontra für einige Heizungsarten veranschaulicht werden. 

Bei alledem gilt der Grundsatz: Über Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Fachmann Ihres Vertrauens.

Gasheizung

Hierbei wird die Wärme aus der Verbrennung des Gases gewonnen. Meist kommt Erdgas, aber Flüssig- oder Biogas zum Einsatz. Die Heizung kann dabei entweder nur für die Heizung (Umlaufwasserheizung)  oder auch für die Erzeugung von Warmwasser (Kombitherme) genutzt werden. Es gibt außerdem auch Anlagen, bei der die Therme den Wasserspeicher mit erwärmt (Wärmezentrum). Besonders effizient sind Gasheizungen, die über Brennwertkessel arbeiten. Biogasheizungen, bei der Gas aus der Vergärung von Biomasse erzeugt wird, sind für Einfamilien- und kleinere Wohnhäuser eher nicht geeignet. Die Anschaffungskosten für eine Gasheizung sind relativ günstig und die anfallenden Schadstoffe in vertretbarem Rahmen. 

Zu erwarten ist aber, dass Erdgaspreise weiter steigen. Die Alternative zur Kostenbegrenzung wäre, den Gasanbieter zu wechseln oder langfristig auf erneuerbare Energien umzusteigen.

Ölheizung

Bei der Erzeugung von Wärme durch die Verbrennung von Öl gibt es Heizungen mit und ohne Hilfsenergie. Bei letzterer wird das Öl vorgewärmt und dann in den Brennraum geleitet. Das führt zu höherer Leistung der Anlage. Kessel für Ölheizungen gibt es als Standard-, Niedertemperatur-, und Brennwertkessel. Ein Vorteil der Ölheizung sind die günstigen Anschaffungskosten. und die vergleichsweise hohe Effizienz. Außerdem erlaubt die moderne Brennwerttechnik solcher Heizungen die Kombination mit regenerativen Energien wie beispielsweise der Solarenergie. Die Ölheizung wird dabei je nach Bedarf ab- oder zugeschaltet.  Der Nachteil dürfte in der Freisetzung von schädlichem Kohlendioxid und der Endlichkeit des fossilen Brennstoffs Erdöl liegen. 

Damit werden auch hier die Preise tendenziell steigen. Kostensenkungen kann man über die Regulierung des  Verbrauchs, aber auch durch das richtige Zusammenspiel von Heizen und Lüften sowie eine regelmäßige Wartung durch den Fachmann erreichen.

Kraft-Wärme-Kopplung

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung werden Brennstoffe zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt. Dabei macht man sich die Tatsache zu Nutze,  dass bei der Stromerzeugung durch Verbrennung Wärme frei wird, die auch zum Heizen genutzt werden kann. Der Vorteil liegt bei dieser Art der Heizung in der Effizienz und dem geringen Energieverlust. Kommen solche Anlagen meist noch bei großen Endverbrauchern Anwendung, arbeiten Anbieter jetzt bereits an Lösungen, bei denen Kraft-Wärme-Kopplung über Minikraftwerke in den Kellern der Hausbesitzer untergebracht sind. Das kann sich beispielsweise bei Mehrfamilienhäusern gut rechnen. Auch hierfür ist eine fachliche Beratung unersetzlich.

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