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Bau einer Decke

Akustikdecken: Sinnvoll beim Einfamilienhaus?

erschienen am 7/9/2012

Bei einem Neubau versucht man natürlich gleich alles richtig zu machen, damit später nicht kostenaufwendig nachgerüstet werden muss. Ebenso versuchen viele Bauherren, die bestehende Häuser renovieren wollen, selbigen Anforderungen gerecht zu werden, damit die Renovierungsarbeiten tatsächlich eine einmalige Gelegenheit bleiben. Also stellen sich beim Neubau ebenso wie bei der Renovierung verschiedene Fragen, welche Materialen verwendet werden sollen oder ob auf bestimmte Eigenschaften besonders Rücksicht genommen werden soll.Hier kommt man auch beim Einfamilienhaus sehr schnell auf spezifische Themen wie beispielsweise Akustikdecken. Lohnt hier der Einbau einer solchen oder eher nicht und wo liegen Vorzüge und Nachteile?

Der Einsatz einer Akustikdecke

Aus gewerblichen Gebäuden ist die Akustikdecke längst bekannt. Besonders bei Großraumbüros oder ansonsten Hall-intensiven Bauweisen kommt die Akustikdecke zum Einsatz. Im privaten Bereich ist die Akustikdecke eher eine Seltenheit und somit nur bei Enthusiasten wie beispielsweise ausgesprochenen Musikfreunden zu finden, um so ein besseres Klangbild zu erzeugen. Aber auch, wo Lärmschutz zum Thema wird, kommt es immer wieder zur Diskussion über die Akustikdecke. Grundsätzlich lässt sich aber feststellen, dass eine Akustikdecke dann Sinn macht, je größer Räumlichkeiten werden. Außerdem gilt bei der Absorption des Schalls zu berücksichtigen, dass ein Erfolg anstelle mit einer Akustikdecke bereits mit entsprechenden Baumaßnahmen an den Wänden und Böden erzielt werden kann. Deshalb sollte man sein Augenmerk etwas verstärkt den physikalischen Faktoren zuwenden. Der Einsatz einer Akustikdecke ist grundsätzlich von mehreren Faktoren abhängig - von Raumgröße und Raumform können zwei unterschiedliche Eigenschaften zum Tragen kommen.

Was bewirkt die Akustikdecke?

Einmal handelt es sich um sogenanntes Einschwingen, zum anderen den Hall-Zustand. Diese Werte können berechnet werden. Allerdings kommen hier noch weitere Faktoren hinzu: erste Maßnahmen zur Absorption können bereits durch entsprechende Baumaterialien beim Boden und an den Wänden getroffen werden. Darüber hinaus haben verschiedene Raumausstattungen wie beispielsweise bestimmte Möbel ebenso die Eigenschaft, Schall zu absorbieren. Darüber hinaus kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu. Die Frage lautet eigentlich, welche Art von Beschallung absorbiert werden soll, denn viele Schallquellen breiten sich nicht zur Decke hin aus, sonder parallel zu ihr. In diesem Zusammenhang kommt die Schallreflexion hinzu. Wird diese stark durch Raumform oder Ausstattung beeinflusst, ist es möglich, dass verhältnismäßig viel Schall an die Decke geworfen wird. Diesen gilt es dann mit der Akustikdecke zu absorbieren. Das Einschwingen selbst verläuft eher parallel zur Akustikdecke, also ist die Absorption eher als gering einzuschätzen. Deshalb ist der entscheidende Faktor die Halleigenschaft sowie mögliche Schallquellen.

Kosten und Bauweisen

Ob die Absorption über Boden und Wände ausreichend ist, kann anhand verschiedener Formeln und Programme berechnet werden. Dieser Aufwand zahlt sich mit Sicherheit aus, denn die Mehrkosten für eine Akustikdecke können bis zu 100 Euro pro Quadratmeter belaufen. Natürlich kommt es aber auch auf das verwendete Material für die Akustikdecke an. Eine weitverbreitete Bauform der Akustikdecke ist Gipskarton oder umgangssprachlich Rigips. So sind es genau diese Kosten für diese Bauweise der Akustikdecke, die bis zu 100 Euro je Quadratmeter zu Buche schlagen können. Dazu gibt es jedoch auch Hersteller, die sich auf die Akustikdecke spezialisiert haben und wo die Akustikdecke aus verschiedenen anderen Materialien hergestellt wird. Die Akustikdecke kann aus Kunststoffen sowie aus natürlichen Stoffen bestehen, die sich besonders zur Schall-Absorption eignen. Doch die eigentliche Frage, ob nun eine Akustikdecke in einem Einfamilienhaus sinnvoll ist, kann keinesfalls pauschal beantwortet werden. Wie zuvor erklärt, hängt dies auch von der Raumform und Größe ab, zusätzlich von der zukünftigen Raumausstattung und den verwendeten Materialen bei Wänden und Böden. Zu guter Letzt ist vor allem auch ausschlaggebend, ob Akustikdecke ja oder nein, was die Bewohner genau im Haus planen.

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