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Langlebiger Naturboden: Parkett richtig pflegen

erschienen am 1/17/2014

Naturholz schafft eine behagliche und edle Atmosphäre in jeden Wohnraum. Auch der Trend zur Verwendung umweltfreundlicher Baustoffe kommt den feinen Hölzern entgegen. Der Beliebtheit von Parkett als Fußboden steht aber der vergleichsweise hohe Preis gegenüber. Eine sorgfältige und regelmäßige Pflege ist also wichtig, damit der Bodenbelag durch tadellose Optik lange Freude macht.

Lackiertes oder geöltes Parkett?

Grundsätzlich abhängig ist die Frage der richtigen Behandlung davon, ob es sich um geöltes oder lackiertes Parkett handelt. Meistens wird Letzteres der Fall sein, denn heutige Lacke können den Boden mit einer strapazierfähigen Schutzschicht versiegeln und damit das Holz vor allem gegen Flecken unempfindlicher machen. Die meisten Kunden ziehen diese Variante vor - auch wenn der geölte Parkettboden natürlicher wirkt.

Keine Microfaser verwenden

In beiden Fällen sollte die Reinigung nach Möglichkeit trocken stattfinden. Spezielle Staubsaugerbürsten sind ideal, weiche Besen sind aber ebenso geeignet. Ein feuchtes Wischen kann aber natürlich nicht dauerhaft unterbleiben. Hierbei raten die Hersteller der Böden dazu, nur "nebelfeucht" zu wischen. Konkret ist damit gemeint, den Lappen so weit auszuwringen, dass er nur noch leicht feucht ist. Ein zu nasser Boden kann aufquellen - ein ärgerlicher Schaden, der sich meist kaum noch beseitigen lässt. Außerdem sollte ein Reinigungszusatz für das Waschwasser verwendet werden, der auf den jeweiligen Bodentyp abgestimmt ist. Dabei wird es kein Produkt geben, welches für geölte und lackierte Böden gleichermaßen geeignet ist, weil das Öl natürlich vor allem auf entfettende Bestandteile empfindlich reagiert. Als Reinigungstuch sollte übrigens keines aus Microfaser verwendet werden: Die gute Reinigungswirkung kann sich fatal auf die empfindlichen Holzflächen auswirken und dem Parkett feine Schnitte zufügen. Dadurch wird die Oberfläche bei längerer Anwendung stumpf.

Geöltes Parkett regelmäßig nachbehandeln

Neben der alltäglichen gibt es auch die Renovierungspflege: Bei geölten Böden muss man in zeitlichen Abständen von etwa sechs Monaten bis zu einem Jahr eine neue Ölschicht auf Parkett auftragen. Die Zeitabstände sind abhängig von der Beanspruchung; allerdings sollte schon vor sichtbaren Laufspuren eine Nachölung erfolgen. Doch weil die Reinigungszusätze für eine gewollte, leichte Versiegelung sorgen, kann das Öl nicht ohne weiteres vom Holz aufgenommen werden. Voraussetzung ist also, dass zunächst ein weiterer spezieller Reiniger zum Einsatz kommt, der das Parkett entfettet und diese Schicht abträgt. Danach kann ein Öl- oder gar Hartwachsprodukt aufgetragen werden, dass dann einige Zeit aushärten muss. Ein vergleichbares Verfahren existiert für lackierte Böden nicht. Hier ist im Alltag die übliche Pflege mit speziellen Reinigern ausreichend. Kleinere Krater können bei beiden Varianten selbst ausgebessert werden: Entsprechende Sets sind im Handel erhältlich und füllen Einkerbungen mit farblich auf das Holz abgestimmtem Wachs auf. Kommt es aber zu einer großflächigen Beschädigung der Lackschicht durch Verschleiß, kann in Eigenregie nicht mehr abgeholfen werden: Hier hilft der Fachmann weiter, der den Boden abschleifen und neu lackieren wird.

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