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bild fassadendämmung mit minderlwolle

Fassadendämmung aus Mineralwolle im Visier

erschienen am 05.10.2018

Mineralische Dämmstoffe erst seit dem Industriezeitalter auf dem Markt

Mineralwolle hat ihren Ursprung in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Ausgangsbaustoffe für ihre Herstellung sind auf der Erde reichlich vorhanden. Sand, Stein, Kalk, Basalt oder Dolomit bilden die Basis für die weitere Verarbeitung. Unter mineralischen Dämmbaustoffen versteht man

  • Glaswolle
  • Steinwolle
  • Schaumglas
  • Perlite
  • Calciumsilikat.

Mineraldämmung und ihre Einsatzbereiche

Bei der Produktion aller mineralischen Dämmstoffe entstehen Poren, welche die wärmedämmenden Eigenschaften dank ihrer Kapillaraktivität deutlich verbessern. Dadurch können diese Stoffe Luft aus der Umgebung aufnehmen und wieder abgeben. Das wirkt sich sehr positiv auf das Raumklima aus und beugt eventueller Schimmelbildung vor.

Die Dämmplatten sind alterungsbeständig, verrotten nicht und sind gesundheitlich unbedenklich. Auch ihre einfache Handhabung macht sie in der Wärmedämmung von Fassaden so beliebt. Auch als

  • unterseitige Kellerdeckendämmung,
  • Innendämmung der Wände, Estrichdämmung,
  • Flachdach- und Terrassendämmung

hat sich Mineralwolle erfolgreich durchgesetzt.

EPS-Dämmplatten vs. WDVS mit Mineralwolle

Seit über knapp 50 Jahren wurden vorwiegend Platten aus Polystyrol (EPS) auf deutsche Hausfassaden geklebt. In den letzten Jahren kamen aber Dämmplatten aus Mineralwolle als Alternative zu Styropor-Platten in Wärmeverbundsystemen (WDVS) ins Spiel. Dafür gibt es auch viele gute Gründe:

Brandsicherheit gewährleistet

Mineralwolle gehört der Brandschutzklasse A1 und ist die absolute Nummer 1 unter den nicht brennbaren Dämmstoffen für Ihre Fassade. Mineralische Dämmwolle hemmt zudem die Ausbreitung des Feuers, setzt im Brandfall keine gefährlichen Gase frei und verhindert das Übergreifen des Brandes auf benachbarte Gebäude. Aus diesem Grund verwendet man sehr oft einen so genannten Brandriegel. Es handelt sich dabei um einen Gürtel aus Mineralwolle mit einem integrierten WDVS, welchen man je über zwei Geschosse um das gesamte Haus umlegt.

Wohnbehaglichkeit pur!

EPS-Dämmung ist besonders dicht, was in vielen Fällen zu Schimmel und/oder Algen- und Moosbildung auf dem Haus-Putz führt. Mit Mineralwolle als Fassadenmaterial haben Sie dieses Problem nicht: Durch die diffusionsoffene Struktur von mineralischen Dämmstoffen kann die Feuchtigkeit ungestört von innen nach außen gelangen, so dass die Restfeuchte die Innenraumluft nicht beeinträchtigt.

Umweltfreundliche Produktion

Der Öko-Gedanke ist ein wichtiger Aspekt im heutigen Hausbau. Viele Bauherren suchen nach natürlichen Baustoffen, welche die Umwelt nicht verschmutzen. Leider ist das bei EPS-Dämmsystemen nicht der Fall, weil ihre Herstellung mit vielen Schadstoffen verbunden ist. Platten aus Mineralwolle werden dagegen mit einem sehr geringen Energieaufwand produziert, weil sie zu anorganischen Baumaterialien zählen. Hinzu kommt, dass sich Reste vom Zuschnitt der Platten auf der Baustelle zu 100 % recyceln lassen.

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