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Bild Biokamin 1

Einsatz der Biokamine im Hausbau – unsere Tipps

erschienen am 03.05.2017

Heizen mit Biokaminen

Biokamine sind nicht nur Deko-Objekte: Das brennende Feuer gibt seine Wärme an den Raum ab, wodurch die Raumtemperatur um 2-5 Grad steigen kann. Natürlich sind Biokamine zum eigentlichen Heizen nicht konzipiert; das Flammenspiel hat dafür aber das gewisse Etwas und sorgt für Gemütlichkeit und angenehme Stimmung.

Der Brennalkohol, mit dem Biokamine angezündet werden, ist äußerst kalorienreich – sprich: er enthält eine hohe Energiedichte. Je nach  Feuerstärke und Volumen der Brennkammer kann das Feuer zwischen 7-9 Std. lang brennen.

Kraftstoff für Biokamine

Ein Biokamin wird mit flüssigen (Bio-)Ethanol betrieben. Dieser Kraftstoff ist umweltfreundlich, geruchsneutral und verbrennt – im Gegensatz zu Brenngel – rückstandsfrei. Bioethanol ist sowohl in Brenndosen als auch in einer so genannten Brennbox erhältlich.  

Arten von Biokaminen

Bio-Kamine sind in verschiedenen Ausführungen verfügbar:

  • Stand-alone-Modelle: tragbare Geräte, die Sie an jedem beliebigen Ort aufstellen können, an dem die Feuerstellen von allen Seiten zugänglich ist.
  • Wandkamin: sie werden an der Wand installiert, ähnlich wie Flachbildfernseher.
  • Einbau-Modelle: der ganze Biokamin wird in der Wandnische montiert, so dass nur das Feuer hinter der Glasscheibe sichtbar ist.

Biokamine und Sicherheit

Bio-Kamine sind zuverlässige Geräte. Beim Verbrennen vom Biokraftstoff entstehen nur Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid, welches genau in den Mengen wie bei der ausgeatmeten Luft des Menschen vorkommt. Bei der Wahl von Biokaminen sollten Sie aber eine hochwertige Kaminverkleidung wählen, weil diese feuerbeständig sein muss.

Das Flammenbild lässt sich in den meisten Biokaminen mit einem speziellen Riegel regulieren. Der direkte Kontakt mit dem Feuer wird durch dicke, gehärtete Scheiben verhindert. In der Nachbarschaft von Biokaminen sollten keine brennbaren Sachen stehen.

Vorteile von Biokaminen

Der Einsatz von Biokaminen lohnt sich, weil sie

  • den Innenraum optisch verschönern – es gibt verschiedene Modelle, die sich optimal an jede Einrichtungsstil anpassen lassen
  • sich auch für den Outdoor-Bereich eignen
  • geruchsneutral sind und dadurch die Umwelt nicht gefährden
  • als Übergangsheizung im Frühherbst und Frühjahr sehr gute Dienste leisten.

Biokamine sind darüber hinaus pflegeleicht, langlebig, sicher und einfach in der Bedienung. Biokamine können Sie – ähnlich wie Elektrokamine – genehmigungsfrei installieren.

Minuspunkte von Biokaminen

Der größte Nachteil von Biokaminen ist der hohe Preis für Bioethanol – und damit das vergleichsweise teure Heizen. Wichtig ist auch, den mit dem Bioethanolkamin beheizten Raum regelmäßig zu lüften, damit Wasserdampf und CO2 nach draußen abgeleitet werden können.

Urheber der Bilder:

  • Vadim Andruschenko - Fotolia.com
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