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Küche funktional planen: Ergonomie in der geschlossenen und offenen Küche

erschienen am 12/1/2016

Funktionale Arbeitszonen in der Küche festlegen

Beim Einrichten der Küche ist die Ergonomie am wichtigsten. Unabhängig davon, wie groß der Raum ist und welches Design er haben soll, muss er ausreichende Bewegungsfreiheit gewährleisten. Teilen Sie Ihre Küche deshalb am besten in vier Zonen auf:

  • Vorratskammer (als separater Stauraum neben der Küche oder Raumteil, in dem Sie z.B. Gefriertruhe oder Vorräte verstauen)
  • Vorbereiten (mit Spüle, Geschirrspüler, Abfallbehälter)
  • Arbeitsfläche (ausreichend große Arbeitsplatte)
  • Kochen (Raum für Kochherd, Backofen, Grill und andere Küchengeräte).

Diese Küchenzonen überlappen sich natürlich in der Praxis; durch die Grund-Aufteilung werden jedoch die Wege in der Küche insgesamt kürzer und die Arbeitsabläufe flüssiger. Überdies schaffen Sie sich einen optimalen Zugriff bis in die hinteren Küchenecken.

Geschlossene Küche planen

Ein geschlossener Küchenraum hält Geräusche, Gerüche sowie die Wärme durch das Zubereiten von Speisen vom Wohnbereich fern – Sie können frei in der Küche arbeiten, ohne jemanden zu stören. Auch die Unordnung nach dem Kochen wird für niemanden sichtbar; sofern Sie Besuch haben, brauchen Sie nicht sofort aufzuräumen.

Bei der Planung eines geschlossenen Küchenraumes sollten Sie jedoch nach Möglichkeit zwei separate Kücheneingänge zum Flur und zum Speisezimmer anlegen. Auf diese Weise wird der Verkehr  innerhalb und außerhalb der Küche erleichtert, die Transportwege werden kürzer.

Offenen Küchenraum gestalten

Küchen werden immer öfter zum offenen Wohnbereich. Das hat einen großen Vorteil: Sie können die zur Verfügung stehende Fläche frei gestalten, was die Küchenform betrifft (z.B. mit einem Küchenblock). Offene Küchen erzeugen eine kommunikative Atmosphäre, welche Sie durch

  • Tresen
  • Kochinsel
  • Küchenzeile

betonen können. Achten Sie deshalb bei der Auswahl des Grundrisses darauf, dass Sie beim Arbeiten Augenkontakt zu den anderen Bewohnern haben und nicht mit dem Rücken zu ihnen stehen. Wohnküchen wirken zudem großzügig, sind repräsentativ und stehen für einen modernen Hausbau.

Beeinträchtigung durch offene Küchen vermeiden

Auf der anderen Seite bedeutet eine Wohnküche auch einige Einschränkungen: Kochen, Essen und Relaxen im gleichen Raum müssen Sie so einplanen, dass die Nutzung der einzelnen Zonen parallel möglich ist. Trennen Sie deshalb bestimmte Bereiche in der Küche wie z.B. die Ablage für schmutziges Geschirr von Anfang an ab, damit sie nicht im offenen Gesichtsfeld liegt.

Auch Gerüche aus der Küche oder der Lärm können schnell zum Problem werden. Beugen Sie Lärm- und Geruchsbelästigungenvor – schon bei der Planung, beispielsweise durch eine leistungsstarke Dunstabzugshaube oder leise Elektrogeräte. So wird aus dem offenen Wohnen ein angenehmes Miteinander statt ein störendes Gegeneinander!

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