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Feuer, Wasser und Einbruch – Gefahrenquellen fürs Haus

erschienen am 4/30/2013

Der Bau eines Hauses oder einer Eigentumswohnung stellt oft eine hohe finanzielle Belastung dar. Umso wichtiger erscheint es deshalb, bereits in der Bauphase entsprechende Vorkehrungen zu treffen, welche das Eigentum vor Einbruch, Umwelteinwirkungen und Unfällen schützt.

Elementarschäden

Der Alptraum eines jeden Bauherren ist es, sein Eigentum durch Wasser oder Feuer beschädigt vorzufinden. So können überstarker Regen, Überflutung oder ein hoher Grundwasserstand häufig zu schweren Gebäudeschäden führen. Entsprechende Reparaturen oder Sanierungsmassnahmen sind dann oft sehr kostspielig und langwierig - auch aufgrund von Schimmelgefahr. Während der Bauphase sollte man sich bereits im Vorfeld erkundigen, wie groß die Hochwassergefahr ist. Auch die Beschaffenheit des Bodens gibt Aufschluss über die Versickerungsmöglichkeiten bei übermäßigem Regenfall. Entsprechendes Datenmaterial ist entweder bei den Behörden oder durch Nachfragen bei der zukünftigen Nachbarschaft beschaffbar. Teilweise besitzen auch Versicherungen brauchbare Informationen.

Im Extremfall ist der Bau eines druckwasserdichten Kellers mit Hausdrainage anzuraten. Auch gegen regelmäßiges Hochwasser ergeben sich je nach Einzelfall weitere Vorkehrungsmaßnahmen, welche bereits kostengünstig in der Bauphase umsetzbar sind.

Neben dem Eindringen von Wasser verursacht Feuer große Schäden an Wohneigentum. Dabei kann ein Brand durch einen Blitzschlag oder durch eigenes ungewolltes Verschulden ausgelöst werden. Besonders in Regionen mit vielen Gewitterwarnungen und bei Gebäuden auf Anhöhen wird angeraten, einen Blitzableiter bereits während der Bauphase anzubringen. Damit wird der Blitz durch eine Erdungsanlage über das Haus in den Boden abgeleitet. Diese Schutzvorrichtung gitl es regelmäßig zu kontrollieren. Auch kann ein Blitz in einen nahen Baum oder hohen Strauch einschlagen. Derartige Sturmschäden können das Dach oder die Dachrinnen beschädigen und eine Feuergefahr darstellen.

Eigen- und Fremdverschulden

Doch auch eine falsche Elektrik oder defekte Elektronikgeräte können einen Brand verursachen. Hinsichtlich dieser Problematik bietet es sich an, entsprechende Sicherungen als Überspannungsschutz einzubauen. Ebenso können Rauchmelder rechtzeitig vor Schaden an Leib und Leben sowie am Hab und Gut warnen. Derartige Systeme sind mittlerweile preisgünstig am Markt zu erwerben.

Einbruch

Ein schlimmes Szenario stellt der klassische Einbruch dar. Oft ist der Verlust von Wertgegenständen nicht so schlimm, wie das Gefühl der Verwundbarkeit und der verursachte Einbruchschaden. Beispielsweise kaputte Fenster.

Dabei lassen sich bereits in der Bauphase Vorkehrungen treffen, welche das Leben eines Einbrechers erschweren. Grundsätzlich bietet es sich an, das Haus genau unter die Lupe zu nehmen und alle potenziellen Einbruchstellen zu identifizieren. So sind Kellerfenster oft von der Nachbarschaft nicht einzusehen und bieten daher ideale Einstiegsmöglichkeiten für kriminelle Elemente. Zusätzliche Schlösser und Extrariegel verstärken diese Bauteile und verhindern gewaltsames Eindringen. Teilweise wird auch angeraten, ein Gitter als weiteren Schutz anzubringen. Dabei ist anzumerken, dass auch schöne Konstruktionen den Lichteinfall nicht zu sehr vermindern.

Doch es ergeben sich auch andere Zugangsmöglichkeiten für Einbrecher. So erleichtern an Fassaden angebrachte Rankgitter, Fallrohre oder auch nur hohe gebäudenahe Bäume den Einstieg. Deshalb sollte in der Hausplanungsphase die Lage der Fenster durchdacht und ggf. entsprechende Schutzvorkehrungen bereits getroffen werden. Hinsichtlich der Elektrik wird empfohlen, einen Bewegungssensor anzubringen, der unerwünschtes Anschleichen erschwert und überdies eigenes nächtliches Schlüsselkramen verhindert.

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