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Bild Porenbeton

Bauen mit Leichtbeton: die Vorteile von Porenbetonsteinen

erschienen am 11/3/2014

Seit der Wärmeschutzverordnung und der darauf folgenden Energieeinsparverordnung (Enev) im Jahr 2002 sind Bauherren gezwungen, so energiesparend und umweltschonend wie möglich zu bauen. Dadurch hat die Anwendung von Porenbeton beim Hausbau einen wahren Boom erfahren. Kein Wunder, denn der Stein besitzt neben guten wärmedämmenden Eigenschaften noch viele andere Vorteile.

Herstellung aus rein mineralischen Bestandteilen

Trotz seines Namens hat dieser Baustoff wenig mit Beton zu tun. Hergestellt wird der Stein traditionell aus den Bestandteilen Sand, Kalk, Zement und Wasser. Porenbeton oder auch Gasbeton, wie der Stein früher genannt wurde, basiert auf rein mineralischen Stoffen. Die Herstellung ist ressourcenschonend und dadurch besonders umweltgerecht.

Massivbau mit Porenbeton ist energiesparendes Bauen. Genau deshalb erfanden ihn 1918 die Schweden: der Energieknappheit nach dem 1. Weltkrieg und den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen wollten die Erfinder damit entgegenwirken.

Beste wärmedämmende Eigenschaften

Die Enev schreibt vor, dass ein Gebäude so wenig Wärme wie möglich nach außen abgeben darf - also über eine besonders gute Dämmung verfügen muss. Porenbeton besitzt eine äußerst geringe Wärmeleitfähigkeit und bietet damit beste Voraussetzungen für eine hohe Energieeffizienz.

Ein zusätzliches Dämmsystem für Außenwände von Massivhäusern ist beim Bauen mit Porenbeton meist nicht nötig. Stattdessen erreichen Sie leicht die in der Enev geforderten U-Werte. Mehr noch: Der Wärmedurchgangskoeffizient ist bei der Verwendung bestimmter Ziegel so niedrig, dass Sie damit die geforderten Werte sogar unterschreiten.

Robuster Stein mit bester Tragfähigkeit

Obwohl Porenbeton als sogenannter Leichtbeton zu einem Großteil aus Poren und damit Luft besteht, ist er besonders widerstandsfähig. Dies resultiert aus einer gleichmäßigen Struktur des Materials, wodurch sich Lasten optimal auf der ganzen Fläche des Steins verteilen und das Mauerwerk sehr tragfähig ist. Durch das Einbringen einer Stahlbewehrung eignet sich der Stein auch für Bauteile, die Zugkräften ausgesetzt sind. Bewehrten Porenbeton können Sie so auch für Stürzen oder Dachplatten verwenden. Porenbeton ist vielseitig einsetzbar

  • tragende Außenwände
  • den nachträglichen Einbau von massiven, nichttragenden Innenwänden
  • den Bau von Kelleraußenwänden und -decken
  • die Konstruktion von Massivdächern oder Flachdächern

und viele andere Einsatzbereiche.

Effektiver Brandschutz - schlechter Schallschutz

Da Porenbeton nur mineralische Bestandteile enthält, ist er praktisch nicht brennbar. Nach DIN 4102 gehört er so zur besten Brandschutzklasse A1. Im Fall eines Brandes entstehen weder Rauch noch giftige Gase. Einen kleinen Nachteil hat der Stein trotzdem: Wände sind umso schallundurchlässiger je schwerer sie sind. Weil Porenbeton sehr leicht ist, weist er im Bereich Schallschutz leider schlechtere Werte auf als andere Baustoffe.

Selber bauen mit den leichten Porenbetonsteinen

Ein Bausatzhaus aus Porenbeton können Sie auch selbst bauen: Der Anbieter liefert in diesem Fall das benötigte Material an. Den Stein können Sie aufgrund seines geringen Gewichts leicht verarbeiten und wegen seiner groben Oberfläche einfach verputzen. Da Porenbeton kaum Feuchtigkeit aufnimmt, trocknet der Bau zudem rasch.

 

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