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Warmwasser-Fußbodenheizung: Eigenschaften und Funktion

erschienen am 08.01.2018

Vorteile einer Fußbodenheizung als Warmwasser-Variante

Eine Warmwasser-Fußbodenheizung wird mit Niedertemperatur betrieben, wodurch sie sich auch mit anderen Heizsystemen wie Solarthermie und Brennwerttechnik wunderbar kombinieren lässt. Dazu kommt, dass die Qualität der Luft – wie auch bei einer Wandheizung - viel besser ist als beim Heizen mit herkömmlichen Heizkörpern. Das ist ein großer Pluspunkt in Haushalten, in denen Asthmatiker leben. Durch sehr geringe Vorlauftemperaturen sind diese Heizungen energiesparend, was zur Reduzierung der Heizkosten führt. Die Warmwasser-Fußbodenheizung eignet sich darüber hinaus nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen, wenn Sie statt warmes kälteres Wasser verwenden.

Die Warmwasser-Fußbodenheizung und ihre Nachteile

Die Warmwasser-Fußbodenheizung hat auch ihre Schattenseiten. Die Temperaturanpassung erfolgt eher langsam, so dass sie nicht in Räumen, die schnell und selten aufgeheizt werden sollten, empfehlenswert ist. Ebenso ist der Einbau dieser Art der Heizung mit höheren Montage- und Wartungskosten verbunden. Jegliche Veränderungen dieses Heizsystems lassen sich im Nachhinein eher schwierig in die Tat umsetzen.

So funktioniert eine Warmwasser-Fußbodenheizung

Die Warmwasser-Fußbodenheizung ist eine Niedertemperatur-Flächenheizung, d.h., das Wasser in den Rohren erreicht eine maximale Temperatur von 40 Grad. Auf diese Weise spürt man eine Oberflächentemperatur von ca. 22 Grad, was bei Frost für behagliche Wärme sorgt. Das Herzstück einer Warmwasser-Fußbodenheizung besteht aus:

  • Heizkreisverteiler mit Vor- und Rücklauf
  • Wärmetemperaturfühler
  • Temperaturregler
  • Motorstellventile

Dank dem Heizkreisverteiler zirkuliert das Warmwasser in der Fußbodenheizung, während der Wärmetemperaturfühler die richtige Temperatur einstellt. Das alles ermöglicht eine gleichmäßige Raumerwärmung, so dass die Wärme länger als bei anderen Heizungssystemen gespeichert wird. Mit Hilfe eines Temperaturreglers wird die Vorlauftemperatur des Wassers kontinuierlich kontrolliert, wodurch er sie dem Wetter anpassen kann. Das ist der Hauptgrund, warum die Warmwasser-Fußbodenheizung energiebewusst arbeitet.

Verlege-Techniken von Fußbodenheizung als Warmwasser-System

Warmwasser-Fußbodenheizungen werden im Gegensatz zur elektrischen Fußbodenheizung entweder als Nasssystem (im Estrich) oder als Trockensystem (unter dem Estrich) verlegt. In beiden Fällen ist die Installation von außen her unsichtbar.

<h3> Nasssysteme

Als Nasssystem bezeichnet man eine Verlege-Technik, bei der das Verbundrohr oberhalb der Dämmschicht direkt in den flüssigen Estrich kommt und auf sogenannte Verlegeplatten eingespannt wird. Der Estrich verfügt dabei über metallhaltige Zusatzpartikel, was die Wärmeleitung erhöht und eine gleichmäßige Wärmeverteilung ermöglicht. Auf dem Markt stehen Ihnen folgende Nasssysteme zur Wahl:

  • Klettsysteme
  • Klemmschienensysteme
  • Trägerelementsysteme
  • Tackersysteme
  • Noppenplattensysteme

Trockensysteme

Eine andere Variante bieten Trockensysteme an. Die Heizungsrohre werden unterhalb des Bodenbalgs in Schaumplatten verlegt und anschließend mit Trockenplatten kaschiert. Auf diese Weise erreichen Sie eine geringe Aufbauhöhe und können diese Art der Fußbodenheizung auch zum Nachrüsten z.B. im Altbau nutzen.

Bodenbelag für Fußbodenheizung wählen

Im Prinzip gibt es keine großen Einschränkungen, wenn es um die Wahl des geeigneten Bodenbelags für die Fußbodenheizung geht. Sie finden aber Bodenbeläge, die bessere Wärmeleitfähigkeit als andere haben, wodurch sie sich optimal für eine Fußbodenheizung eignen. Die besten Ergebnisse erzielen Sie beispielsweise mit:

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