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Bild Spanndecke

Kaschieren und verzieren mit Spanndecken

erschienen am 11/3/2015

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der Spanndecke um eine von Wand zu Wand gespannte Decke – und zwar erstreckt sie sich unter der eigentlichen Decke aus Holz oder Beton. Eine neue Decke unter einer bereits bestehenden einzuziehen, kann unterschiedliche Gründe haben. Sie können dadurch

  • Leitungen, Rohre oder Risse und Wasserschäden kaschieren
  • eine besondere Raumdecken-Optik erzeugen
  • die Akustik des Raums verbessern
  • die Decke optisch vergrößern.

Dabei sind Spanndecken extrem anpassungsfähig. Sie sind für schiefe Wände, Rundungen, aber auch Schrägen geeignet.

Stoff oder PVC

Sie haben die Möglichkeit, eine Spanndecke entweder aus Tuch oder mit Folie zu gestalten.

Tuchspanndecken bzw. Gewebedecken

Tuchspanndecken oder auch Gewebedecken bestehen aus hochwertigen Tüchern. Die Polyesterfasern sind in aller Regel beschichtet, um sie schwer entflammbar zu machen. Besonders gut geeignet sind Gewebedecken zur Verkleidung alter Holzdecken. Tuchspanndecken sind außerdem recyclebar.

Glanz- bzw. Lackspanndecken

Glanzspanndecken bzw. Lackspanndecken bestehen aus einer speziellen Polymer-Folie, die ebenfalls zu 100% recyclebar ist. Das Besondere daran: Die Folie ist wasserdicht, extrem reißfest und hat eine sehr lange Lebensdauer. Lackspanndecken überzeugen vor allem durch ihre Hochglanzoptik. Sie eignen sich sehr gut für moderne Räumlichkeiten.

Die Vorteile einer Spanndecke

Da bei der Montage von Spanndecken keine Entfernung der alten Decke nötig ist, läuft diese relativ unkompliziert und sauber ab. Auch die Spanndecke selbst lässt dich gut reinigen – die Modelle aus PVC sind antistatisch, wodurch sie staubfrei bleiben. Besonders gut eignen sich diese Decken daher auch für die Küche, da Sie Fettspritzer und ähnliche Verschmutzungen einfach abwischen können. Zudem wirkt eine Spanndecke beinahe wie eine Membran (deshalb auch: Akustikdecken) – sie isoliert dadurch sehr gut gegen Schall, verbessert dadurch die Akustik und dient dem Lärmschutz, wirkt aber auch thermisch isolierend. Da sie leicht anbringbar und entfernbar ist, können Sie eine Raumgestaltung dadurch schnell verändern.

Außergewöhnliche Raumgestaltung

Der Grund, wieso diese Art von Decke oft an Veranstaltungsorten und vielbelebten Orten wie Restaurants, Museen oder Konzerthallen zum Einsatz kommen, sind die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten. Die Decken sind

  • mit fast jedem Muster
  • in den unterschiedlichsten Formen
  • mit vielen verschiedenen Oberflächenstrukturen

erhältlich.

Aber auch in privaten Objekten erfreut sich exklusive Raumgestaltung mit Spanndecken mehr und mehr Beliebtheit. Vor allem Lichtdecken sind absolute Eyecatcher. Die Beleuchtungseffekte erzielen die Hersteller vor allem durch Einbaustrahler oder LED, die in die Lichtdecke integriert sind – und verschiedene Farbeffekte oder eine indirekte Beleuchtung möglich machen. Auch Lichtdecken sind unterschiedlich bedruckt erhältlich.

Unkomplizierte Montage

Das Anbringen einer Spanndecke ist immer Maßarbeit. Der erste Schritt ist ein penibles Ausmessen der zu bespannenden Räumlichkeiten. Dabei kommt es vor allem auf die Bestimmung von Faktoren wie

  • Diagonalmaße
  • Eckenzahl
  • Einzelwandlängen
  • Beleuchtungsplanung

an. Wichtig ist außerdem die Beschaffenheit der Flächen, an denen Sie die Spanndecke letztlich befestigen. Eine geflieste Wand wird anders vorbereitet als eine verputzte Fläche. Anschließend zeichnet die beauftragte Firma die Spanndecke mithilfe von Computersoftware und gibt sie beim jeweiligen Hersteller in Auftrag. Die fertigen Spanndecken sind immer um einen Bruchteil kleiner als der Raum, in dem sie gespannt werden sollen. Nur so ist ein tatsächlich festes Spannen möglich – eine Spanndecke verkleinert sich nämlich nicht, wie oft fälschlich angenommen, durch Erwärmung.

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