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bild bauen in der luecke

Bauen in der Lücke – auch problematische Grundstücke lassen sich bebauen

erschienen am 30.03.2016

 Bauen zwischen vorhandenen Häusern – Vorteile

Der erste und gleichzeitig der wichtigste Grund, in einer Baulücke zu bauen, sind Grundstückskosten: solche Grundstücke sind in der Regel kostengünstig zu bekommen. Hinzu kommt, dass schmale und kleine Parzellen sehr attraktiv gelegen sein können wie z.B. in gewachsenen Wohngebieten, wo kurze Wege, gute Infrastruktur, jede Menge Freizeitangebote zum Lückenbau überzeugen. Eine zentrumsnahe Immobilie zu besitzen, bedeutet eines Wertsteigerung für den Hausverkauf. Solche Häuser sind dann leichter an den Mann oder die Frau zu bringen als ein Haus auf einem kleinen Dorf.

Besuch beim Bauamt ist der erste Schritt

Für Baulücken gibt es sehr oft keinen Bebauungsplan und das bedeutet, dass ein Haus in die bestehende Bebauung stimmig eingefügt werden muss. Hier muss man gemäß den Vorgaben des Paragraphen 34 des Baugesetzbuches handeln. Ebenso ist der Besuch bei der Baubehörde unerlässlich, weil solche Grundstücke ihre Tücken haben können. Hier wäre beispielsweise wichtig zu wissen,

  • wie unterirdische Kabel verlaufen
  • ob es uralte Wegerechte gibt
  • ob Anforderungen in Bezug auf die Fassadenoptik, Anzahl der Geschosse oder Dachform einzuhalten sind

Alle diesen Informationen helfen Ihnen, diese „städtebaulichen Defizite“ besser zu planen und anzupassen.

Offener Grundriss Gold wert

Gebäudeentwürfe, welche sich besonderen Voraussetzungen wie die Baulücke anpassen, können interessante Lösung sein. Man sollte aber in den meisten Fällen auf kleine, unkomplizierte Häuser ohne Erker oder Türmchen setzen. Vom kompakten Baukörper profitieren sogar Häuser in Hanglagen, sodass zum Hang hin noch ein Wohnraum geschaffen werden kann. Die Bebauung muss sich zwangsläufig am Baubestand orientieren und es im neuen Gebäude stilistisch aufgreifen.

In einem Haus in der Lücke zählt jeder Zentimeter. Aus diesem Grund wäre es sinnvoll, keine großen Verkehrsflächen zu planen: für eine 4-köpfige Familie reichen im Schnitt 100 – 120 qm. Eine offene Bauweise mit weniger, aber stattdessen großzügigen Räumen vergrößert optisch das Haus und macht es gemütlicher. Die fehlende Wohnfläche lässt sich mit zusätzlichen Stockwerken kompensieren. Bei besonders hoch gestapelten Häusern muss man auf ausreichende Belichtung in Form von Dachfenstern und verglasten Flächen achten.

Keller sinnvoll

Wenn die Bodenverhältnisse gut sind, lohnt es sich besonders bei flächenmäßig kleinen Häusern, einen Keller zu bauen. Andernfalls wird es schwierig, für Heizung, Waschmaschine oder Getränkevorrat einen separaten Platz zu finden.

Mit Architekten-Hilfe zum Erfolg

Schmal geschnittene Grundstücke mit ungewöhnlichen Formen sind eine typische Herausforderung, welche Sie meistens nur mit erfahrenen Architekten meistern können. Die schwierigen baulichen Gegebenheiten machen Fachleute erfinderisch, sodass sie eigene Lösungen entwickeln können. Es gibt dabei kleinen einzigen besten Weg: jede Lückenfüllung leistet den räumlichen Input in der konkreten urbanen Situation.

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