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Fertig- oder individuell gebaute Garage

erschienen am 3/28/2013

In einer Garage steht das Auto sicher und ist vor der Witterung geschützt. Daher entscheiden sich viele Hausbesitzer für die Errichtung eines Nebengebäudes für das Abstellen des Fahrzeugs auf ihrem Grundstück. Bei der Planung des Bauwerks stellt sich oftmals die Frage, ob eine Fertiggarage oder der individuelle Neubau sinnvoller ist. Die Entscheidung für eine der beiden Lösungen sollte nicht nur auf Grundlage der Kosten getroffen werden. Darüber hinaus sind weitere Kriterien einzubeziehen, die sich aus den Besonderheiten beider Bauweisen ergeben.

Kosten- und Zeitersparnis durch die Fertiggarage

Die meisten Garagen werden heute in Fertigbauweise errichtet. Bei dieser Option hat der Bauherr eine größere Planungssicherheit, da er die Errichtung einem erfahrenen Anbieter überlässt. Dieser kalkuliert die Kosten und übernimmt alle Schritte bis zur Fertigstellung. Aufgrund der Professionalität der Anbieter wird sichergestellt, dass die Kosten eingehalten werden können und im Ergebnis eine fertige Garage zur Nutzung bereitsteht. Dadurch kann der Fertigbau sowohl Zeit als auch Kosten gegenüber der individuell errichteten Garage einsparen. Auch wenn die Garage aus Fertigteilen weniger Spielraum für eigene Vorstellungen bietet, gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an verschiedensten Ausführungen. Fertiggaragen lassen sich sowohl aus Beton als auch aus Holz, Stahl und Stahlbeton herstellen. Eine Betonfertiggarage ist ein stabiles und langlebiges Bauwerk. Die Fertiggarage aus Beton wird im Werk angefertigt, sodass sie nach dem Transport zum Grundstück des Käufers direkt aufgestellt werden kann. Beim Garagenbau mit Holz verfolgt der Bauherr meist einen ökologischen Zweck. Zudem zeichnet sich der Bau durch seine natürliche Optik aus. Stahl ist als Baumaterial leicht in der Handhabung und ermöglicht vielseitige Designs. Neben der ästhetischen Gestaltung kann außerdem die Größe des Gebäudes ausgewählt werden. Dafür steht eine Reihe an Grundflächen mit unterschiedlicher Breite und Länge zur Auswahl. Als Nachteil der fertigen Garage galt lange Zeit die fehlende Flexibilität. Häufig wünschen sich die Käufer, dass die Garage optisch zum Haus passt und daher individuell gestaltet werden kann. Dieser Vorstellung kann durch das vielfältige Angebot mittlerweile besser entsprochen werden. Zudem kann eine Betonfertiggarage verputzt und damit an die Fassade des Hauses angepasst werden. Beim Garagenbau sind jedoch nicht in jedem Fall die Erdarbeiten und die Gründung, d. h. die Erstellung des Fundaments, im Vertrag enthalten. Für diese Baumaßnahmen können zusätzliche Kosten entstehen.

Eine Garage selbst bauen und individuell gestalten

Ein massiv errichteter Garagenbau gilt als beständig und erlaubt dem Bauherrn, persönliche Bedürfnisse in die Planung einfließen zu lassen. Vor allem die Architektur kann bei einer individuell gebauten Garage freier gestaltet werden als bei einer Betonfertiggarage. Doch auch bei diesem Bauwerk sind durch die örtlichen Bauvorschriften gewisse Grenzen gesetzt. Während bei einer Fertiggarage die Kosten vom Anbieter meist als Gesamtpreis angegeben werden, müssen bei einem individuell errichteten Gebäude alle Kostenpositionen einzeln kalkuliert werden. Neben dem Fundament und dem Rohbau fallen weitere Ausgaben für den Putz, das Dach und die Ausstattung an. Die Höhe der Kosten richtet sich daher nicht nur nach den verwendeten Materialen, sondern auch danach, welches Tor eingebaut werden soll und wie das Garagendach zu gestalten ist. Der Bauherr kann die Garage nach seinen eigenen Vorstellungen planen und muss daher weniger Kompromisse eingehen. Wenn an der Planung ein Architekt beteiligt ist und eine Statik angefertigt wird, sind hierfür weitere Kosten einzukalkulieren. Die Bodenbeschaffenheit und die damit verbundenen Anforderungen an das Bauwerk können vom Laien nur schwer eingeschätzt werden. Um Baumängel zu vermeiden, empfiehlt sich daher die Inanspruchnahme von Statikerleistungen. Die Errichtung des Gebäudes nach Abschluss der Planungen kann der Bauherr selbst durchführen. Wer über handwerkliches Geschick verfügt und den Aufwand nicht scheut, kann die Garage selbst errichten und dadurch die Kosten reduzieren. Wenn die Garage zusätzlich als Werkraum genutzt werden soll, wird beim Garagenbau eine Wärmedämmung eingebracht. Bei der Festlegung der Größe lohnt es sich, etwas mehr Raum für das Unterstellen von Geräten und Fahrrädern einzuplanen.

Fertiggarage und individueller Bau im direkten Vergleich

Sowohl die Betonfertiggarage als auch das massive Bauwerk aus Mauersteinen haben ihre spezifischen Vorteile. Eine Fertiggarage ist meist weniger aufwendig in der Planung und Errichtung. Die Kosten hängen wesentlich davon ab, welche Ausstattung das Gebäude haben soll und welche Materialien verwendet werden. Daher muss eine individuell errichtete Garage in einfacher Bauweise nicht zwingend teurer sein als der Fertigbau. Zudem ermöglicht der individuelle Bau mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung. Fertiggaragen werden heute in großer Vielfalt angeboten, sodass sich auch bei dieser Option mehrere Möglichkeiten zur Gestaltung ergeben.

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