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Mehr Bauherren interessieren sich für E-Smog-Vermeidung

erschienen am 9/20/2013

Die Strahlung elektronischer Geräte kann den Gesundheitszustand einiger Personen spürbar beeinflussen. Die Bauherren wünschen sich Eigenheime, in denen möglichst wenig Strahlung entsteht. Doch bislang gibt es nur wenige Elektriker, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Mit dem Kauf oder der Errichtung eines Eigenheims treffen Privatpersonen die größte finanzielle Entscheidung ihres Lebens. Daher ist es umso wichtiger, das Vorhaben gut vorzubereiten. Gerade für Bauherren ist es daher vollkommen normal, tief in die Materie einzutauchen und sich intensiv mit der Planung des Gebäudes zu beschäftigen.

Hierbei wird mittlerweile sehr häufig auf das Internet zurückgegriffen. Fachseiten, Portale und Foren helfen den angehenden Bauherren dabei, ihre Vorhaben ideal vorzubereiten. Zudem kommen sie auf diesem Weg mit einer Vielzahl an Fachthemen in Berührung, mit denen sie sich noch nie zuvor beschäftigt haben. Hierzu zählt auch die Verordnung über elektromagnetische Felder, die Bestandteil des 26. Bundes-Emissionsschutzgesetzes ist.

Was unter E-Smog zu verstehen ist

Elektro-Smog, auch E-Smog genannt, genießt in einigen Personenkreisen einen äußerst schlechten Ruf. Er steht für elektromagnetische Strahlungen, die von Elektroinstallationen ausgehen und bei bestimmten Personen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können.

Die Auswirkungen können sehr verschieden sein. Betroffene Personen klagen meist über Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen oder generelles Unwohlsein. Das Spektrum der Symptome ist äußerst breit gefächert. Ursache soll die Strahlenbelastung sein: Der menschliche Körper ist innerhalb eines gewissen Rahmens leitfähig, so dass die Strahlung auf ihn einwirken kann. Einige Personen sind so sehr betroffen, dass sie elektronische Geräte möglichst vollständig meiden. Besonders Mobiltelefone stehen in der Kritik. Einige „Elektrosensible“ ziehen sogar bewusst auf das Land und verzichten dort auf moderne Technik, um ihre Körper zu schonen.

Das Zuhause vor Strahlung schützen

Doch wie können Bauherren strahlungsarm planen? Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen ist das Absperren: Mithilfe spezieller Wandfarben oder Tapeten ist es beispielsweise möglich, das Strahlenaufkommen deutlich zu reduzieren. Einige Bauherren gehen noch weiter: Sie arbeiten in ihren Außenputz spezielle Gitter ein, die über eine Erdung verfügen, um Strahlen von außen (Wellen aus Mobilfunknetzen, Radiowellen etc.) möglichst vollständig zu blocken.

Die Praxis zeigt, dass Maßnahmen dieser Art sehr gut funktionieren. Die Strahlen können das Hausinnere nicht mehr belasten. Handystrahlen werden so gut abgefangen, dass im Gebäude kein Empfang mehr besteht.

Weil Strahlen auch im Innern des Gebäudes entstehen können, müssen Bauherren auch an die Elektroinstallationen denken. Zu den größten Strahlenquellen in privaten Haushalten zählen WLAN-Netze und DECT- bzw. Funktelefone. Auf diese müssen sie im Zweifelsfall verzichten. Es ist allerdings möglich, auf kabelgebundene Geräte zurückzugreifen.

Die Elektroinstallationen des Gebäudes sind eine weitere Strahlenquelle. Eine spezielle Anordnung der Stromkreise (im Wesentlichen für Steckdose und Lichtschalter) trägt beispielsweise dazu bei, die Intensität der Strahlung deutlich zu senken. Zumal es mittlerweile sogar intelligente Schaltkästen und Steuerungssysteme gibt, die Stromleitungen nur dann aktivieren, wenn elektrische Verbraucher angeschlossen oder eingeschaltet werden.

Nicht jeder Elektrobetrieb kann weiterhelfen

Allerdings entwickelt nicht jeder Elektroinstallateur entsprechende Systeme. Es gibt dementsprechend nur wenig Haushalte, die mit strahlungsarmen Steuerungssystemen ausgestattet sind. Das liegt daran, dass einige Experten das Thema noch nicht ernst nehmen. Sie glauben nicht an die schädliche Wirkung der Strahlen und bieten daher auch keine Systeme an, mit deren Hilfe sich die Strahlenintensität verringern lässt. Interessenten sollten sich daher gut umsehen. Im Regelfall müssen sie eine ganze Liste lokaler Fachbetriebe abtelefonieren, bis letztlich ein Experte gefunden ist, der nicht nur entsprechende Systeme liefert, sondern auch fachgerecht in die Hauselektrik integriert.

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