Neues aus der Welt des Bauens und Wohnens
Klinker Fassaden

Wärmeschutz durch Klinker

erschienen am 12/6/2011

Die Fassade eines Gebäudes ist sozusagen eine Visitenkarte. Kein Wunder also, dass auf die äußere Hülle besonderer Wert gelegt wird. Zum Glück gibt es eine unendliche Vielfalt an Klinkerstein aller Couleur, die Spielraum für nahezu alle Gestaltungswünsche bietet. Doch nicht nur das Auge sollte dabei eine Rolle spielen. Vor allem auch praktische Überlegungen wie eine optimale Wärmedämmung sollten dazu gehören.Und natürlich soll die neue Hülle auch pflegeleicht und wartungsarm sein.

Das erspart viel Aufwand, Zeit und Geld bei der Fassadenpflege. Wer also Schönheit und Zweckmäßigkeit paaren will, kann zum Beispiel Systemklinker einsetzen. Die sind eine Kombination aus einem Vollwärmeschutzsystem mit Tonklinker-Riemchen, die ihre natürliche Ausstrahlung über Jahrzehnte bewahren können. Der Vorteil dabei, solche Systeme überbieten die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) und haben darüber hinaus auch die Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt). Solche Klinker-Riemchen sind in PUR-Platten- und Eckelemente eingeschäumt und fest verbunden. Die Elemente werden direkt an der bestehenden Hauswand befestigt.

Rundum laufende Ausschäum-Nuten werden nach dem Anbau ausgeschäumt. Sie verhindern die Entstehung von Wärmebrücken. Nach dem Verschließen der Fugen mit dem üblichen  im Handel erhältlichen Fugenmörtel sitzt die Klinkerfassade wie eine zweite Haut auf dem Haus, der weder Kälte noch Regen etwas anhaben kann. Trotzdem ist der Wandaufbau atmungsaktiv, Feuchtigkeit und Dampf können problemlos aus dem Grundmauerwerk entweichen. In der kalten Jahreszeit wird die Wärmeströmung von innen nach außen und im Sommer von außen nach innen deutlich verzögert. Durch die Kombination aus echten hartgebrannten Ton-Klinkerriemchen und Polyurethan-Hartschaumdämmung steht das Systemklinkerprodukt für optimales bauphysikalisches Prinzip der Außendämmung.

Der Systemklinker regelt in diesem Zusammenhang das Innenraumlima in optimaler Weise und er zeugt eine physiologisch positiv empfundene Wohnatmosphäre. Die Baukonstruktionen werden vor klimabedingten Feuchteinwirkungen und deren Folgeschäden geschützt. Diese Eigenschaften werden nicht nur im Rahmen umfangreicher Qualitätsprüfungen durch Prüfämter bestätigt, sondern auch mit dem Erhalt des Zertifikates "wohnmedizinisch empfohlen" vom Ausschuss für Wohnmedizin und Bauhygiene unter Beweis gestellt. Hinsichtlich der Wahl des Aussehens der Klinker ist die Gestaltungsfreiheit sehr groß. Sie reicht von Weißtönen über mediterran geprägte gelblich-braune Töne bis hin zu klassisch geflammter oder antiker Ziegeloptik. Sehr ein- oder ausdrucksvoll sind auch Handform-Klinker mit Kohlebrandstrukturen. Polyurethan-Hartschaum, das sollte man in diesem Zusammenhang wissen, ist ein Hochleistungsdämmstoff, der alle erforderlichen, technischen und bauphysikalischen  Eigenschaften erfüllt. Ein Zentimeter davon hat das gleiche Wärmedämmvermögen wie eine über einen Meter dicke Betonwand. Mit dem Systemklinker kann man natürlich durch Eigenleistung am Bau sparen und damit das Motto "Selbst ist der Mann" eindrucksvoll in die Tat umsetzen.

Das Prinzip ist ganz einfach:  Nach dem Befestigen der Aluminium-Abschlussschiene und dem Ausrichten der Hausecke wird diese mit vier bis sechs Systemklinker-Rahmendübeln befestigt.  Die Befestigung der Platten erfolgt mit etwa acht Schrauben und Durchsteckdübeln, in den dafür vorgesehenen eingeformten Befestigungshülsen, die eine konstante Verankerung der Elemente ohne Druckbelastung der Wärmedämmung ermöglichen. Aufgrund der Stabilität des Gesamtsystems ist eine Verschraubung auch an jeder beliebigen anderen Stelle im Fugennetz möglich.Um den Verbund zu erhalten werden an den Anschluss-Stellen der einzelnen Elemente die ausgesparten Riemchen eingeklebt. Die vorgearbeitete Ausschäumkammer trägt an den Längs- und Stirnseiten, durch gleichmäßiges verteilen des PUR-Systemschaumes an allen Anschluss stellen, Übergängen und Unebenheiten, zu einer thermisch spannungsfreien und homogenen Deckfläche bei. Auch optisch perfekt wird das Ganze durch abschließendes handwerkliches Verfugen mit Fugenmörtel.

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