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Wand- und Fußbodenbelag im Kinderzimmer

Fußboden- und Wandbelag im Kinderzimmer richtig auswählen

erschienen am 4/25/2012

Wenn Nachwuchs ins Haus steht, dann bedeutet das auch viel Vorbereitung auf das große Ereignis. Besonders beim ersten Kind stehen viele Besorgungen an, wie Kinderwagen, Wiege, Wickelkommode, aber auch triviale Dinge, wie Kleidung, Windeln oder Milchflaschen. Wenn es die Wohnfläche ermöglicht, kommt dabei noch die Präparierung und Gestaltung des Kinderzimmers dazu. Doch auf was sollte man achten?

Welche Fehler sollte man im Vorfeld vermeiden?

Wenn man von dem Idealfall absieht, dass ein Kinderzimmer bereits zur Verfügung steht, so ist es gelegentlich der Fall, dass ein bisheriger anderer Raum, wie ein Arbeitszimmer nachträglich umfunktioniert wird. Wenn dann die bisherigen Möbel entfernt wurden, dann wird einem schnell der Renovierungsbedarf ersichtlich. 

Dezente Wandfarben sorgen für Wohlbefinden

Als Erstes denkt man dabei an Streichen. Ein Kinderzimmer sollte Wärme und Behaglichkeit ausstrahlen. Dafür bietet es sich an, neben dem klassischen Weiss heutzutage durchaus auf moderne Farben wie Orange oder Gelb zurückzugreifen. Bei Neugeborenen sollte man dabei auf zu knallige Farben verzichten, da diese besonders in den ersten Monaten dadurch irritiert werden könnten. Besonders der Farbe rot wird nachgesagt, dass diese von Babys als Erstes wahrgenommen werden. Ein knalliges rotes Zimmer erscheint dann vielleicht wie ein Farbschock und ist einer beruhigenden Atmosphäre eher hinderlich. Egal für welche Farbe man sich schlussendlich entscheidet, viel wichtiger ist, dass man besonders bei Kinderzimmern darauf achtet, dass diese keine gesundheitsgefährdenden Stoffe enthalten. Das langfristige Ausdünsten von Lösungsmitteln könnte besonders bei so schutzbedürftigen Wesen wie den Kindern mit noch anfälligem Immunsystem zu Problemen führen. Bei der Wandfarbauswahl sollte man somit die Zusammensetzung beachten.

Der Fußbodenbelag wird stark beansprucht

Ein weiterer Aspekt ist der Fußbodenbelag. Dabei sollte man den Faktoren schadstofffrei, Lärmschutz, Belastbarkeit und Härte besonderes Augenmerk schenken. Der Faktor Lärmschutz kommt besonders dann zum Tragen, wenn die Kinder zum Spielen und auch zum Toben anfangen. Keiner schätzt langes ständiges Trampeln, weder man selber noch die Nachbarn. Beispielsweise eine Schallschutzmatte unter dem Fußbodenbelag bietet sich dabei u.a. bei Fußböden ohne Fußbodenheizung an. Ähnliches Augenmerk sollte man dem Faktor Belastbarkeit widmen. Man denke dabei einfach nur an den Fall umstürzender Bauklötze oder das Spielzeugauto, das herabfällt. Nichts ärgert einen da mehr, als tiefe Kratzer und Dellen im teuren mühsam verlegten Fußboden. Besonders bei Kindern muss man mit einem hohen Beanspruchungsgrad rechnen. Überdies sollte auch der Härtegrad eine Rolle spielen bei der Auswahl. Babys, welche Laufen lernen und auch Kleinkinder fallen oft hin. Zwar gehören Schürf- und Platzwunden zum Großwerden dazu, doch man sollte diese dennoch abzufedern versuchen.

Weiche Fußbodenbeläge, sowie einige Laminatarten oder Korkböden bieten einen gewissen abmildernden Effekt und helfen vielleicht größere Verletzungen zu vermeiden. Schließlich sollte man noch auf das Kriterium schadstofffrei achten. Ein lang ausdünstender Fußboden erscheint grundsätzlich ungeeignet. Das schließt Lösungsmittel in Fußbodenkleber oder Harze mit ein. Auch Fußböden, welche regelmäßig geölt werden sollten, scheiden eher aus dem Kinderzimmer aus. Beim Fußbodenbelag sollte man somit eine kindgerechte weitsichtige Auswahl treffen. 

Schlussendlich sind noch die allgemeinen Kindersicherungsmaßnahmen zu beachten, hinsichtlich Steckdosen, Unzugänglichkeit von gefährlichen Stoffen oder kantenfreie stabile Kindermöbel. Wenn all diese Punkte beachten werden, dann steht dem Familienzuwachs aus baulicher Sicht nichts mehr entgegen.

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