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Deckenheizung als gute Alternative zu Fußbodenheizung

erschienen am 03.09.2018

Keine Heizkörper für mehr Wohnkomfort und ungestörte Raumoptik

Einer der Hauptvorteile der Deckenheizung besteht darin, dass sich wie bei einer Fußboden- und Wandheizung keine sichtbaren Heizelemente im Raum befinden. Die Rolle der Heizfläche wird von der Decke übernommen – und bei der Planung der Heizungsinstallation gibt es meist keine größeren Einschränkungen. Problematisch könnten nur hängende Lampen und Kronleuchter sein, aber auch das lässt sich mit passenden bautechnischen Maßnahmen lösen.

Wie funktioniert die Deckenheizung?

Das Deckenheizungssystem kann auf zwei Weisen betrieben werden: Die erste Methode nutzt Heizfolien, die verborgen unter der Deckenfläche installiert werden und für eine optimale Wärmeverteilung im ganzen Raum sorgen. In dem Falle ist ein elektronisches Thermostat für die Steuerung der Raumtemperatur zuständig. Mit einer Deckenheizung erreichen Sie exakt die gleiche Wärmeempfindung wie bei einer traditionellen Konvektionsheizung, aber mit niedrigerer Lufttemperatur. Dank der Temperaturreduzierung um 1 °C sparen Sie an Ihren Heizkosten um bis zu 6 % - ganz schön viel!

Eine Deckenheizung lässt sich ebenfalls mit Warmwasser betreiben – und das sowohl im Nassverfahren als auch in der Trockenbauweise. Bei der nassen Methode werden Heizrohre an der Decke installiert und entsprechend verputzt. Dabei können Sie sich für vorgefertigte Heizmatten entscheiden, bei denen die Rohre schlaufenförmig in ein Trägermaterial integriert sind, oder die Rohre völlig frei verlegen lassen. Bei der trockenen Bauweise haben Sie die Wahl zwischen

  • Deckenstrahlplatten mit eingebauten Rohren und einer anschließenden Deckenoberfläche
  • Deckenstrahlprofilen aus Metall, an deren Oberseite die Heiz- und Kühlrohre angebracht sind. Sie werden mit einem geeigneten Deckenabschluss beplankt.

Konvektionsheizung vs. Strahlungswärme

Das Deckenheizsystem ist wegen seiner Platzierung keine Konvektionsheizun:. Es basiert auf dem Phänomen der Strahlungswärme: Das Niedrigtemperaturheizsystem erhitzt die Deckenoberfläche auf eine Temperatur von 30-35 °C. Aufgrund der dünnen Putzdecke ist der Wärmeübertragungsprozess in den Raum sehr effektiv.

Deckenheizung im Sommer zum Kühlen nutzen – das geht!

Wie andere Flächenheizungsarten auch lässt sich die Deckenheizung in den warmen Sommermonaten zur Raumkühlung verwenden. Dafür brauchen Sie lediglich kühleres Wasser in die Rohrleitungen einzulassen. Dabei sollte die Wassertemperatur nicht unter 18 °C liegen, weil zu viel Luftfeuchtigkeit als Wasserdampf an der Decke kondensiert – was wiederum die Bausubstanz beschädigen kann.

Ist eine Deckenheizung nun sinnvoll oder nicht?

Diese Frage sollte sich jeder Bauherr selber beantworten. Wir haben für Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile dieses Systems zusammengestellt:

1. Vorteile:

  • unsichtbar – keine Heizelemente im Raum
  • große Heizfläche verfügbar
  • Niedrigtemperatursystem, das sich mit modernen, ökologischen Energiequellen wie z.B. einer Wärmepumpe kombinieren lässt
  • keine Staubaufwirbelung – wichtig vor allem für Allergiker

2. Nachteile:

  • Wegfall von natürlicher Luftzirkulation im Raum, weil die Fläche unter der Decke erhitzt wird
  • Einströmung der Wärme von oben kann zu thermischem Unbehagen führen.

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