Neues aus der Welt des Bauens und Wohnens

Bauen in der Stadt oder auf dem Land?

erschienen am 4/5/2013

Hinsichtlich des Baugrundstückes hat das Landleben klare Vorteile. In der Regel sind diese um ein Vielfaches günstiger zu erwerben. Auch ist oft die Auswahl um einiges umfangreicher, da der Bedarf und somit die Nachfrage üblicherweise geringer sind. In einigen Gemeinden auf dem Lande werden sogar spezielle Angebote unterbreitet, welche den Zuzug begünstigen sollen. So bieten einige Orte für Familien günstige Kredite bis zu einer gewissen Einkommenshöhe an, welche teilweise sogar in einem zinslosen Darlehen münden. Andere Gemeinen übernehmen Anschlussgebühren oder fördern durch andere Programme besonders junge Familien mit Kindern. Für angehende Bauherren ist somit hinsichtlich der finanziellen Belastung der Vorteil eindeutig beim Landleben gegeben.

Weniger Kriminaltiät auf dem Land

Ebenfalls für das Bauen auf dem Lande spricht die geringere Kriminalität. In Orten oder Kleinstädten, wo jeder jeden kennt, existiert oft keine Drogenszene und auch die Kleinkriminalität wie Diebstahl oder Einbruch ist geringer. Besonders Bauherren, welche sich während der Bauphase Sorgen um ihre Kupferleitungen oder ihre Sanitärgegenstände machen, können diesem Aspekt Beachtung schenken. 

Bessere Infrastruktur in der Stadt

Für ein Bauvorhaben in der Stadt spricht hingegen die Infrastruktur. In Städten existieren häufig sehr gute Ortsverbindungen mit Bus oder Bahn, sodass beispielsweise die Anschaffung eines Zweitwagens eingespart werden kann. Auch herrscht ein umfangreicheres Angebot an Kindergärten, Krippen, Schulen und öffentlichen Einrichtungen vor, welche mit kurzen Fahrtstrecken teilweise auch zu Fuß erreicht werden können. Ähnliches gilt für Freizeiteinrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten oder Sportvereine. Für die Kinder sowie für die Eltern, aber auch für ältere Menschen reduziert sich somit der Organisations- und Fahrtaufwand. Ein klarer Pluspunkt für das Stadtleben.

Für das eigentliche Bauvorhaben erscheint in der Regel auch die Stadt kostengünstiger. In der Regel sind Baufirmen und Handwerksunternehmen in größerer Zahl in Städten vorhanden. Dies ermöglicht eine bessere Auswahl und erleichtert die Angebotsanfrage. Auch die Transport- oder Wegekosten reduzieren sich, welche das Bauunternehmen oder der Fachbetrieb häufig in Rechnung stellt.

Doch nicht nur Fachbetriebe und Bauunternehmen sind leichter greifbar in der Stadt, auch hinsichtlich der Eigenleistung ergeben sich bessere Grundvoraussetzungen. Häufig stehen Baumärkte in größerer Anzahl und in unmittelbarer Nähe zur Verfügung, welche es dem zukünftigen Bauherrn ermöglichen, am Wochenende oder am späten Abend noch das passende Werkzeug oder Material auf die Schnelle zu kaufen. Ein ähnlicher Umstand herrscht hinsichtlich anderer Baumaterialien vor. Fliesenunternehmen, Textilgeschäft, Teppichladen, etc. können schnell und kurzfristig angefahren werden. Materialengpässe werden somit vermindert, was die Bauzeit reduzieren hilft.

Der Wiederverkaufswert ist in der Stadt meist höher

Schlussendlich spricht noch für das Stadtgrundstück der höhere Wiederverkaufswert. In der Regel sind Immobilien in Städten preisstabiler und auch leichter zu verkaufen, aufgrund der höheren Nachfrage. Bauherren, welche nicht einen Wohnsitz für immer planen, sollten diesen Aspekt mit berücksichtigen.

Es bleibt somit eine Individualentscheidung jedes Bauherren, welche Bewertung er den einzelnen Vor- und Nachteilen zuspricht. Beide Varianten haben ihren Reiz und ihre Vorzüge. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass der Blickwinkel der eigenen Entscheidungsfindung nicht zeitlich zu kurzfristig ausgelegt wird - denn meistens baut man nur einmal.

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