Kaminöfen immer beliebter bei der Hausplanung
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Kaminöfen - beliebtes Accessoire bei der Hausplanung

erschienen am 02.10.2012

War er eine Zeitlang sehr unbeliebt, steigt das Interesse an Kaminen und Schwedenöfen gerade bei Neubauten gerade wieder. Das liegt daran, dass sich die Optik der Kamine deutlich geändert hat. Vorbei sind die Zeiten (wie auf unserem Bild), dass ein Kamin eine altbackene Feuerstelle ist. Deshalb kommt bei immer mehr Verbrauchern beim Hausbau oder einer Sanierung ein Kamin in der Planung vor. Doch bevor die Entscheidung fällt, sollte man sich vorab grundlegende Gedanken zur Kaminauswahl, Heizleistung und angestrebten Verwendungszweck machen.

Planungsvorbereitungen von Kamin bis Schornstein

Um sicher vor bösen Überraschungen zu sein, sollte man vor dem Kauf und Einbau von einem Kamin immer zuerst Rücksprache mit dem jeweiligen zuständigen Schornsteinfeger der Region halten. Dieser kann aufschlussreiche Informationen zur notwendigen Heizleistung und zur Auslegung des Schornsteins geben. Vor allem sollte man sich erkundigen, ob auf Grund der zu erwartenden Umweltbelastung beim Verbrennen, Kamine in den jeweiligen Städten oder Ortschaften überhaupt zulässig sind. Sonst kann es passieren, dass der heißersehnte Kamin nur eine Statistenrolle im Haus einnehmen darf. Überhaupt spielt der Schornstein beim Einbau eines Kamins eine zentrale und tragende Rolle zugleich. Bei einem Neubau hat man die Möglichkeit der Planung nach Bedarf, wobei bei Sanierungen so manche Veränderung von Nöten ist. Es stellt sich bei vielen Hausbesitzern die Frage, ob sie den Schornstein einzügig oder eher zweizügig gestalten sollen. Die Unterscheidungsmerkmale sind wesentlich, denn zweizügige Schornsteine erlauben es mehrere Wärmequellen, wie zum Beispiel eine Zentralheizung mit einem Kamin, zu koppeln und zu betreiben. Es ist nicht erlaubt, über einen einzigen Schacht die Abgase mehrerer Geräte, die mit ganz unterschiedlichen Brennstoffen befeuert wurden, abzuführen. Die sauerstoffhaltige Luft, die Voraussetzung für die Verbrennung in Kaminen ist, wird durch das Gerät aus der Raumluft herausgezogen. Beim Befeuern unterschiedlicher Wärmequellen entsteht am Schornstein Wasserdampf. Damit dieser abströmen kann und eine Kondensierung an der äußeren Verkleidung des Schornsteins verhindert wird, ist es sinnvoll, diese Verkleidung mit einem Luftspalt zu hinterlüften.

Wesentliche Kaminarten und ihre Funktionsweise

Bei der Planung eines Kamins wird bei einem durchschnittlichen Bauzustand des Eigenheimes die Heizleistung mit 1 KW für ca. 10 Quadratmeter angerechnet. Auch wenn offene Kamine als Sinnbild für Romantik stehen, für das kontinuierliche Ausheizen von Räumen eignen sie sich auf Grund des enormen Energieverlustes nicht. Sie sind zwar sehr dekorativ anzuschauen, aber ihr Wirkungsgrad in Bezug auf Raumwärme ist unzureichend. Dabei ist die Funktionsweise eines offenen Kamins relativ einfach vorstellbar. Das Feuer sorgt für die Erwärmung der kühleren Luft und lässt diese nach oben steigen. Ein Teil der Luft kehrt durch die Öffnung am Kamin wieder als Raumluft zurück. Zusätzlich entweicht ein größerer Teil der Wärme auch über den Schornstein. Um eine effektive Beheizung zu sichern, ist jede Menge Brennmaterial notwendig. Sobald das Feuer erlischt, sinkt die Zimmertemperatur in kühlere Bereiche.

Völlig anders sehen die Gegebenheiten bei geschlossenen Kaminen aus. Auch diese fügen sich wunderbar in das vorhandene Raumambiente ein und bieten zudem eine optimale Auslastung der Heizenergie. Geschlossene Kamine können auf Grund ihres hohen Wirkungsgrades auch zur Warmwasserbereitung genutzt werden. Mehr Informationen zu Kaminen gibt es auch bei Edingershops.

Ein reines Schmuckstück, aber ohne jegliche Heizleistung ist der Gelkamin. Hier steht die Optik im Vordergrund. Gelkamine werden mit einem speziellen Brenngel betrieben und versprechen eine geruchsneutrale und damit saubere Verbrennung. Sie werten mit ihrem stilvollen Design die Wohnräume dekorativ auf und sind ein absoluter Hingucker.

Eine Auflistung der verschiedenen Kaminarten gibt es hier.

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