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Minihaus bauen – warum weniger manchmal mehr ist

erschienen am 01.06.2017

Minihäuser und rechtliche Lage in Deutschland

Gerade in Zeiten, in denen das Bauland sehr knapp und die Mieten hoch sind, lohnt es sich, über den Bau eines Minihauses nachzudenken. Obwohl Minihäuser (auch „Kompakthäuser“ oder „Würfelhäuser“ genannt) im Vergleich zu Einfamilienhäusern wirklich „minimal“ sind, gelten auch für sie dieselben Bauvorschriften – zumindest für Objekte, die als längerfristiger Aufenthalts- und Wohnraum konzipiert sind. Vor der Errichtung eines Minihauses müssen Sie daher auf jeden Fall einen Bauantrag bei der zuständigen Gemeinde stellen.

Minihausbau: Schnell, günstig, kompakt

Das „Tiny House“ lässt sich schnell errichten und ist in kürzester Zeit bezugsfertig. Zudem sind Würfelhäuser extrem flexibel, haben einen geringen Energiebedarf und verursachen niedrige laufende Kosten.

Beim Bauland sparen heißt Baukosten senken: Minihäuser brauchen kein „Filet-Grundstück“, Sie können Sie auch auf kleinen oder ungünstig geschnittenen Grundstücken sinnvoll bauen! Die sonst so unbeliebte Hanglage stellt für kleine Häuser großes Potenzial dar, weil noch Wohnfläche zum Hang hin geschaffen werden kann.

Geeignetes Grundstück fürs Minihaus

Nicht immer ist es einfach, ein passendes Grundstück finden, auch wenn es sich um kleinste Häuser handelt. Die für Minihäuser in Frage kommenden Flächen befinden sich meistens in Ballungsgebieten, vor allem in der Innenstadt. Für diese so genannten Baulücken gibt es meistens keinen Bebauungsplan, was das Ganze noch schwieriger macht.

Sofern Sie sich also auf die Grundstückssuche für ein Minihaus begeben, schlagen Sie unkonventionelle Wege jenseits des konventionellen Markts ein: Setzen Sie auf Freunde und Bekannte oder schauen Sie sich selbst nach leerstehenden Flächen um.

Erweiterung jederzeit möglich

Minihäuser bieten sich gerade für Singles an. Es besteht aber immer die Möglichkeit, den Wohnraum zu erweitern: Auf dem Markt gibt es mittlerweile eine Reihe containerförmiger Modulhäuser, welche Sie sowohl zur Aufstockung Ihres Minihauses oder zum Anbau nutzen können. Dies setzt allerdings die notwendige Grundfläche für eine Erweiterung voraus – suchen Sie also ein Grundstück, das ausreichend „Reservefläche“ bereithält!

Gutes Konzept ist bei Minihäusern ein Muss

Sowohl ein gutes Design als auch ein durchdachtes Baukonzept sind die wichtigsten Voraussetzungen, um sich in einem Haus im Kleinformat wohl zu fühlen. Grundsätzlich lassen sich ebenfalls auf kleinstem Raum alle Lebensbereiche wie Schlaf-, Wohn-, Bad-, Kochbereich harmonisch unterbringen. Sofern es die Bauvorschriften zulassen, haben Sie in einem Minihaus auch die Möglichkeit, komplett autark zu wohnen, etwa durch Installation einer Photovoltaik-Anlage.

Übrigens: Ein Mini-Haus bedeutet nicht, dass es im Inneren keinen Platz gibt. Mit intelligenten Verstau-Lösungen kann Ihr Minihaus äußerst attraktiv und funktional werden!

Minihaus selber bauen – das geht!

Minihäuser zeichnen sich nur durch ihre kompakte Bauweise, sondern auch durch ihre Funktion aus. Ein Minihaus können sie mit ein wenig Know-How auch in Eigenregie errichten. Minihäuser bestehen nämlich aus Modulen, durch welche Sie Ihr Minihaus vergrößern oder verkleinern können. Für jedes Baumodul gibt es eine passende Bauanleitung, was der Bauprozess enorm erleichtert.

Und sollten Sie sich mal für einen Umzug entscheiden, können Sie in den meisten Fällen Ihr Minihaus per Tieflader abtransportieren – und einfach an einem anderen Ort aufstellen.

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