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Fenster erneuern spart Heizkosten

Energieverlust über alte Fenster

erschienen am 11/28/2012

Die kalte Jahreszeit ist mit großen Schritten auf dem Vormarsch. Pro Jahr und Wohnung werden ungefähr 380 Euro zu viel für das Heizen ausgegeben – Geld, das man leicht sparen kann. Ein Faktor, der zu hohen Heizkosten führen kann, sind alte oder undichte Fenster.

Wenn die Heizkostenrechnung steigt

Lebt man in einer Wohnung oder einem Haus, in dem sich alte, undichte Fenster befinden, kann man davon ausgehen, dass bis zu 15 Prozent der Energie über die Fenster verloren gehen, wie Dr. Fritz Brickwedde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt dem Magazin „Schöner Wohnen“ mitteilte. Alten Fenstern fehlt es an einer Wärmeschutzverglasung; sie bestehen oft nur aus einer Scheibe, wodurch leicht Energie entweichen kann. Üblich sind heute im Allgemeinen doppelt verglaste Scheiben oder sogar Dreifachverglasung.

Bei Fenstern kann man oft schnell bemerken, ob Energie über sie verloren geht. Man kann zum Beispiel die Rahmen anfassen und testen, ob dieser kälter ist als die Umgebung im Zimmer. Wenn man eine Kerze an verschiedenen Stellen des Rahmens kurz positioniert, fängt die Flamme an zu flackern, wenn ein Luftzug entsteht. Der Energieverlust ist dann besonders hoch. Natürlich lässt es sich nicht immer leicht feststellen, ob die Fenster eine Schwachstelle sind. Um dies herauszufinden, kann man sich an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt wenden, die dann einen Energieberater beauftragt, die Fenster zu untersuchen.

Allerdings sollte man bedenken, dass es wenig hilft, wenn man sich nur neue Kunststofffenster installieren lässt, dafür aber die Dämmung der Wände veraltet ist und hierüber Energie entweichen kann. Zudem kann sich dann leicht Schimmel bilden, der die Gesundheit besonders von Kindern gefährdet. Es ist also hilfreich, das gesamte Haus oder die Wohnung untersuchen zu lassen. Gutscheine für ein kostenloses Heizgutachtenwerden noch bis Ende Februar des kommenden Jahres von der gemeinnützigen Organisation Co2online GmbH in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund vergeben. Gefördert wird diese Aktion vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Mieter und Eigentümer profitieren

Das Gutachten hat einen Wert von 35 Euro, was aber vom Bundesumweltministerium übernommen wird. Mieter und Eigentümer erhalten eine Einschätzung des Energieverbrauchs und der Heizkosten. Auch der erzeugte Kohlendioxidausstoß und Heiznebenkosten werden aufgelistet. Aufgrund dieses Gutachtens und den enthaltenen Empfehlungen hat man die Möglichkeit, dann Kosten zu sparen.

Mieter, die sich jedes Jahr über hohe Heizkosten ärgern, haben nun außerdem eine schriftliche Stellungnahme eines Fachmannes in der Hand, die sie an den Vermieter weiterleiten können. Nach Angaben des Heizspiegels gehen so 70 Prozent der Mieter vor. Immerhin jeder vierte Vermieter nimmt diese Stellungnahme zum Anlass, aktiv zu werden. Oft wird die Heizung gegen ein modernes Modell ausgetauscht, die Dämmung wird erneuert oder neue Kunststofffensterwerden eingebaut.

Als Eigentümer kann man ebenfalls das Angebot von Co2online in Anspruch nehmen. Man erfährt dann, in welchem Zustand sich das Gebäude befindet und ob eventuell Sanierungen durchgeführt werden sollten. Außerdem gibt es verschiedene Förderprogramme, die man in Anspruch nehmen kann, wenn man seine Immobilie energieeffizienter gestalten will; über diese Möglichkeiten klärt das Gutachten den Eigentümer ebenfalls auf.

Um das kostenlose Gutachten zu erhalten, muss man lediglich einige Fragen zu der bewohnten Immobilie beantworten: Wohnfläche, Baujahr, Heizung und ein eventuell vorhandener Kamin sind die Eckpfeiler der Berechnung. Zusätzlich wird in Kopie die letzte Heizkostenabrechnung beigefügt und an die Organisation geschickt. Nach einigen Wochen erhält man dann das Gutachten.

Bis es so weit ist, kann man allerdings seine Fenster abdichten, um so die größten Energieverluste zu verhindern. Experten von der Do-it-yourself-Academy Köln raten, dass man selbstklebende Dichtungsbänder aus Gummi anklebt, sodass verhindert wird, dass kalte Luft eindringen kann. Um zu testen, welches der Fenster betroffenen ist, legt man ein Blatt Papier zwischen Rahmen und Fenster und schließt es dann. Zieht man dann an dem Papier und es lässt sich herausziehen, sind die Dichtungen wahrscheinlich porös. Dann sollte man sie austauschen beziehungsweise verstärken. Bleibt das Papier beim Ziehen jedoch unverrückbar, ist es dicht.

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