Neues aus der Welt des Bauens und Wohnens

Effektiver Einbruchschutz für Einfamilienhäuser

erschienen am 11/21/2013

Die Einbruchstatistiken der Kriminalpolizei zeigen eine bedenkliche Tendenz: Die ohnehin schon hohen Einbruchsraten steigen noch weiter an. Doch mit einigen Maßnahmen zum Selbstschutz kann man Einbrüchen weitgehend vorbeugen.

Technische Maßnahmen zum Einbruchsschutz

Wenn Sie ein Haus bauen, sollten Sie die Maßnahmen zum Einbruchsschutz bereits möglichst früh in die Planung miteinbeziehen. Der nachträgliche Einbau von Schutzmaßnahmen ist in der Regel teurer und in vielen Fällen auch mit Kompromissen auf Kosten der Sicherheit verbunden.

Gerade bei Einfamilienhäusern sind technische Maßnahmen notwendig. Denn diese bieten Einbrechern deutlich mehr mögliche Einstiegspunkte als eine Wohnung in einer großen Wohnhausanlage, wo oft nur die Tür abgesichert sein muss. Insbesondere Fenster im Erdgeschoss verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Gehen Sie bei der Planung unbedingt die folgenden Fragen durch. Wenn Sie bereits ein Haus besitzen und dieses sicherheitstechnisch verbessern wollen, umrunden Sie dabei am besten mehrfach Ihr Objekt und werfen einen kritischen Blick darauf.

  • Haben alle Türen Sicherheitsschlösser? Besonders oft ungeschützt bleiben Kellertüren, Garagentüren und Nebeneingänge.

  • Sind die Fenster durch abschließbare Verriegelungen sowie durch einbruchshemmende Rollladen geschützt?

  • Sind im Außenbereich Steckdosen, die Einbrecher mit Strom für ihre Werkzeuge versorgen können? Wenn Steckdosen vorhanden sind, sollten diese über innenliegende Schalter verfügen, mit denen sich die Stromzufuhr während Phasen der Abwesenheit unterbrochen werden kann.

  • Wo sind wo dunkle, uneinsehbare Ecken und Winkel vorhanden? Dort sollten unbedingt Bewegungsmelder montiert werden, die mit Lichtstrahlern und Spots gekoppelt werden. Vermeiden Sie hohe Hecken und ähnliches, das Einbrecher unentdeckt arbeiten lässt.

Liegt das Haus an einer Nebenstraße oder befindet es sich gar relativ weit von Nachbarn entfernt, sollte eine Alarmanlage nicht fehlen. Diese lässt sich mit abschreckenden Sirenen und einer direkten Leitung zur Polizei verbinden.

Aber Vorsicht vor Attrappen. Einbrecher sind in der Regel Profis, die sich mit Sicherheitstechnik gut auskennen. Ein optimal geschütztes Objekt meiden sie, weil ein Einbruch zu viel Lärm verursacht und zu viel Zeit kostet, während beim Nachbarn oft freie Bahn herrscht. Eine gute Sicherheitsanlage dient nicht nur zum Schutz, sondern auch zur Abschreckung.

Technischer Schutz nutzt nichts ohne umsichtiges Verhalten

Die Türen sind geschützt, die Fenster ebenfalls, die Alarmanlage und die Bewegungsmelder sind installiert. Aber was nutzt die nicht gerade billige Technik, wenn sie sorglos behandelt und nicht scharf geschaltet wird?

Zum Einbruchsschutz gehört auch ein regelmäßiger Rundgang – überprüfen Sie zumindest wöchentlich die Funktionsfähigkeit aller Sicherheitsvorrichtungen. Wenn Sie das Haus verlassen, sollten Sie zudem immer sorgfältig kontrollieren, ob die Alarmanlage eingeschaltet ist und ob alle Fenster und Türen vollständig verschlossen wurden. Selbst bei kurzer Abwesenheit sollte darauf geachtet werden, denn erfahrene Einbrecher brauchen gerade einmal 10 Minuten für einen Einbruch.

Ebenfalls wichtig: Sprechen Sie sich mit Ihren Nachbarn ab. Jeder sollte auf jeden achten und im Zweifel die Polizei benachrichtigen, wenn etwas merkwürdig wirkt. Machen Sie die Nachbarn auf Ihre Urlaubsabwesenheit aufmerksam, bitten Sie um erhöhte Aufmerksamkeit und lassen Sie den Briefkasten leeren. Zeitschaltuhren, die Lichtquellen regelmäßig ein- und ausschalten, sind gegen Profi-Einbrecher kaum effektiv. Die Lichtintervalle lassen sich leicht berechnen und erst recht auf Abwesenheit schließen.

Weitere Beratung und Fachhandel

Verfassen sie eine Checkliste, in der Sie alle Türen, Fenster und sonstigen Hauseingänge auflisten, und lassen Sie sich von ihrer Polizeidienststelle in punkto Einbruchsschutz beraten. Das ist kostenlos und den Beamten lieber, als über Notruf zu ihrem Haus gerufen zu werden, wenn es zu spät ist.

Im Fachhandel erhalten Sie ebenfalls umfangreiche Beratung. Die Profis wissen ebenfalls, an welchen Punkten im Haus ein Bewegungsmelder bzw. ein Alarmsystem notwendig ist. Entsprechende Alarmsysteme erhalten Sie beispielsweise beim PrimaVIP.

Vergessen Sie jedoch niemals: ein Einbruch kann nie mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden. Achten Sie daher trotzdem auf eine ausreichende Versicherung und deponieren Sie besonders wertvolle Gegenstände eventuell sogar in einem Bankschließfach.

Weitere Infos: http://www.bau-plus.de/Post/64327/gefahrenquellen

Urheber der Bilder:

nach oben
Menü