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Fußbodenheizung und was Sie darüber wissen sollen

erschienen am 09.07.2018

Arten von Fußbodenheizungen

Die im Folgenden vorgestellten 2 Arten von Fußbodenheizungen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Funktion und den Nutzungskosten – auch die Frage, ob sie von vornherein beim Hausbau geplant oder nachträglich installiert wird, spielt bei der Entscheidung zwischen Warmwasserfußbodenheizung und elektrischer Fußbodenheizung eine Rolle.

Warmwasserfußbodenheizung

Die Warmwasserfußbodenheizung wird am häufigsten in Einfamilienhäusern installiert, in denen es einen Gaskessel oder eine Wärmepumpe gibt. Die Fußbodenheizung besteht aus Bodenschlingen, Heizkreisverteiler, thermischer und feuchtigkeitshemmender Dämmung, Wärmepumpe, einem Heizkessel und Ventilen.

Ein großer Vorteil dieses Heizungstyps sind die relativ niedrigen Nutzungskosten. Einen Minuspunkt dagegen bekommt diese Heizung für die hohen Reparatur- und Wartungskosten.

Elektrische Fußbodenheizung

Eine elektrische Fußbodenheizung wird vor allem in Küchen, Badezimmern oder Fluren verlegt. Als Material kommen hier vor allem dünne und montagefertige Heizmatten (Heizrohre) zum Einsatz, die auf einer Trägermatte im Nasssystem (Heizestrich) fixiert sind, sowie

  • Heizkabel,
  • Heizfolie,
  • Raumthermostate
  • und Raumfühler.

Diese Art der Heizung ist sehr vorteilhaft, wenn man eine Fußbodenheizung nachträglich einbauen will. Zusätzlich gehen Sie kein Risiko ein, dass bei einem Schaden Wasser im Boden austreten könnte. Das Heizen mit Strom ist teurer, was man aber mit Hilfe von Thermostaten regeln kann.

Einsatzmöglichkeiten von Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen lassen sich entweder auf der ganzen Wohnfläche oder nur in ausgewählten Räumen (z.B. im Wohn- und Badezimmer) installieren. Weil Kinder gerne auf dem Boden spielen oder barfuß laufen, ist diese Heizung auch im Kinderzimmer höchst sinnvoll. In Badezimmern sind Fußbodenheizungen deshalb empfehlenswert, weil man eine angenehme Temperatur unter den Füßen spürt und auch Badetücher schneller trocken werden. Deshalb eignet sich eine Fußbodenheizung auch dort, wo es keinen Platz für stehende oder hängende Heizkörper gibt.

Ist die Fußbodenheizung wirklich sinnvoll?

Eine Fußbodenheizung zu installieren ist auf jeden Fall empfehlenswert. Zu den wichtigsten Vorteilen dieser Flächenheizungen gehören vor allem

  • Bequemlichkeit und ein hoher Nutzungskomfort
  • Ästhetische Gesichtspunkte (dank unsichtbarem Installationssystem)
  • einfache Heizungssteuerung mit dem so genannten Frostschutzmodus (die Temperatur kann nicht unter 7 °C fallen)
  • die Möglichkeit, Bereiche außerhalb des Gebäudes zuverlässig zu beheizen, wie z.B. eine steile Auffahrt.

Zwar gehört die Montage dieser Heizungsart zu den eher teuren Investitionen; diese amortisiert sich aber nach ein paar Jahren wieder durch die Einsparung von Heizkosten im Vergleich zu anderen Heizsystemen.

Fußbodenheizung und Gesundheit

Nachdem die Fußbodenheizung auf den Markt gekommen ist, gab es Bedenken, dass sie gesundheitsschädlich sei. Gewarnt wurden Allergiker, Menschen mit Kreislaufproblemen oder mit Krampfadern.

Das sind aber in Wirklichkeit Mythen. Bei der Fußbodenheizung gibt es keine schädliche Staubaufwirbelung und der erwärmte Boden hat keinen Einfluss auf die Bildung von Krampfadern – ganz im Gegenteil! Füße und Beine profitieren von den wohligen Temperaturen und der Oberkörper braucht kühlere Temperaturen, um richtig zu funktionieren.

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