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Wie spart man Geld fürs Grundkapital?

erschienen am 9/12/2012

Zwischen dem Traum vom Eigenheim und der Realisierung steht oft das Problem des Grundkapitals. Banken und Kreditinstitute verlangen Sicherheiten und Eigenkapital, bevor entsprechende Mittel bewilligt werden. Doch geht auch Sparen bei kleinem Budget?! Welche Kostenfresser sollten beachtet und welche Möglichkeiten können genutzt werden, damit der Traum vom Haus Realität wird?

Bezieher von kleinen oder unregelmäßigen Einkommen (beispielsweise Geringverdiener oder Selbständige) stehen oft vor der Herausforderung, entsprechendes Stammkapital für ein Eigenheim anzusparen. Viele Menschen wissen oftmals nicht, welche monatlichen Ausgaben ihren Einnahmen gegenüberstehen, wie viel Kapital für den Hausbau gespart werden kann und welche Ausgabenpositionen gekürzt oder gar vollständig eliminiert werden können. Um gewisse Rücklagen aufzubauen, bietet sich im ersten Schritt an, eine Einnahmen-/Ausgabenanalyse durchzuführen.

Visualisierung der Einnahmen und Ausgaben

Die Einnahmenseite gibt Aufschluss darüber, über welche Einkünfte eine Person, Personengruppe oder Familie real verfügt. Dabei sollten in diesem Einkommensbudget auch alle kleinen Nebentätigkeitseinnahmen aufgeführt werden, welche sich, einzeln betrachtet, als unbedeutend herausstellen, doch in der Summe über mehrere Jahre verteilt dennoch einen nennenswerten Betrag ergeben können. Derartige Beiträge können eine ausstehende Prämie sein durch Vermögenswirksame Leistungen oder auch Sparzinsen auf dem Konto.

Bei der Ausgabenanalyse ist von besonderer Bedeutung, welche Kostenbereiche schwerpunktmäßig ins Gewicht fallen, da dort oft das größte Einsparungspotenzial versteckt ist. Beispielsweise ist häufig bei den Nebenkosten wie Strom und Wasser noch Spielraum vorhanden, um Kosten einzusparen. Durch Energie sparende Maßnahmen oder durch die Verwendung von Wasser sparenden Geräten lassen sich die Nebenkosten drücken. Auch der regelmäßige Wechsel oder Vergleich des Strom- oder Gasversorgunganbieter stellt ein Einsparpotential dar. Ähnlich verhält es sich mit Versicherungen für beispielsweise das eigene Fahrzeug. Auch hier lohnt sich das rechtzeitige Einholen von Alternativangeboten der Konkurrenz zum Vergleich. Durch diese Vielzahl von großen und kleinen Maßnahmen ergeben sich Möglichkeiten, Sparvermögen ohne den großen Verlust von Lebensqualität aufzubauen.

Verzicht auf Luxus fürs Eigenheim?

Doch reichen diese finanziellen Optimierungsbestrebungen manchmal nicht aus, um auch bei kleinen finanziellen Spielräumen in einem absehbaren Zeitrahmen genug Grundkapital anzuhäufen. Oft stellt sich die Frage, wo kann man darüber hinaus noch Stammkapital fürs zukünftige Haus ansparen. Welche Ausgaben sind somit noch vermeidbar und verschmerzbar. Derartige Punkte können sein, Urlaub nicht im Ausland, sondern im Inland zu verbringen, die Mitgliedschaft des Fitnessstudios zu kündigen, Restaurantbesuche einzuschränken oder die tägliche Tasse Latte durch normalen Kaffee zu ersetzen. Um Streit und Missmut vorzubeugen, sollten diese Punkte unter Einbeziehung aller Beteiligten besprochen werden.

Die Einnahmen-/Ausgabenanalyse hat darüber hinaus den großen Vorteil, dass durch die Führung eines Budgetplaners oder Haushaltsbuches automatisch ein sorgsamerer und vernünftigerer Umgang mit den eigenen finanziellen Mitteln ermöglicht wird.

Wie vermehrt man das Kapital am besten?

Wenn es durch die Einsparungen möglich wird, im regelmäßigen Abstand finanzielle Rücklagen zu bilden, so stellt sich im nächsten Schritt gleich die Anlagefrage. Wo sollte man als zukünftiger Häuslebauer sein Geld am besten vermehren? Im Hinblick auf das geringe Einkommen und des hohen zukünftigen Kapitalbedarfs bietet sich dabei die Nutzung von Staatshilfen an. Bereits mit kleinen Sparbeträgen ist es beispielsweise möglich, eine Riesterförderung zu nutzen. Durch den Abschluss eines Bausparvertrages können diese Zulagen gesichert werden. Des Weiteren ist es möglich, den gegenwärtigen günstigen Leitzinssatz langfristig zu reservieren. Dabei sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass sich die Laufzeit oft als Ausschlusskriterium für den Hausbau entwickeln kann. Flexibilität geht somit vor weit fernen Zukunftsträumen.

Einsparungspotential existiert somit in fast jedem Haushalt. Es stellt sich nur immer die Frage, wie einfach diese Potentiale ausgeschöpft werden können, welcher Verlust von Lebensqualität damit verbunden sein kann und welche Opfer jede beteiligte Person bereit wäre zu bringen. Das Ziel vor Augen reicht dabei oft nicht aus, sondern jeder sollte sich eine echte und reale Perspektive setzen. Auf jeden Fall sollte die Option der staatlichen Zuschüsse geprüft werden, damit aus dem Traum vom Haus auch ein reales Eigenwohnheim werden kann.

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