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Regenwasser Nutzung bei der Hausplanung integrieren

Regenwasser Nutzung bei der Hausplanung integrieren

erschienen am 7/7/2011

Trinkwasser ist das Lebenselixier der gesamten Menschheit und gerade dieses Wässerchen wird permanent knapper und somit auch immer teurer. Da stellt sich schon die Frage bei dem einen oder anderen: Sollte die Regenwasser Nutzung nicht gleich in den Hausbau mit eingeplant werden. Das macht zumindest in regenreichen Regionen Sinn. Das kostbare Trinkwasser bei einem Hausbau durch die WC- Spülung zu jagen, macht dagegen wenig Sinn. Statistiken belegen, dass jeder Bundesbürger im Schnitt pro Tag 145 Liter Trinkwasser verbraucht, wobei nur wenige Liter Trinkwasserqualität benötigt wird, der Rest wandert von der Toilette über die Waschmaschine in die Kanalisation. Durch eine sinnvolle Regenwasser Nutzung kann schon gleich im Vorwege beim Hausbau über die Hälfte des kostbaren Trinkwassers gespart werden. Zudem hat Regenwasser noch den Vorteil, dass es sich hierbei um kalkarmes weiches Wasser handelt. Nicht nur die Blumen werden den Gebrauch zu schätzen wissen, auch die Waschmaschine wird sich mit einer erhöhten Lebensdauer bedanken.

Rechnet sich die Anschaffung einer Regenwasser Nutzung zum Hausbau?

Das ist von verschiedenen Faktoren abhängig, ob zum Beispiel ein Außentank oder ein Innentank zur Anwendung kommen soll.  Das kann auch vom Hausbau abhängig sein.Unterschiede liegen auch im Bereich der Trinkwassernachspeisung und die Art der Rückstausicherung. Verschiedene Kostenangebote geben hier Aufschluss über die Möglichkeiten in Verbindung der Kostenkalkulation. Auf jeden Fall gestaltet sich die Regenwasser Nutzung bei einem Hausbau wesentlich günstiger als ein nachträglicher Einbau. In einigen Bundesländern bezuschusst die Gemeinde eine Regenwassernutzungsanlage beim Hausbau. Vorher beim Umwelt- oder Bauamt erkundigen. Gefördert wird die Regenwasser Nutzung in jedem Fall von der KfW- Bank im Rahmen der Wohnraum- Modernisierung. Die Kosten einer Regenwasser Nutzungsanlage belaufen sich auf 4500 EUR bis 7000 EUR. Die jährlichen Wartungskosten schlagen mit ungefähr 100 EUR zu Buche. Es lässt sich schon am Preisgefüge erkennen, dass die Regenwasser Nutzung bei einem Hausbau, eine auf die Jahre gesehene wirkungsvolle und effektive Anschaffung sein kann. Hierfür sorgen alleine schon die Wasserkosten mit und ohne Regenwasser Nutzung. Eine Ersparnis der Regenwasser Nutzung beim Hausbau kann im nachhinein gut und gerne bis zu 240 EUR betragen, gegenüber den Wasserkosten ohne Regenwasser Nutzung.

Wie funktioniert beim Hausbau eine Anlage für die Regenwasser Nutzung?

Auf dem Dach wird das Regenwasser aufgefangen. Über Fallrohre wird es vom Dach in einen mit Filter versehenen Sammelschacht geleitet. Dort wird das Regenwasser gereinigt und weiter in den Regenwasser- Tank transportiert. Ein reinigender Zulauf fördert die noch in dem Regenwasser enthaltenden kleinsten Schwebstoffe. Diese Sedimente setzen sich dann am Boden ab, wo sie sich in Mineralien verwandeln und somit die Wasserqualität erhöhen.
Die Regenwassernutzungsanlage besitzt einen Speicher, welcher mit einem Überlauf und einer Belüftung ausgestattet ist. Das Wasser aus dem Speicher wird mittels einer Pumpe mit entsprechendem Druck zu Verbrauchsquelle gepumpt. Für die automatische Ein- und Ausschaltung sorgt ein Schaltautomat. Es soll ja in Deutschland auch Tage geben, an denen es nicht regnet. In diesem Falle wird dem Speicher automatisch aus dem Trinkwassernetz die entsprechende Wassermenge zugespeist. Gelenkt wird das Ganze über einen Füllstandsgeber. In der Anlage der Regenwasser Nutzung misst dieser den Wasserstand im Tank. Die Messung wird ständig auf der Füllstandsanzeige der Steuerung angezeigt, wobei diese automatisch den Wasserstand regelt. Deshalb kann an dieser Stelle nur gesagt werden: "Kein Hausbau ohne eine Regenwasser Nutzung".

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