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umweltfreundlich Haus bauen

Tipps für energiesparendes Bauen

erschienen am 4/23/2012

Wer mit dem Gedanken spielt, in absehbarer Zukunft ein Haus zu bauen und bereits ein schönes Sümmchen auf dem Bausparkonto angehäuft hat, der sollte sich rechtzeitig darüber Gedanken machen, wie Grundstück und Gebäude beschaffen sein sollten. Balkon oder Terrasse? Carport oder Garage? Schlafzimmer zur Ost- oder Westseite? Wichtiger als diese Entscheidungen ist allerdings die Frage nach der Nachhaltigkeit und der Umweltfreundlichkeit des zukünftigen Domizils. Energiesparhäuser sorgen mit modernster Technik nicht nur für eine teilweise Selbstversorgung des Haushalts mit Energie, sondern werden auch noch vom Staat finanziell gefördert.

Das Kraftwerk für zuhause

Häuser, die über eine neuartige Energiespartechnik verfügen, sind mit einem kleinen Kraftwerk zu vergleichen, das einen eigenen Generator hat und sich selbst mit Strom versorgt, der aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird und damit in höchstem Maße umweltverträglich ist. Eine Photovoltaik-Anlage, die auf dem Dach angebracht ist, speichert das Sonnenlicht und wandelt es in Strom um, der in das eigene Versorgungsnetz gespeist wird. Damit wird der Anteil der kostenpflichtigen Energieversorgung durch die Stadtnetze gesenkt und ordentlich Geld gespart. Da der Anteil des selbst erzeugten Strom allerdings variabel ist und von Jahreszeit und Wetter abhängig ist, dazu die Mengen auch bei tagelangem Sonnenschein nicht reichen würden, um die komplette Elektrizität des Hauses zu stellen, ist es nach gegenwärtigem Stand der Technik noch nicht möglich, sich völlig autark zu versorgen und unabhängig vom Strom des städtischen E-Werks zu leben. Die durch die Sonne kostenlos bereitgestellte und durch die Solaranlage umgewandelte Energie kann außerdem auch an das Heizungssystem des Hauses gekoppelt werden und für die Warmwasser-Versorgung genutzt werden. 

Standard bei Neubauten: gedämmte Wände

Was bei keinem Neubau fehlen darf, ist eine gute Isolierung der Fassade und des Daches. Durch moderne Dämmmaterialien und spezielle Techniken der Wandisolierung wird der Energieverbrauch reduziert, da weniger Wärme nach außen hin abgegeben wird. Kühle Ecken an der Windseite des Hauses und steter Durchzug, obwohl alle Türen und Fenster geschlossen sind, gehören dann der Vergangenheit an, ebenso wie ständig kalte Füße. Im Winter können durch eine professionelle Dämmung mühelos 30 Prozent der Heizkosten eingespart werden, während im Sommer die Hitze langer braucht, um nach innen zu dringen.

Von Zuschüssen profitieren

Auch wenn die Kosten für die Errichtung eines Hauses nach modernen Energiestandards noch viele Menschen abschrecken, nach nur wenigen Jahren wird sich ein solches aufgrund der drastischen Senkung von Strom- und Heizkosten in jedem Fall bezahlt machen. Attraktive Fördermittel durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau vereinfachen zudem die Baufinanzierung und stellen damit auch für Skeptiker einen Anreiz für die Investition in eine Projekt mit Nachhaltigkeit.

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