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Eigenleistungen beim Hausbau

Eigenleistung beim Neubau - Geld sparen durch anpacken

erschienen am 6/27/2012

Die Errichtung einer Immobilie erfordert Zeit, womit auch Kosten verbunden sind. Zur Kostenersparnis ist dem Bauherrn die Möglichkeit gegeben, Eigenleistung beim Hausbau einzubinden, wobei etliche Handwerksgebühren entfallen. Welche Handwerksarbeiten dabei entfallen, liegt an den Fähigkeiten des Bauherrn. Eine vernünftige Selbsteinschätzung des Bauherrn in Bezug der Eigenleistung beim Hausbau ist unbedingt vonnöten, sonst werden die Sparpläne zu einer teuren Angelegenheit.

Kosten, die nicht einzusparen sind

Der Hauspreis selbst und die Lieferungen des Baumaterials fallen ganz selbstverständlich an. Nicht zu vergessen sind die Rechnungen des Vermessungsamtes oder des Notars sowie die fortan alljährliche Immobiliensteuer. Weitere Kosten fallen während der Bauarbeiten an, darunter fallen Leihgebühren auf den Bagger für die Aushubarbeiten, auf die Betonmischmaschine und auf das Gerüst für die Außenputzarbeiten an.Selbst wenn der Bauherr wegen Eigenleistung am Hausbau an den Geräten selbst Hand anlegt, die Eigenleistungen werden von einem geschulten Personal in Inspektionsintervallen begutachtet. Es ist zu erahnen, dass Gutachterkosten anfallen. Die Gutachten sind jedoch ein Garant für die korrekte Errichtung des Hauses, das Fundament muss stimmen und die Wände müssen Stabilität erbringen. Ohne diese Gutachten wäre eine Eigenleistung beim Hausbau ein hoher Risikofaktor.

Indirekte Kosten, die sich ergeben, sind Miete oder sonstige Unterbringungen. Während das Haus Stück für Stück Form annimmt, wird von dem Bauherrn die monatliche Miete für sein Noch-Zuhause gefordert. Auf diesem Sektor ist die vernünftige Selbsteinschätzung des Bauherrn vor der Eigenleistung beim Hausbau von besonders großem Wert. Es ist eine Frage der Zeit, wie lange eine Gruppe von Laien benötigt, um eine Immobilie zu errichten. Hin und wieder einen Fachmann beauftragen, trotz Eigenleistung beim Hausbau, kann unter Umständen günstiger ausfallen, als eine unumgängliche Verlängerung des Mietvertrags.

Kostenersparnis durch Eigenleistung

Anspruchsvolle Arbeiten wie das Einbauen von Sanitärinstallationen und das Anbringen der Heizkörper sind keine Aufgaben für Hobbyhandwerker. Selbst die bautechnischen Kurse, die unter anderem im Baufachhandel angeboten werden, reichen für eine eigenhändige Installation nicht aus.

Elektroinstallationen sind ebenfalls nur etwas für Fachleute. Ein gewöhnlicher Küchenherd wird per Starkstrom betrieben, bei einem falschen Anschluss wird eine eingeschaltete Herdplatte beim Aufsetzen eines Kochgeschirrs zur tödlichen Gefahr. Starkstromarbeiten dürfen laut Gesetz nur vom Fachmann ausgeführt werden. Professionelle Handwerker erbringen hierbei nicht nur Sicherheit, ihre geübten Hände arbeiten schneller. Im allgemeinen reagieren die Arbeiter freundlich, wenn ihnen jemand helfen möchte, und der Bauherr kann auf diese Weise zusätzliche Zeit und somit Kosten sparen.

Rohrarbeiten sind extrem zeitaufwendig, ungefähr 2/3 der Gesamtkosten fallen auf die Verlegung der Rohre. Ein geübter Heimwerker kann diese Tätigkeit durchaus übernehmen. Wenn die ganze Familie angelernt wird und emsig mit anpackt, ist eine beachtliche Summe gespart.

Ferner kann ein geübter Heimwerker den Treppen- und Geländerbau, den Einsatz von Fenstern samt Rahmen sowie Türen samt Zargen übernehmen. Auch hier kann die ganze Familie Eigenleistung beim Hausbau erbringen. Die Innenarbeiten wie das Verlegen von Bodenbelägen, das Anbringen von Wandverkleidungen sowie das Streichen von Wänden ist in Eigenleistung ebenso zu erbringen wie Außenputzarbeiten, Trittsteine oder Kieswege legen. Allesamt sind dies Tätigkeiten, die beim Renovieren oder kleinen Alltagsreparaturen obligatorisch von den Hausbesitzern eigenhändig vollzogen werden. 

Der Dachaufbau wurde bewusst zuletzt angesprochen, er ist langwierig und gefährlich, selbst wenn es sich um ein Flachdach handelt. Die Dachkomponenten sind überaus gewichtig, es werden deshalb Hebe- und Tragevorrichtungen benötigt. Ein Fertigdach, das innerhalb kürzester Zeit mit einem Kran aufgesetzt wird, bietet eine günstige Alternative. Mit einer Leiter, vielen fleißigen Helfern und etwas Trittsicherheit ist ein Dach von Laien schnell abgedeckt.

Versicherungstechnische Absicherungen

Wer als Nichtfachmann Installationen verlegt und damit einen Wasserrohrbruch verursacht, muss erst gar nicht auf eine Entschädigung vonseiten seiner Versicherung hoffen. Die Reparaturkosten und die Spätfolgen, darunter Bodenfäule und schimmlige Wände sowie den damit verbundenen Gesundheitsrisiken muss der Bauherr selbst tragen. Ferner empfiehlt es sich, Gefahren durch Wettereinflüsse, darunter Sturm, Hagel, Blitzeinschlag, in den Versicherungsschutz mit einzubeziehen. Ein Blitzeinschlag oder ein abgedecktes Dach führen nach einer mühsamen Fertigstellung nicht selten zur Überschuldung, die der Bauherr nicht tragen kann. Auf einen ausreichenden Versicherungsschutz auf Grund der Eigenleistung beim Hausbau sollte keinesfalls verzichtet werden.

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