Neues aus der Welt des Bauens und Wohnens
bild bad sanieren

Barrierefreie Badsanierung - eine Investition in die Zukunft

erschienen am 04.12.2017

Die Größe des Bades ist entscheidend

In einem barrierefreien Badezimmer brauchen Sie unbedingt Platz, um eine optimale Bewegungsfläche für die tägliche Pflege zu gewährleisten. In vielen Fällen bedarf es im Rahmen der Badsanierung:

  • Veränderung der Wandstellung
  • Errichtung neuer tragfähigen Wände

Ein barrierefreies Bad muss aus diesem Grund mindestens eine Bewegungsfläche von 1,50 m x 1,50 m zwischen den Sanitärobjekten haben. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Badezimmertür nach außen aufschlägt, sowie sich von außen entriegeln lässt. Vor jedem Sanitärobjekt muss eine Bewegungsfläche von 90x120 cm vorhanden sein. Diese Platz-Anforderungen müssen Sie auf jeden Fall erfüllen, um eine entsprechende Förderung für die barrierefreie Badsanierung erhalten zu können.

Rutschfester Bodenbelag ist ein Muss

Je rauer der Bodenbelag, desto geringer ist die Gefahr des Ausrutschens. Der Bodenbelag fürs Bad muss gegen hohe Feuchtigkeit und wechselnde Temperaturen durch Baden und Duschen resistent sein. Im Handel finden Sie zum Beispiel:

  • wasserdichte PVC-Beläge
  • Laminat extra für die Nutzung in Feuchträumen
  • Bodenbeläge aus Vinyl wie Klick-Vinylboden
  • wasserabweisende Kautschuk-Böden
  • rutschfreies Linoleum

Passende Sanitärobjekte machen das Bad barrierefrei

Ein barrierefreies Badezimmer verfügt über bedienungsfreundliche Sanitärobjekte. Das betrifft:

  • Waschbecken
  • WC
  • Dusche und Badewanne
  • sowie Badmöbel

Waschbecken

Das Waschbecken im barrierefreien Bad ist vor allem mit seitlichen Stützhilfen ausgestattet und lässt sich leicht bedienen. Unterfahrbare Waschbecken sind eine sehr gute Lösung nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch für gehbehinderte Leute, für die das Waschen im Sitzen mehr Komfort bietet. Auch Armaturen sollten keine Schwierigkeit im Alltag darstellen. Empfehlenswert sind beispielsweise Einhebelmischer mit ergonomischem Bedienelement oder berührungslos gesteuerte Mischbatterien.

WC

Damit das Hinsetzen keine Probleme bereitet, schreibt die DIN 18040 entsprechende Stützgriffe vor, welche ebenfalls hochklappbar sein müssen. Dazu kommt noch eine erforderliche Rücklehne, die im Abstand von 55 cm von der WC-Vorderkante zu montieren ist. Die Höhe des WC-Sitzes beläuft sich in der Norm auf 46-48 cm, wobei höhenverstellbare Becken oder Sitzerhöhungen in Frage kommen.

Dusche und Badewanne

Eine barrierefreie Dusche muss auf jeden Fall schwellenlos erreichbar sein. Wenn die Dusche genug groß ist, können darin auch Rollstuhlfahrer duschen. Dafür sind aber passende Haltegriffe sowie eine Sitzgelegenheit nötig. Die komfortable Bedienung der Dusche erleichtern in großem Maße Einhebelmischer, die nach unten weisen.

Leute mit Handicap sollten auch die Möglichkeit haben, zu baden. Barrierefreie Badewannen zeichnen sich vor allem durch:

  • Wannentür
  • einen integrierten Sitz (optional)
  • Badebereich mit rutschhemmender Beschichtung
  • Glastür/Duschvorhang im Duschbereich

aus.

Praktische Badmöbel

Die Barrierefreiheit im Badezimmer erhöhen nicht nur festgelegte Bad-Einrichtungen, sondern auch alltägliche Hilfsmittel wie

  • Kippspiegel
  • Klapphocker
  • kleine Einstiegshilfen für die Badewanne

Förderung für barrierefreie Badsanierung beantragen

Haus- oder Wohnungsbesitzer, die ihr Haus barrierefrei sanieren wollen, können vor allem von der KfW-Förderung profitieren. Im Rahmen des Programms 159 „Altersgerecht Umbauen“ erhalten Sie einen Kredit von bis zu 50.000 Euro für Ihre Bad-Sanierungsmaßnahmen. Das Programm 455 „Altersgerecht umbauen“ bietet Ihnen einen Investitionszuschuss für die Barrierereduzierung in Ihrem Bad, welche

  • Schaffung bodengleicher Duschplätze
  • Änderung der Raumaufteilung
  • Modernisierung von Sanitätsobjekten

umfasst.

Urheber der Bilder:

nach oben
Menü