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Hausbau im Jahr 2013 - nützliche Tipps

erschienen am 12/31/2012

Das neue Jahr 2013 hat begonnen, und es wird sicher einige Menschen geben, die sich mit dem Thema Einfamilienhausbau befassen. Das macht auch Sinn, da die Zinsen weiterhin niedrig sind und ein Eigenheim viele Vorteile bietet. Aber es gibt auch eine Menge zu beachten. Nur wenige andere Projekte können für einen Privatier so frustrierend, stressig und teuer sein wie ein Hausbau. Mit der richtigen Vorbereitung, Planung und Beratung wird der Bau des Eigenheims jedoch zu einem lohnenden, spannenden und sogar freudigen Prozess. Hier sind einige wichtige Tipps, die beim Hausbau 2013 zu beachten sind:

Nachhaltiges bauen ist und bleibt im Trend

Der Trend im Hausbau geht auch im neuen Jahr eindeutig in die Richtung Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Für Bauherren bedeutet das, die Ressourcennutzung und die Energieeffizienz besonders zu berücksichtigen, auch weil ab Juli 2013 eine neue EU-Verordnung für Baustoffe in Kraft tritt. Betonteile, Tapeten und Teppiche müssen dann mit einer CE-Kennzeichnung versehen sein. Auch ist seit 2013 der Energieausweis für Häuslebauer Pflicht. Der Energieausweis ist ein Zertifizierungssystem, deren Richtlinien von der Europäischen Union erlassen wurden. Um die Zertifizierung zu erhalten, muss ein Haus strenge Kriterien in verschiedenen wichtigen Bereichen erfüllen. Früher war die Erfüllung dieser Kriterien freiwillig, heute führt kein Weg mehr daran vorbei.

Um den Energieausweis problemlos zu bekommen, um ökologisch verantwortungsvoll zu handeln und auch um nachhaltig Geld zu sparen, sollten Sie beim Hausbau im neuen Jahr schon von vornherein eine Reihe von Überlegungen anstellen. Vermeiden Sie beispielsweise den Bau in einem ökologisch sensiblen Gebiet. Versuchen Sie, einen Bauplatz in der Nähe oder innerhalb einer bestehenden Siedlung zu finden, um die Auswirkungen, die Abwasser- und Wasseranschlüsse auf die Umwelt haben, zu verringern. Sinnvoll ist ebenfalls die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln.

Achten Sie auf eine gute Ökobilanz

Auch die Baustoffe sollten Sie mit Bedacht auswählen. Bei einem Holzhaus zum Beispiel bedeutet dies, zertifiziertes Holz aus lokalen Beständen zu kaufen, das ökologisch und sozial verantwortlich angebaut wurde. Der Energieausweis hat auch bestimmte Anforderungen an den Bodenbelag. Daher sollten Sie Linoleum, Kork, Bambus, versiegeltem Beton oder aufgearbeitetem Parkett den Vorzug geben. Teppiche müssen wie erwähnt eine CE-Kennzeichnung aufweisen.

Die Reduzierung des Energieverbrauchs umfasst - auch hinsichtlich den Vorgaben des Energieausweises - den Kauf von zertifizierten Fenstern, elektrischen Geräten und Beleuchtung, wodurch eine optimale Wärmedämmung gewährleistet werden soll. Zur Reduzierung des Wasserverbrauchs gibt es einige einfache und effektive Möglichkeiten, etwa sind mit Low-Flow-Duschköpfe und -Toiletten. Wählen Sie auch innovative Konzepte wie den Bau eines Tanks zur Speicherung von Regenwasser und Grauwasser - also das Abwasser aus Duschen, Waschbecken und Waschmaschinen - für die Wiederverwendung zur Pflanzenbewässerung im Garten oder zum Autowaschen.

Zinsniveau bleibt vorerst niedrig

Natürlich muss auch die Finanzierung des Hausbaus gesichert sein. Hier gibt es für Bauherren eine gute Nachricht: Die Zinsen bleiben auch im Jahr 2013 so niedrig wie noch nie. Bei einem zehnjährigen Baudarlehen beträgt der Zinssatz durchschnittlich lediglich 2,5 Prozent. Zudem bestehen noch Möglichkeiten der staatlichen Förderung durch die KfW-Bank, nicht nur zur Errichtung eines energieeffizienten Hauses, sondern auch bei einer altersgerechten und barrierefreien Gestaltung. Hier winken besonders zinsgünstige Kredite; in Verbindung mit einem Baudarlehen oder einem Bausparvertrag kann der Traum vom Eigenheim damit in greifbare Nähe rücken. Planen Sie aber trotzdem mit einem 10 bis 20 Prozent höheren Gesamtbetrag, um bei unvorhergesehenen Kosten gewappnet zu sein.

Auch 2013 - Sie entscheiden, nicht die ausführende Firma

Viele Architekten und Baufirmen haben einen eigenen Baustil, den sie in jedem von ihnen geplanten und errichteten Gebäude mehr oder weniger umsetzen. Stellen Sie daher von vornherein klar, was Ihnen gefällt und was nicht. Es ist wichtig, dass Sie sich bei dem Bauunternehmen wohl fühlen und auch Vertrauen haben. Stellen Sie sicher, dass die Firma lizenziert und zertifiziert ist und keine Schwarzarbeiter aus Osteuropa beschäftigt. Vor dem Kauf des Bauplatzes sollten Sie ihn gründlich nach potenziellen Problemen untersuchen, zum Beispiel instabiler Baugrund, mögliche Überschwemmungen durch nahe gelegene Flüsse oder Bäche und unterirdische Leitungen, die die verfügbare Baufläche stark einschränken könnten.

Sprechen Sie dann mit der Baufirma den genauen Zeitplan ab, bis wann der Hausbau abgeschlossen sein muss. Diesen Zeitrahmen sollten Sie dann in Ihre Pläne mit einkalkulieren. Es ist auch eine gute Idee, sich mit Bekannten, die vor kurzem gebaut haben, informell auszutauschen - so können Sie Ihren Umzug planen und entscheiden, wie lange Sie bereit sind zu warten. Es ist wichtig, die Baufortschritte zu verfolgen und diese mit dem Zeitplan abzugleichen.

Während des Hausbaus sollten Sie die Baustelle regelmäßig besuchen - durchschnittlich einmal pro Woche - um zu sehen, ob es vorangeht, und um alle Ereignisse zur Kenntnis zu nehmen. Wenn Ihnen irgendwelche Probleme oder auch mögliche Probleme auffallen, wenden Sie sich sofort an die Baufirma. Schießen Sie so viele Fotos wie möglich während des Hausbaus, nicht nur als wertvolles Beweismittel, sondern auch weil die Bilder noch einmal ganz nützlich sein können, wenn Sie später wissen wollen, wo Rohre und Leitungen konkret verlegt wurden. Auch nach der Schlüsselübergabe sollten Sie alle entstandenen Probleme notieren und der Baufirma zeitnah mitteilen, denn die Fristen für Gewährleistung und Garantie währen nicht ewig.

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