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Badezimmer mit Holzboden

Wellness im Bad: Holzboden

erschienen am 29.03.2012

Lange Zeit hat gegolten, dass Wasser und Holz sich nicht vertragen. Diese Theorie lässt sich aber leicht aushebeln, wenn wir an Küchenschränke denken, die oft mit Wasserdunst in Berührung kommen und dennoch über Jahre hinweg nicht an Attraktivität verlieren. Auch Schiffsdecks werden mit Holz ausgelegt und sind trotz der permanenten Berührung mit Wasser sehr lange in sehr gutem Zustand. Last but not least trotzen Holzfensterrahmen jeder Witterung und sorgen für eine natürliche Luftzirkulation in den Wohnräumen. Es spricht heutzutage nur noch sehr wenig dagegen, die Natur in Form von Holzboden im Bad zu holen. Fachmännisch verlegt lässt sich der Wunsch nach einem natürlichen und wärmenden Untergrund im Barfußbereich erfüllen, auch im heimischen Bad.

Die Qual der Holzwahl

Besonders harzhaltige Nadelhölzer wie Kiefer, Lärche, Nussbaum und Douglasie eignen sich sehr gut für den Holzboden im Bad und haben darüber hinaus noch den Vorteil, sehr fußwarm zu sein. Diese Hölzer zählen zu den "ruhigen" Holzarten, d.h. sie reagieren nicht so sehr auf Feuchtigkeit, wie andere. Schiffsplanken werden oft aus den tropischen Hölzern Jatoba, Doussie, Merbau oder Teak angeboten. Die hierzulande sehr beliebte Buche eignet sich hingegen wegen ihrer starken Zusammenziehung bei Nässe nicht so gut dafür, als Holzboden im Bad ausgelegt zu werden. Manche Holzarten, wie beispielsweise die Kiefer, haben sogar noch den Vorteil, antibakteriell zu wirken. Eiche ist zwar ein ruhiges Holz, kann aber nach Jahren Flecken bilden; rote Tropenhölzer hingegen neigen dazu, ihren roten Farbstoff nach gewisser Zeit abzugeben. Fachkundiger Rat bei der Wahl des richtigen Holzes für den Holzboden im Bad ist daher dringend geboten.

Holz und Wasser = gute Partner

Bedingung für einen Holzboden im Bad ist das ausreichende Lüften nach einem ausgiebigen Bad oder einer heißen Dusche. Die Luftfeuchtigkeit wird so üblicherweise auf Normalmaß zurücksetzt und ist dann nicht mehr höher, als in den anderen Wohnräumen. Eine Luftfeuchtigkeit von etwa 70 Prozent und eine normale Raumtemperatur halten geeignete Hölzer locker aus. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass große Pfützen relativ zügig weggewischt werden - feuchte Fußtapsen oder Spritzwasser hingegen können dem gut behandelten Holzboden im Bad nichts anhaben. Im Gegenteil, ein Bruchteil der Feuchtigkeit wird vom Holz aufgenommen und auch wieder abgegeben. Das sorgt für ein angenehmes Raumklima, denn der Holzboden im Bad beschlägt nicht. Nach einer großflächigen Flutung des Nassbereichs allerdings sollte der Holzboden im Bad erneut behandelt werden.

Fachmännische Verlegung

Einen Laminat- oder Parkettboden in Wohnräumen zu verlegen, ist nicht vergleichbar mit den speziellen Gegebenheiten in Nassräumen. Die Verlegung von Holzboden im Bad sollte ausschließlich von einem fachkundigen Spezialisten vorgenommen werden. Das Holz muss schließlich komplett mit dem Untergrund, dem Estrich, verklebt werden, damit sich auf der Unterseite des Holzes keine Keime oder gar Schimmel bilden können. Die Außenränder von Holzboden im Bad werden gründlich verdichtet, damit auch an diesen seitlichen Stellen keine Feuchtigkeit in das Holz eindringen kann. Und wie in der Schifffahrt auch, werden anschließend alle Fugen zwischen den einzelnen Holzstreben wasserdicht verklebt und abgedichtet. Eine abschließende Ölversiegelung schützt den Holzboden im Bad vor Nässe und Feuchtigkeit. Diese sollte mehrmals im Jahr wiederholt werden, insbesondere wenn sich sehr große Pfützen auf dem Holzboden im Bad gebildet haben. Die Reinigung von Holzboden im Bad ist ansonsten denkbar einfach: Wischen mit einem nebelfeuchten Tuch und die mehrfach jährliche, bereits erwähnte Behandlung mit Öl. Durch fachmännische Beratung wird jedes Badezimmer zum natürlichen Wellnesstempel, der Gemütlichkeit und Ruhe ausstrahlt. Holzboden im Bad lebt und gibt Räumen eine spezielle Atmosphäre - besonders im Badezimmer, das üblicherweise mit Kacheln versehen ist.

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