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Bau eines Schwimmbeckens aus Styropor-Schalsteinen

Bau eines Schwimmbeckens aus Styropor-Schalsteinen

erschienen am 31.05.2011

Bevor mit dem Bau des eigenen Schwimmbeckens begonnen wird, muss ein geeigneter Standort gefunden werden. Hierbei empfiehlt sich eine sonnige Südlage in der Nähe des Hauses. Dieser Standort bietet mehrere Vorteile, z.B. erwärmt sich das Wasser durch die Sonneneinstrahlung ohne zusätzlich Energie dafür aufzuwenden. Zudem schützt diese Lage vor zu starker Auskühlung und Schmutz (Staub oder Blätter), welcher so nicht ins Becken geweht werden kann. Ist der ideale Standort gefunden kann der Bau beginnen.

Vorbereitung des Aufbaus

In Vorbereitung auf den eigentlichen Bau sind wichtige Details zu beachten, zum Beispiel muss die Baugrube sowohl in der Länge als auch in der Breite 1,20 m größer sein als die Beckeninnengröße. Für ein Schwimmbecken mit 7m Länge und 4 m Breite würde, dass eine Grubengröße von 8,20 m x 5,20 m bedeuten.

Sollte zudem eine außenliegende Treppe vorgesehen sein, muss diese ebenfalls mit eingerechnet werden. Nachdem der Erdaushub erfolgte, ist ein Frostschutzbelag aus Mineralgemisch einzubringen, und zu verdichten. Diese Schutzschicht dient als Basis für die Beton Bodenplatte, welche mindestens 20 cm stark sein sollte. Optional kann ein Bodenablauf, im Becken, integriert werden. Sind all diese Arbeiten abgeschlossen, kann der eigentliche Beckenaufbau beginnen.

 Bau des Styropor-Schalsteinbeckens

 Nach dem Abtrocknen sollte der Grundriss des Beckens zentriert auf die Bodenplatte gezeichnet werden. Ist dies geschehen wird begonnen die Steine einzelnen zu verlegen. Hierbei kann die erste Reihe einfach über die Anschlussarmierung  gesetzt werden. Anschließend sind alle anderen Steine im Verbund darüber zu montieren. An den entstehenden Ecken sind sogenannte Endschuber einzusetzen.

Jede neue Lage Steine muss einzeln durch Armierungseisen mit der Anschlussarmierung verbunden sein, da die Steine sonst bei der Betoneinfüllung aufschwimmen würden. Nachdem alle Steine zusammengesetzt wurden, schneidet man die Löcher für die Einbauteile aus und schäumt die Grundgehäuse ein. Unmittelbar vor dem Verfüllen müssen die Steine ausgerichtet und abgestützt werden. Die Stützen dürfen erst entfernt werden, wenn der Beton angezogen hat. Beim Verfüllen ist darauf zu achten, dass sich keine Hohlräume bilden. Ein zusätzliches Verbinden der Steine durch Klebeband oder Kabelbinder verhindert nicht nur das Aufschwimmen sondern auch die Fugenbildung.

Nach dem Aushärten (10 bis 28 Tage), ist das Schwimmbecken mit Frostschutzkies zu hinterfüllen. Hierbei ist zu beachten, dass Rohrleitungen vor Setzungsbedingtem Rohrleitungsbruch zu schützen sind. Außerdem können die Außenwände bei Bedarf mit einer Schichtwassersperre versehen werden.

Ist das Becken vollständig ausgetrocknet und die Beton Bodenplatte gründlich gesäubert kann das Schutzvlies verlegt werden. Dies ist wichtig um zu verhindern, dass die Folie direkten Kontakt zur Bodenplatte hat. Sollte dies geschehen könnte die Folie durch mechanische Reibung zerstört werden. Nachdem das Vlies verlegt ist erfolgt das Einhängen der Innenhülle, welche in verschiedenen Farben und Stärken erhältlich ist. Die Folie sollte bei Temperaturen zwischen 18 und 25°C eingehängt werden, da so die Faltenbildung verhindert wird.

Nun muss nur noch die Endmontage der Einbauteile erfolgen und das Styropor-Schalsteinbecken ist fertig. Um einen repräsentativen und formschönen Abschluss des Schwimmbeckens zu erhalten empfehlt sich die Verlegung von sogenannten Beckenrandsteinen.

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