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Heizsysteme im Vergleich

Vergleich Heizungen Teil 2

erschienen am 3/12/2012

Solarenergie

Diese Solarenergie schont nicht nur die Umwelt in besonderem Maße, sie ist wegen der staatlichen Förderung auch wirtschaftlich interessant und mit die sauberste Art, Energie zu erzeugen. Und eine sehr effiziente dazu. Eine Solaranlage kann bis zu 20 oder 25 Jahre Solarenergie ins Netz einspeisen. Berücksichtigung muss hierbei aber vor allem auch die Lage finden, denn einigen Regionenlohnt es sich weniger, mit Solarenergie Strom zu gewinnen. Dank staatlicher Förderung von Solaranlagen werden solche Anlagen nicht nur bezahlbar, sie bringen durch den Strom aus erneuerbaren Energien, der ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird, sogar mit der Vergütung pro Kilowattstunde erzeugter Solarenergie bares Geld ins Haus.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe nutzt Außenluft, Erdreich oder Grundwasser, um Wärme zu entziehen und an das Heizungswasser abzugeben. Diese teilweise niedrigen Temperaturen werden durch die Wärmepumpe auf ein höheres Niveau gebracht. Damit werden vor allem Ressourcen wie fossile Brennstoffe geschont und Kohlendioxid-Emissionen gesenkt. Zum Betreiben der Wärmepumpe wird allerdings Strom benötigt, der aber zu günstigeren Konditionen als die üblichen Stromtarife angeboten wird. Energiequellen für Wärmepumpen sind Erdwärme, Luft und Grundwasser. Der Unterschied liegt vor allem im technischen Aufwand und damit auch in den Kosten. Wärmepumpen haben zu alternativen Heizsystemen zunächst hohe Anschaffungskosten. Dem gegenüber stehen aber vergleichsweise niedrigere Betriebs- und Wartungskosten. Am effizientesten sind arbeiten Wärmepumpen, wenn sie mit einer Niedrigtemperaturheizung betrieben werden, wie das unter anderem bei einer Fußbodenheizung der Fall ist.

Pelletheizung

Klein, aber oho, sind Pelletheizungen längst kein Geheimtipp mehr. Mit Holzpellets, aus Spänen und Sägemehl gepresste Zylinder werden mittlerweile schon viele Einfamilienhäuser umweltfreundlich beheizt. Es gibt Holzpellet-Öfen, die direkt im Wohnraum aufgestellt werden und meist nur zur Ergänzung der zentralen Heizung eines Gebäudes dienen. Und es gibt Pellet-Zentralheizungen. Der Ofen verfügt nur über einen kleinen Vorratsbehälter für die Holzpellets. Sie erinnern äußerlich vielfach an einen Kaminofen. Für eine Zentralheizung dagegen benötigt man einen größeren Lagerplatz, denn die Pellets nehmen mehr Platz weg als Öl. Hinzu kommen Kessel und Speicher sowie meist eine Fördereinrichtung, um den Kessel automatisch mit den Pellets zu beschicken. Das alles hat zur Folge, dass eine solche Heizung in der Anschaffung teurer ist als andere Heizungen. Die Betriebskosten aber sind niedriger. Zudem kann die Heizung unter bestimmten Bedingungen gefördert werden. Durch die neutrale CO_2 -Bilanz der Heizung ergibt sich der umweltfreundliche Aspekt dieser Heizung. Für den Transport der Pellets als heimische Energiequellen sind außerdem keine riesigen Transportwege notwendig, und die Pellet-Preise sind relativ stabil. Es entstehen nur geringe Rückstände, die problemlos entsorgt werden können. Denkbar ist auch, eine Pelletheizung mit einer Solarthermie-Anlage zu kombinieren. Nachteilig sind die hohen Anschaffungskosten, der große Platzbedarf für die Lagerung. Auch kann der Holzverbrauch bei einem starken Anstieg der Produktion zur Verknappung führen.

Stromheizung


Eigentlich gehören Elektroheizungen heute in die Negativliste der Heizungsvarianten. Trotz niedriger Installations- und Wartungskosten haben sie erhebliche Nachteile in Sachen laufende Kosten und Effizienz. Man sollte also als Kunde nicht auf die verlockenden Argumente der Anbieter entsprechender Geräte einlassen. Zur Stromheizung zählen auch kleine Heizgebläse, die an die Steckdose angeschlossen werden. Sie werden mitunter zusätzlich benutzt, um einen begrenzten Raum schnell zu erwärmen. Direktheizungen, die den Tagstrom nutzen und die elektrische Energie in Wärme umwandeln, sind Elektroradiatoren, die durch die Erhitzung von Öl heizen. Auch die bekannte Nachtspeicherheizung ist ein Auslaufmodell, denn die Preise für Nachtstrom sind inzwischen stark gestiegen und entsprechende Steuervergünstigungen sind längst weggefallen. Mehr noch, der Austausch von Stromheizungen wie der Nachtspeicherheizung wird sogar vom Staat gefördert. Man sollte sich also in jedem Fall überlegen, auf ein anderes Heizsystem umzusteigen. Den Anschaffungskosten dafür steht aber in jedem Fall erhebliches Einsparpotenzial entgegen.

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