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Innendämmung für Keller – unser kleines Einmaleins

erschienen am 08.06.2018

Gute Planung ist die halbe Miete

Bevor man eine Innendämmung anbringt, muss man den Ist-Zustand analysieren. Dabei ist es wichtig, dass die Ausführung die schon vorhandenen Außendämmmaßnahmen in ihrer Funktion in keiner Weise beeinträchtigt. Zuerst kontrolliert man die Bestandwände dahingehend, ob sie trocken oder doch feuchtebelastet sind. Des Weiteren ermittelt man, wie die Kellerdecke und der Boden aufgebaut wurden und ob es Wärmebrücken gibt. Jegliche Feuchteschäden bzw. Salzbelastungen sollte man umgehend beseitigen. Feuchtebelastete Wände sind für die Sanierung durch eine Innendämmung leider nicht geeignet.

Dampfdichte vs. kapillaraktive Dämmung

Keller-Innenwände lassen sich entweder kapillaraktiv oder dampfdicht isolieren:

  • Wenn sich in Ihren Kellerwänden kein Tau bzw. keine Feuchtigkeit ansammelt, können Sie auf eine dampfdichte Kellerdämmung setzen. Bei dieser Art der Dämmung kommen Dampfbremsen zum Einsatz, welche Feuchtigkeit effektiv abbremsen, so dass sie nicht in die Wände gelangt. Das einzige Risiko dabei ist, dass sich Feuchtigkeit zwischen der Dämmung und den Wänden bildet und dadurch zum Schimmel führt. Bei der dampfdichten Kellerisolierung verwendet man feuchtigkeitsbeständige, grüne Gipskartonplatten.
  • Eine andere Methode sind kapillaraktive Systeme zur Innendämmung, welche zwar teurer als die dampfdichte Methode sind, aber dafür Feuchteprobleme verhindern. Hoch wärmedämmende Polyurethanschaumplatten mit senkrecht zur Oberfläche stehenden Lochungen (PUR-Platten), Calciumsilikatplatten oder eine Innendämmung aus Mineralschaum können die Feuchtigkeit aufnehmen und diese wieder an die Raumluft abgeben. Dank dieser diffusionsoffenen Innendämmung werden Feuchtigkeitsmassen in der Fläche verteilt, so dass sie im Endeffekt schneller abtrocknen und überhaupt nicht bis zur Oberfläche vordringen.

Kellerdecke und Boden nicht vergessen

Eine fachmännische Dämmung der Decke und des Bodens bieten den optimalen Dämmschutz für Ihren Keller. Die Kellerdecke lässt sich sehr gut mit Dämmplatten oder Verbundplatten abdichten. Die gesamte Dämmung sollte eine Dicke von 8-12 cm aufweisen. Wenn unter der Bodenplatte eine Außendämmung fehlt, ist das kein großes Problem. Sie können den Kellerboden noch von innen gut dämmen. Als Dämmstoff hat sich hierzu Polyurethan (PUR) bewährt – es ist

  • flexibel in der Anbringung
  • witterungsbeständig
  • wasserabweisend.

Vor- und Nachteile der Innendämmung im Keller-Bereich

Für die Innendämmung der Kellerwände sprechen viele Gründe. Das Wichtigste ist, dass Sie mit diesem unauffälligen Mittel den Wärmeschutz Ihres Objektes verbessern, ohne die Fassadenoptik dabei verändern zu müssen. Durch die Innendämmung des Kellers sind Einsparungen der Heizenergie und die Verbesserung der Behaglichkeit durch höhere Oberflächentemperaturen deutlich spürbar. Hinzu kommt, dass diese Art der Dämmung preiswerter und doch einfacher in der Umsetzung ist als eine Außendämmung der Kellerwand.

Leider hat die Keller-Isolierung von innen auch ihre Schattenseiten. Infolge der Dämmung kommt es zur Absenkung des Temperaturniveaus, wodurch sich der Taupunkt verschiebt. Auf diese Weise muss man damit rechnen, dass sich hinter der Dämmung Schimmel bilden kann. Durch die Innendämmung verkleinern Sie den zur Verfügung stehenden Kellerraum, was in Folge seine Nutzung ein wenig einschränkt.

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