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Bild Oekohaus

Ökohaus bauen und gesund wohnen

erschienen am 10/4/2016

Schon bei der Planung an ökologische Aspekte denken

Planen Sie Ihr Öko-Haus von Anfang an mit einem Architekten, der für Sie ein umfassendes Baukonzept erstellt. Dabei richtet er Ihr Haus so auf dem Grundstück aus, dass es möglichst viel Sonnenstrahlen abbekommt und zwar in den Räumen, welche am meisten genutzt werden. Ein Ökohaus verfügt zudem über:

Beim Innenausbau verwenden Sie besonders schadstoffarme Materialien und versuchen immer, die Ressourcen der Natur wie Regenwasser für nachhaltiges Wohnen zu nutzen. Geeignete Baustoffe für ein Ökohaus sind vor allem Holz und Lehm, welche Ihrem Haus eine besondere Note von Natürlichkeit verleihen. Wichtig ist, dass bei dieser Bauweise die Natur in fast allen Bauphasen den Ton angibt und das Haus möglichst energieautark konzipiert wird.

Plusenergiehaus als Basis für ein Ökohaus

Ein Ökohaus sollte nicht nur energiesparend gebaut werden. Es handelt sich grundsätzlich darum, dass das Ökohaus mehr Energie produziert als es verbrauchen kann – ähnlich wie bei einem Plusenergiehaus. In Kombination mit schadstoffarmen Materialien, welche beispielsweise mit einem Gütesiegel wie „Natureplus“ ausgezeichnet sind, leisten Ökohäuser einen großen Beitrag zum Klimaschutz und zur Wohngesundheit.

Ökologisch Bauen heißt nicht immer dasselbe

Der Begriff Ökohaus ist nicht geschützt und es gibt keine festen Grenzwerte, die beim Hausbau eingehalten werden müssen. Seien Sie vorsichtig und lassen sich nicht irreführen, wenn Hausanbieter mit Öko-Bauen werben. In vielen Fällen gilt es schon als „öko“, wenn nur die eingesetzte Dämmung oder die Haustechnik klimaneutral sind. Bei einem Ökohaus sollten aber alle Bauteile klimafreundlich sein, also

  • Dämmung
  • Heizung
  • Baumaterialien, auch für Anstrich und Lasuren.

Einsatz nachhaltiger Baustoffe ausschlaggebend

Mit natürlichen Materialien realisieren Sie den Gedanken der Baubiologie, der Nachhaltigkeit beim Bau von Bio-Häusern fordert. Unter den Baustoffen liegt Holz an der Spitze. Holz ist nämlich ein nachwachsender Baustoff und bindet CO2, während bei der Herstellung der meisten anderen Baustoffe CO2 freigesetzt wird. Holz mit seiner Druckfestigkeit von 30 bis 40 Newton ist sogar stabiler als Beton, welcher eine Druckfestigkeit von 30 Newton aufweist.

Ein Ökohaus lässt sich nicht nur als Holzhaus realisieren. Auch Materialien wie

  • Backstein
  • Kalkstein
  • Ton
  • Kalk
  • Vollstein

finden Anwendung im ökologischen Bau.

Für die Dämmung verwenden Sie Stroh, Hanf, Flachs und Zellulose. Auch mit Schafwolle sind Sie imstande, eine natürliche Dämmung herzustellen. Bei Putzarbeiten spielt Lehm die erste Geige.

Fördermittel für ökologisches Bauen

Staatliche Förderung bekommen Sie für Ihr Effizienzhaus und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen unter anderem im Rahmen des Programms 153 „Energieeffizient Bauen“ für Bau oder Ersterwerb eines neuen KfW-Effizienzhauses oder im Förderprogramm 431 Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Baubegleitung.

Die Förderung umfasst beispielsweise:

  • Außenwanddämmung
  • Dachdämmung und neue Fenster mit Dreifachverglasung und Spezialrahmen
  • Solaranlage für Trinkwassererwärmung.


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