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Kommt die Trendwende bei den Zinsen für Baugeld?

erschienen am 10/6/2014

In den letzten drei Wochen sind die Refinanzierungszinsen für Baufinanzierungen und Immobilienfinanzierungen um ca. 0,20 Prozentpunkte angestiegen. Nach acht Monaten kontinuierlich sinkender Zinsen für Baugeld könnte diese Entwicklung eine Trendwende einläuten. Trotzdem ist die Realisierung des Traums vom Eigenheim oder der Abschluss eines Forward-Darlehens immer noch so günstig wie nie zuvor

Mittel- bis langfristig gesehen könnte sich der Trend steigender Zinsen bei Immobilienfinanzierungen fortsetzen. Der entscheidende Faktor hierfür ist die weitere Kursentwicklung von langfristigen Anleihen, wie Anleihen des Bundes oder auch Pfandbriefen. Sinkende Kurse bei Anleihen, so wie in den letzten drei Wochen, führen gleichzeitig zu steigenden Zinsen. Da sich der Preis für Baugeld hauptsächlich an der Rendite staatlicher Schuldpapiere oder von Pfandbriefen und nicht am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) orientiert, sind in den vergangenen Tagen die Zinsen für Baufinanzierungen ebenfalls gestiegen. In den vergangenen drei Wochen konnte man deutlich erkennen, dass der Leitzins keinen direkten Einfluss auf die Entwicklung des Preises für Baugeld hat. So beschloss der EZB-Rat Anfang des Monats eine historische Leitzinssenkung auf 0,05 Prozent. Die Zinsen für Immobilienfinanzierungen sind in diesem Zeitraum gestiegen und nicht, wie allgemein angenommen, gesunken. 

Indirekt beeinflusst der Leitzins der Europäischen Zentralbank dennoch die Entwicklung der Zinsen für Baufinanzierungen. Ein sinkender Leitzins bewirkt, dass sich die Geldmenge im Euroraum tendenziell erhöht. Die Folge davon könnte eine inflationäre Entwicklung bei den Güter- und Warenpreisen sein. Der Euro verliert an Wert, so dass Investoren sich dazu veranlasst sehen, ihr Geld in attraktivere Anlageformen einer anderen Währung anzulegen. Weitere Maßnahmen zur Abwertung des Euro seitens der EZB sind nicht ausgeschlossen. Für deutsche Staatsanleihen bedeutet dies sinkende Kurse und steigende Zinsen. Die Zinsen für Baugeld steigen dann dementsprechend an

Häuslebauer sollten nicht zu lange zögern und sich jetzt das historisch günstige Baugeld sichern. Denn eine Differenz von nur wenigen Prozentpunkten kann bei einer Baufinanzierung mehrere Tausend Euro an Mehrkosten bedeuten. Als mögliche Ursache für einen Anstieg der Zinsen für Baufinanzierungen könnte die weiterhin lockere Geldpolitik in den USA sein. So bleibt die US-Notenbank weiterhin bei ihrem derzeit eingeschlagenen Kurs den Leitzins für einen „beträchtlichen Zeitraum“ niedrig zu halten. Die weltweiten Aktienmärkte nahmen die Nachricht vom Mittwoch Abend positiv auf, so dass auch der deutsche Aktienmarkt am gestrigen Donnerstag von der Meldung profitierte. Damit ist die USA wie auch der Euroraum auf einekonjunkturelle Erholung der Wirtschaft ausgerichtet. Anleger schichten dann ihr Geld weg von Anleihen und hin zur Aktie umschichten. Das hätte letztendlich steigende Zinsen für Anleihen und damit auch steigende Zinsen für Baufinanzierungen zur Folge.

Was bedeutet das für Sie als Baufinanzierer? 

Eines ist sicher, die aktuellen Zinsen bei der Baufinanzierung sind historisch günstig! Das Hoffen auf noch günstigere Baugeldzinsen ist aus unserer Sicht momentan nicht sinnvoll. Nutzen Sie die äußerst niedrigen Zinsen und realisieren Sie jetzt Ihre Neu- bzw. Anschlussfinanzierung oder Ihr Forward-Darlehen. DTW-Immobilienfinanzierung hat absolute Top-Konditionen für Sie reserviert.

Quelle: DTW Immobilienfinanzierung

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