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Bautipps gegen die Ratlosigkeit am Bau

Leseprobe aus unserem Ratgeber Bauen: Verputzarbeiten

erschienen am 5/7/2012

Die Verputzarbeiten sind häufig ein Ärgernis - entweder wird nicht sorgfältig gearbeitet oder die Nachkontrolle von Seiten der nachfolgenden Gewerke oder den Bauherrn erfolgt nicht. Hier ein kostenloser Einblick in unser neues EBook "Ratgeber Bauen" mit vielen Tipps für Häuslebauer für die Putzarbeiten innen und außen.Verputzarbeiten Bei den Verputzarbeiten muss zwischen Innenputz und Außenputz unterschieden werden.

Innenputzarbeiten

Bei Innenputzarbeiten wir häufig ein Kalk-Gips-Putz einlagig auf die neue Mauerwerksfläche aufgebracht. Im Bereich der Bäder wird Feuchtraumwandputz aufgetragen. Aufgrund dessen ist es wichtig, im Vorfeld zu entscheiden, bis zu welcher Höhe gefliest werden soll. Moderne Bäder werden teilweise nur noch bis zu einer Höhe von 2 Metern gefliest. Ein Feuchtraumputz darüber wäre unwirtschaftlich und unsinnig.

Des Weiteren sollte berücksichtigt werden, Putzträger einzubauen aus nicht-rostendem Stahl (Rippenstreckmetall) für die Überdeckung von Öffnungen, Rohrleitungsschlitzen, Fugen und Übergängen im Mauerwerk.

Zu den beliebten aktuellen Neuerungen zählt derzeit, dass Steinsockel putzbündig abgeschlossen werden.

Im Flur- und Eingangsbereich oder in Dielen, wo häufig am Boden gefliest wird, kommt es durch die Fliesenleisten oft zu einer ungewollten späteren Staubkante. Um diese zu vermeiden, wird 20 cm über der Rohdecke nicht verputzt und nach Verlegung der Keramiksockel putzbündig nachträglich abgeschlossen.

Um die Malerarbeiten zu reduzieren, wird heutzutage auch Farbe in den Putz untermischt. Dadurch muss ggf. nur einmal die Wand gestrichen werden.

Empfehlung:

  • Die Sorgfalt der Putzarbeiten ist nachträglich zu kontrollieren. Zwar ist ein gewisser Toleranzbereich gestattet, jedoch im Licht- und Schattenspiel kann es besonders bei großen Flächen zu unschönen und störenden Wandauswölbungen kommen.
  • Es empfiehlt sich Verputzarbeiten durch nachfolgende Gewerkshandwerker, wie Fliesenleger oder Maler kontrollieren zu lassen.
  • Fenster und Türen sollten unbedingt vorher abgedeckt werden. Eingetrockneter Verputz lässt sich schwer entfernen. Eine Nachkontrolle nach Abschluss der Arbeit oder ein direktes Nachwischen wird angeregt.

Außenputzarbeiten

Bei den Außenputzarbeiten stellt sich die Frage, ob ein Wärmeverbundsystem angestrebt wird oder nicht. Bei dickem Ziegelwerk, also 36cm wird häufig darauf verzichtet. Im Zeitalter von Energieeffizienz wird jedoch ein Wärmeverbundsystem empfohlen. Des Weiteren wird bei Außenputzarbeiten gerne die Außenfassade gestrichen. Grundsätzlich ist man bei der Farbauswahl frei (außer bei vorgegebenen Vorschriften durch den Bebauungsplan), jedoch wird angeregt, sich eine Probefläche vorher zukommen zu lassen.

Empfehlung:

  • Außenputzarbeiten sollten in der Regel zusammen mit dem Wärmeverbundsystem erfolgen. Dadurch werden die Arbeiten von einem Handwerksbetrieb erledigt und es kommt zu keinen Abstimmungsschwierigkeiten.
  • Das Anbringen einen Hinterfeuchtungsschutz ist empfehlenswert.
  • Häufig besteht das Wärmeverbundsystem aus Kunststoffplatten. Deshalb ist eine Brandschutzbarriere notwendig.
  • Französische Balkone, besonders die Halterungen sind vor dem Wärmeverbundsystem anzubringen.

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus dem fast 50 Seiten starken Ratgeber. Weitere Themen sind die Baufinanzierung, die Grundstückssuche und die restlichen Gewerke - hier gehts direkt zum kostenlosen Ratgeber Bauen.

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