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Erschließungskosten vom Grundstück beim Hausbau einkalkulieren

erschienen am 07.08.2017

Erschließung ist nicht gleich Erschließung

Als Erschließung gelten alle notwendigen Maßnahmen, die ein Grundstück bebaubar machen. Sie beziehen sich sowohl auf den privaten als auch den öffentlichen Bereich. Im Rahmen dessen unterscheidet man zwei Arten der Erschließung: innere und äußere Erschließung.

Von einer äußeren Erschließung ist die Rede, wenn man ein Bauland außerhalb eines Baugebietes erschließen will. Im Falle einer inneren Erschließung kommt es auf die Erschließungsmaßnahmen innerhalb eines Baugebietes an. Viele Häuslebauer vergessen, die Kosten für die äußere Erschließung in ihrer Kalkulation zu berücksichtigen, was dann meistens für Entsetzen beim Rechnungserhalt sorgt.

Art der Erschließungen beim Grundstückskauf einer Immobilie nachfragen

Wenn Sie ein Baugrundstück kaufen, ist es wichtig zu wissen, ob es teil erschlossen, komplett erschlossen oder gar nicht erschlossen ist. Wenn Sie ein Rohbauland oder Bauerwartungsland in Erwägung ziehen, treibt dies die Erschließungskosten deutlich in die Höhe. Bei teilweise erschlossenen Grundstücken fehlen sehr oft Kabel für Fernsehen oder Telefon. Auch komplett erschlossene Grundstücke können Probleme mit sich bringen. Manchmal zeigt sich nämlich, dass die bestehenden Anschlüsse nur bis zur Grundstückgrenze gelegt sind und der Eigentümer muss die Verlängerung selbst in Angriff nehmen.

Strom, Wasser, Gas – das gilt es zu bezahlen

Bevor Sie mit dem Bau überhaupt anfangen, prüfen Sie, ob das von Ihnen ausgesuchte Grundstück erschlossen ist. Wenn ja, dann haben Sie eine Sorge weniger. Sollte das aber nicht der Fall sein, müssen Sie mit verschiedenen Kosten rechnen. In der Regel umfassen diese den Anschluss an:

  • öffentliches Versorgungsnetz (Wasser, Abwasser, Kanalisation)
  • Strom
  • Gas
  • Kabel- und Telefonnetz
  • örtliches Verkehrsnetz (Straße und Bürgersteig, Straßenbeleuchtung)

Das Bodengutachten, welches in vielen Fällen sinnvoll ist, können Sie auch dazu zählen. Dabei arbeiten die Kommunen mit Grundstückseigentümern und Entsorgern zusammen und verwandeln das so genannte Bauerwartungsland in das nötige Bauland. Auf dem Portal baufoerderer.de des Verbraucherzentrale Bundesverbands finden Sie weitere Informationen und viele Services.

Kosten variieren je nach Gemeindesatzung

Wie hoch die Erschließungsbeiträge im Endeffekt sind, hängt in erster Linie von der Entfernung zu den Hausanschlussstellen ab – je näher es ist, desto weniger muss man zahlen. Auch der Erschließungszustand sowie Quadratmeter-Größe der Baufläche, die Geschosszahl des Hauses sowie die Grundstücksnutzung spielen dabei auch eine große Rolle. Den anfallenden Erschließungsbeitrag muss jeder Grundstückseigentümer entweder an die Kommune oder an das zuständige Versorgungsamt zahlen.

Tipp: Bei jeglichen Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen haben Sie die Möglichkeit, die Erschließungskosten von der Steuer abzusetzen.

Förderung für den Einsatz erneuerbarer Energiequellen

Direkte Fördermittel für die Erschließungsanlagen gibt es nicht. Sie können aber je nach Bundesland unterschiedliche Förderprogramme für die Nutzung alternativer Energien wie Erdgasanschluss und Fernwärme in Anspruch nehmen und dabei von Anfang an Ihre Energieversorgung umweltfreundlicher mit gestalten.

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