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Fassaden gestalten – diese Möglichkeiten haben Sie

erschienen am 6/1/2016

Modern und universell: Putzfassade

Eine Putzfassade ist unter Hausbesitzern sehr beliebt, weil sie sowohl zu traditionell aus auch zu modern gebauten Häusern passt. Außenfassaden lassen sich sowohl mit mineralischen als auch mit organischen Putzen gestalten.

Mineralische Putze bestehen aus Sand und den mineralischen Bindemitteln Kalk, Gips oder Zement. Diese Materialien nehmen Feuchtigkeit auf und lassen sie dann wieder durch Poren verdunsten. Ein großer Vorteil, weil so kein Feuchtigkeitsstau unter der Putzschale möglich ist. Mineralische Putze wirken zudem alkalisch und machen die Fassade weniger anfällig für Schimmelpilze oder Algen.

Organische Putze enthalten ebenso Kalk und Zement, wobei hier als Bindemittel Kunstharz die erste Geige spielt. Dank des Kunstharzes bekommt die Fassade Elastizität, wodurch sie dann seltener Risse aufgrund der Witterung aufweist. Organische Putze lassen sich im Vergleich zu mineralischen Putzen einfacher auftragen, weil sie bessere Haftungseigenschaften besitzen.

Robustheit garantiert: Klinkerfassade

Klinkerfassaden sind unverwüstlich, pflegeleicht und lange haltbar: Nässe und Frost machen den Ziegeln nichts aus. Eine Außenwand aus Klinkersteinen wirkt sehr dekorativ und muss nicht gestrichen werden. Klinker werden sehr oft in einem Wärmedämm-Verbundsystem eingesetzt, was die nötige Wärmedämmung und Lärmisolierung zusätzlich begünstigt. Sie haben hier als Farbdesigner die Wahl zwischen verschiedenen Farben der Steine, wobei Naturtöne wie Rot, Braun, Beige und Grau im Handel überwiegen.

Transparenz pur: Fassaden aus Glas

Mit Glasfassaden schenken Sie sich den größten Lichteinfall und hohe Transparenz. Sie kommen vor allem bei modernen Häusern zum Einsatz. Diese durchsichtigen Wände werden auf verschiedene Art und Weise befestigt:

  • Einfache Verglasungen montiert man an der Rahmenkonstruktion mittels Glashalteleisten
  • Bei punktgehaltenen Glasfassaden werden die Glasflächen durch punktförmig angeordnete, auf Reibe- oder Lochleibungsverbindungen basierende Einzelhalter installiert
  • Bei Glasfassaden in Form einer gespannten Seilnetzfassade sind die vorgespannten Seile im Raster der Glasscheiben angeordnet
  • Structual Glasing Fassaden (SG) sind geklebte Ganzglasfassaden, bei denen die einzelnen Glaselemente nur durch Silikonfugen voneinander getrennt sind

Traditionelle Fassaden aus Holz

Holzfassaden sind echte Klassiker und passen sowohl zu großen – z.B. öffentlichen Gebäuden – als auch zu Einfamilienhäusern wunderbar. Beim werkstoffgerechten Einsatz zeichnen sie sich durch relativ lange Lebensdauer aus. Holzfassaden gehören im Gegensatz zu anderen Fassaden zu „lebendigen“ Fassaden: Holz vergraut mit der Zeit, wodurch die Fassade noch mehr Charme bekommt. Die Montage und Bauzeit von Holzfassaden lässt sich zum großen Teil dank moderner Fertigungstechnologien und computergesteuerter Produktionsmaschinen verkürzen. Außenwände lassen sich als Schindeln, horizontale, vertikale oder durchbrochene Schalung verkleiden.

Wärmeverbundsysteme

Wärmeverbundsysteme (WDVS) halten die Wärme im Hausinneren, so dass dabei Heizkosten gespart werden können. Sie bestehen aus ca. 60 Millimeter dicken Dämmplatten, welche direkt auf die Mauern geklebt oder angedübelt werden. Anschließend kommen Verbundmörtel, Zwischenputz, Armierungsgewebe und Putzgrund dazu. Als Schutz gegen das Wetter werden mineralischer Kunstharz oder Dispersionsputz aufgetragen.

Lebende Fassade: Grünfassade

Grünfassaden werden auch vertikale Gärten genannt. Sie verbessern vor allem das Wohnumfeld und bilden einen zusätzlichen Lebensraum für Insekten und Vögel. Die in der Fassade eingesetzten Pflanzen produzieren Sauerstoff und binden dadurch Staub und Kohlenmonoxyd, wodurch die Luftqualität erhöht wird. Begrünte Fassaden gibt es in Form von Rankpflanzen oder so genannten Modulsystemen, wo die Pflanzen in mit Torf gefüllten Modulen wachsen und auf einer Edelstahl- oder Alukonstruktion in einer tragenden Wand verankert werden.

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