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Zeit ist Geld - die richtige Zeitplanung beim Bauen

erschienen am 16.01.2013

„Zeit ist Geld!“, so heißt es im Volksmund. Dieses alte Sprichwort sollte das Motto jedes Bauherrn während der Bauphase sein. Jeder Baustellentag belastet das Baukonto, daher ist eine sorgfältige Terminplanung das A und O eines jeden Hausbaus. Doch wie lange der Hausbau wirklich dauert, ist schwer zu sagen, da die Länge der Bauphase von vielen Faktoren abhängt, wie zum Beispiel von der Größe des Hauses oder auch von dem beauftragten Bauunternehmen. Aber auch die Art des Hauses spielt hierbei eine große Rolle, gewissermaßen nimmt ein Fertighaus weniger Zeit in Anspruch als ein Massivhaus.

Die einzelnen Abschnitte beim Bau

Am Anfang steht das Baugesuch

Vor Beginn des Bauvorhabens muss zunächst eine Baugenehmigung bei den zuständigen Behörden eingeholt werden. Diese Zustimmung der Behörde kann bis zu zwölf Wochen in Anspruch nehmen. Aufgrund dieser langen Zeitspanne ist es ratsam, die Baugenehmigung rechtzeitig zu beantragen. Kommen dann noch Änderungsauflagen vom Bauamt hinzu, kann es zu erneuten Verzögerungen kommen.

Rohbauarbeiten

Nach rechtlicher Zustimmung kann mit dem Rohbau begonnen werden, als Basis dient der Keller beziehungsweise die Bodenplatte. Für diesen Arbeitsschritt muss man durchschnittlich mit drei Wochen rechnen, bei einer Bodenplatte beläuft sich die Arbeitszeit in der Regel auf 10 Tage. Danach wird der Rohbau mit der Erbauung von Geschossen und Dachstuhl fortgesetzt, diese Arbeiten dauern bei einem traditionellen Massivhaus bei einer Grundfläche von 200 m² circa drei Wochen. Bei Fertigungshäusern ist die Dauer selbstverständlich kürzer.

Innenausbau - der Zeitfresser

Anschließend beginnt der Innenausbau, in dem neben der Installation von Sanitäreinrichtungen und Elektroanschlüssen auch der Estrich gegossen und die Innenräume verputzt werden. Letztere beide Arbeiten sind wahre Zeitfresser, da die Feuchtigkeit des Estrichs beziehungsweise des Putzes einen bestimmten Wert unterschreiten muss, bevor weitere Arbeiten begonnen werden können. Insbesondere der Estrich sollte mit einem Aufheizprogramm ausgetrocknet werden, welches auch wieder mehrere Tage bis Wochen kosten kann. Die Zuhilfenahme von Bautrockner kann dabei die Zeitspanne verkürzen. Nach dem Trocknen des Estrichs und des Putzes kann erst der erweiterte Innenausbau beginnen, hier werden Treppen und Türen eingebaut und Fliesen sowie Bodenbeläge verlegt. Insgesamt kann der Innenausbau ungefähr zwei Monate andauern. Hierbei ist jedoch nicht die Arbeitszeit das Problem, sondern die lange Trockenzeit für Estrich und Putz.

Der Umzug

Wenn der Traum vom Eigenheim bezugsfertig ist, kann die Organisation für den Umzug beginnen. Hierfür sind nicht nur Umzugskisten nötig, sondern auch ausreichend Umzugshelfer und eine perfekte Logistik für einen reibungslosen Ablauf. Für die Planung und Durchführung sind je nach Menge der zu transportierenden Güter bis zu vier Wochen nötig. Aus diesem Grund ist eine Planung im Vorfeld sehr empfehlenswert.

Gesamte Bauzeit für ein Einfamilienhaus

Die gesamte Dauer des Hausbaus beläuft sich so bei einem Massivhaus auf ungefähr sechs bis zehn Monate, wobei die größten Zeitfresser in der Regel die Trocknungsphase und die Baugenehmigung in Anspruch nehmen. Dies sind allerdings nur Durchschnittswerte, welche auch von der Eigenleistung an der Baustelle beeinflusst werden. Wer während der Bauphase viel selbst arbeitet, muss mit dem eineinhalb bis doppelten Zeitaufwand für die selbst erledigten Arbeiten rechnen. Besonders langwierige Unterfangen sollten deshalb vor dem Estrich und dem Innenputz erledigt werden.

Abschließend kann noch empfehlend angemerkt werden, dass hinsichtlich der Zeitplanung es für den Bauherrn sehr ratsam ist, einen Bauzeitplan zu erstellen, um eine straff organisierte Baustelle gewährleisten zu können.

Bildrechte: Hemera, thinkstockphotos.de

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