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Bild Waermepumpe

Umweltfreundliches Heizen mit Wärmepumpe

erschienen am 2/1/2017

Einsatzbereiche von Wärmepumpen

Wärmepumpen sind echte Multitalente. Sie sind nicht nur für Neubauten konzipiert – auch als Alternative zum Nachrüsten im Altbau oder bei energetischen Sanierungsmaßnahmen haben sie sich wirksam durchgesetzt. Sie lassen sich in vorhandene Heizsysteme sowie als Unterstützung von Gas- und Ölheizung integrieren. Beim Einbau müssen Sie jedoch mehrere Faktoren beachten, z.B.

  • Standort
  • kommunale Auflagen
  • Dämmungsgrad des Gebäudes
  • Art der Wärmepumpen.

Funktionsprinzip von Heizungswärmepumpen

Eine Wärmepumpe nutzt die Umweltwärme zur Wärmeerzeugung: Sie entzieht der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme, welche dann mithilfe eines Verdampfers auf ein flüssiges Kältemittel übertragen wird. Die gewonnene Wärme wird über Wärmetauscher für die Heizung sowie auch für die Wohnraumlüftung genutzt. Jedes Wärmepumpensystem besteht aus

  • Wärmequellenanlage
  • Wärmepumpe
  • Wärmeverteil- und Speichersystem.

Die besten Jahresarbeitszahlen erreichen Wärmepumpen, die mit einer Niedertemperaturheizung wie Fußboden- oder Wandheizung kombiniert sind.

Vorteile einer Wärmepumpe

Der wichtigste Pluspunkt ist die umweltfreundliche Arbeitsweise, wodurch es weniger CO2-Emissionen gibt sowie Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Technisch gesehen ist die Wärmepumpenheizung besonders wartungsarm, was für störungsfreie Versorgungssicherheit sorgt. Wärmepumpen weisen zudem einen niedrigen Energieverbrauch auf und last but not least sie sind förderungsfähig (BAFA und KfW-Zuschüsse), aber nur in Bestandsgebäuden.

Voraussetzungen für den Einbau einer Wärmepumpe

Wärmepumpen nutzen die Umweltenergie zur Raumheizung und sind eine gute Alternative zu gängigen Heizsystemen. Die Installation einer Wärmepumpe erfordert

  • gute Wärmedämmung der Gebäudehülle
  • geringe Temperatur des Heizwassers, welche sich durch das Wärmeverteilsystem der Heizung oder durch Vergrößerung der Heizkörper erzielen lässt
  • Erdreich, Luft oder Grundwasser als Wärmequelle

Dabei ist es relativ egal, ob Sie sich für Luftwärmepumpen, Luftwasserwärmepumpen, Sole-Wasserwärmepumpen (Erdwärmepumpen) oder Wasserwärmepumpen entscheiden.

Wichtig ist allerdings, dass die Installation einer Wasser- und Erdwärmepumpe aufwändige Erdarbeiten für Erdkollektoren und Erdsonden sowie Grabungen für Brunnen bedeutet. Bei Luftwasserwärmepumpen fallen diese Arbeiten weg, weil sie bequem im Keller oder im Außenbereich des Hauses montiert werden.

Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen

Allen Wärmepumpenheizungen ist gleich, dass sie zum Beheizen Strom brauchen. Deshalb stellt sich hier automatisch die Frage nach der Rentabilität der Wärmepumpensysteme. Es gibt letztendlich nichts Schlimmeres als Heizkosten zu sparen, um diese dann wieder in den Wärmepumpenstrom zu investieren. Aus diesem Grund müssen Sie die Jahresarbeitszahl Ihrer Wärmepumpe berechnen. Sie sollte nicht größer als die Differenz aus Strompreis und Gas- oder Heizöl-Preis sein.

Heizungssanierung mit Wärmepumpe – das müssen Sie beachten

Bevor Sie eine Wärmepumpe in Ihrem Haus installieren, sollten Sie zuerst den Heizbrennwert (HBW) checken, weil diese Kennzahl die Qualität der Gebäudehülle bestimmt. Diese Zahl ist in Ihrem Energieausweis vermerkt und enorm wichtig bei der staatlichen Förderung. Prüfen Sie zudem die Wärmevorlauftemperatur: Je niedriger sie ist, desto besser funktioniert die Wärmepumpe.

Wärmepumpen sind besonders bei Neubauten sinnvoll

Grade bei Neugebäuden sind die Bedingungen für den Einsatz einer Wärmepumpe wegen hoher Dämmstandards (EnEV-Anforderungen) am besten. Da die Wärmepumpe keinen Heizkeller, keinen Schornstein und keinen Gasanschluss benötigt, trägt sie auch zu finanziellen Ersparnissen beim Bau bei. Damit die Heizungswärmepumpen optimal funktionieren, sollten sie genau an den Einzelfall angepasst werden.

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