Neues aus der Welt des Bauens und Wohnens
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Gute Gründe für Wohneigentum

erschienen am 03.08.2018

  • Zinsen für Immobilienkredite haben im Sommer ihr Jahrestief erreicht
  • Sitzungen der Notenbanken: Keine Impulse in der Geldpolitik
  • Wohneigentum verspricht langfristig Unabhängigkeit

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Die aktuellen Zahlen zu Mietsteigerungen in deutschen Städten verdeutlichen, welch wichtigen Beitrag selbst genutztes Wohneigentum zur finanziellen Freiheit und Absicherung im Alter leisten kann."

"Sowohl die Mieten als auch Kaufpreise sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Aus Gesprächen mit Kunden wissen wir: Es macht dennoch einen entscheidenden Unterschied, ob man monatlich Miete zahlt oder eine monatliche Kreditrate. Wohneigentum macht langfristig vor allem eins: unabhängiger. Mietfreiheit, Gestaltungsspielräume und Absicherung im Alter - das sind die Vorteile, die laut unserer aktuellen Wohntraumstudie die Mehrheit der Deutschen in der eigenen Immobilie verwirklicht sehen. Und die aktuellen Zahlen zu Mietsteigerungen in deutschen Städten verdeutlichen, welch wichtigen Beitrag selbst genutztes Wohneigentum zur finanziellen Freiheit und Absicherung im Alter leisten kann. Auch wenn die Kaufpreise in den vergangenen Jahren ebenfalls geklettert sind, markiert der Schritt zur eigenen Immobilie einen Scheidepunkt im Leben unserer Kunden. Wenn sich Mieten oder Kaufpreise weiter erhöhen, hat dies ab dem Kaufzeitpunkt primär positive Auswirkungen für Eigentümer. Sie profitieren vom Wertzuwachs, aber die finanzielle Belastung aus dem Kredit ist zeitlich begrenzt und durch die Zinsbindung festgeschrieben."

Zins- und Marktumfeld

Diesen Sommer machen Zinsen Ferien. Die Konditionen für zehnjährige Immobilienkredite haben im Juli ihr Jahrestief erreicht und liegen derzeit unter 1,5 Prozent. In den kommenden Wochen werden sie sich eher weiter horizontal bewegen. Impulse von den Notenbanken lassen noch auf sich warten. Bei der jüngsten Sitzung am 26. Juli hat die EZB erwartungsgemäß keine nennenswerten geldpolitischen Neuerungen verkündet. Auch die amerikanische Notenbank Fed hat nicht an der Zinsschraube gedreht. Die Handels- und Zollstreitigkeiten zwischen China, USA und Europa bestehen weiterhin. Daher bleibt es bei der starken Nachfrage nach Bundesanleihen und infolgedessen niedrigen Renditen. Die Inflation in der Eurozone hat im Juni und Juli zwar die Wunschmarke der EZB von 2 Prozent geknackt. Allerdings erwiesen sich vor allem die Energiekosten als Preistreiber, die Kernrate der Inflation lag im Juli nur bei 1,1 Prozent. Dennoch erwarten die meisten der von uns befragten Experten, dass es langfristig auch wieder zu steigenden Leitzinsen kommen wird, mit entsprechenden Auswirkungen auf das allgemeine Zinsniveau – auch für Finanzierungen.

Der Interhyp-Expertenrat

Wir empfehlen, die günstigen Zinsen in diesem Sommer für geplante Vorhaben zu nutzen. Wer als Mieter überlegt, ob sich Wohneigentum lohnt, kann mit dem Kauf-/Mietrechner von Interhyp beide Alternativen durchrechnen. Auch wenn die Kaufpreise vielerorts gestiegen sind, geht die Rechnung Kaufen statt Mieten noch immer in vielen Fällen auf. Wer sich für Kauf oder Bau entscheidet, sollte aber gerade im Zinstief nicht zum erstbesten Kreditangebot greifen. Ein umfassender Zinsvergleich hilft, Kreditkosten zu sparen. Dies gilt umso mehr, wenn die Zinsersparnis direkt in die Tilgung reinvestiert wird. So lässt sich die Schuldenlast schneller abtragen und es fallen insgesamt weniger Zinskosten an. Um die finanzielle Belastung durch das Immobiliendarlehen planen zu können, raten wir bei Interhyp unvermindert zu längeren Zinsbindungen. Wer eine Finanzierung plant, kann sich bei Interhyp persönlich beraten lassen und vom Vergleich unter mehr als 400 Banken profitieren. Dafür können Sie auch direkt online eine Finanzierung anfragen.

Kurz und knapp: Das sagen die meisten Experten

Experten erwarten kurzfristig gleichbleibende Zinsen - allerdings gehen einige auch von einem einsetzenden Anstieg aus. Im Jahresverlauf 2018 sieht die Mehrheit leicht steigende Konditionen voraus.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Die Gefahr eines Handelskriegs, bei dem unter Umständen sogar Europa und China gemeinsam agieren, könnte dämpfend auf das Wirtschaftswachstum wirken."
  • Commerzbank: "Die EZB hat die Erwartungen über die Kurzfristzinsen bis mindestens Ende des nächsten Sommers verankert. Gleichzeitig verschiebt sich der Marktfokus von den Anleihekäufen der EZB hin zu den Reinvestitionen. Die Spekulationen über verstärkte Reinvestitionen in längeren Laufzeiten dämpfen zunächst weiter das Renditeniveau am langen Ende der Zinskurve, auch wenn die EZB die Nettokäufe von Anleihen zum Jahresende einstellt."
  • HypoVereinsbank: "Die europäische Konjunktur läuft weiterhin ausgezeichnet, allerdings birgt vor allem der globale Handelskonflikt zunehmende Risiken. Der Inflationsdruck bleibt (unter Herausrechnung des Ölpreisanstiegs) sehr gering. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) eine erste Zinsanhebung frühestens für den Herbst 2019 in Aussicht gestellt. Kurzfristig dürfte das Renditeniveau unverändert niedrig bleiben, längerfristig sollte die Aussicht auf steigende Leitzinsen das Renditeniveau anheben."
  • ING-DiBa:"Die Sommerpause wird dieses Jahr wohl gefüllt werden mit weiteren Spekulationen zum eskalierenden Handelskrieg und möglichen Folgen für die Konjunktur. Mit dieser weiteren Unsicherheit werden die Kapitalmarktzinsen in den kommenden Wochen sich eher horizontal bewegen. Langfristig sollten die Zinsen aufgrund der Normalisierung der Notenbankenpolitiken leicht steigen."
  • MünchenerHyp: "Nach wie vor schwebt der Handelskonflikt über den Finanzmärkten und belastet die Stimmung und sorgt aktuell für ein günstiges Zinsumfeld für Kreditnehmer. Mittelfristig rechnen wir eher mit leicht steigenden Hypothekenzinsen, da wir die Möglichkeit einer Einigung im Handelsstreit höher einschätzen als eine Eskalation mit Nachteilen für alle Beteiligten. Längerfristig sollten die Rückführung der Anleihekäufe und graduelle Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank den Trend zu leicht steigenden Zinsen unterstützen."
  • Postbank: "Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit ihrer Ankündigung vom Juni, die Netto-Ankäufe von Anleihen zum Ende dieses Jahres einstellen zu wollen, den nächsten Schritt beim Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik gemacht. Zugleich trat sie aber mit der Ankündigung, dass die Leitzinsen voraussichtlich über den Sommer 2019 hinaus auf dem aktuellen Niveau bleiben werden, wieder leicht auf die Bremse. Gleichwohl dürften die Kapitalmarktrenditen auf Jahressicht mit dem deutlichen Näherrücken der Zinswende zulegen. Die zehnjährige Bundrendite sehen wir auf Sicht von zwölf Monaten bei 1,00 Prozent. Die Zinsen für längerfristige Hypothekendarlehen dürften im Zuge dessen moderat anziehen."
  • PSD Bank Rhein-Ruhr: "Aktuell sehen wir keine starke Veränderung der Baufinanzierungszinsen, jedoch erwarten wir bei steigender politisch wie wirtschaftlicher Unsicherheit ein leichtes Anziehen gegen Ende des Jahres."
  • PSD Bank RheinNeckarSaar: "Wir erwarten im August keine geldpolitischen Beschlüsse der EZB, die rekordtiefen Leitzinsen sollten damit vorerst bestehen bleiben. Generell werden die Zinsen aller Voraussicht nach nur sehr langsam angehoben werden."

Quelle:Interhyp

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