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Bild Wasserleitung

Erneuern der Wasserleitungen – darauf müssen Sie achten

erschienen am 5/26/2015

Bestimmte Anzeichen deuten darauf hin, dass es Zeit für eine Erneuerung Ihrer Wasserleitungen ist.  Ein Hinweis ist, dass das Leitungswasser plötzlich Rostteilchen oder Metallstücke enthält oder sich verfärbt. Weiteres Indiz ist, dass das Wasser langsam fließt und dabei verdächtige Geräusche auftreten. Ein weiterer Grund für eine Erneuerung sind natürlich Wasserschäden in Wohnräumen oder am Mauerwerk – doch diesen können Sie, sofern es sich dabei nicht um Frostschäden handelt, durch eine frühzeitige Wartung und Erneuerung der Wasserleitungen zuvor kommen.

Vorgehen bei der Erneuerung von Wasserleitungen

Die Erneuerung von Wasserleitungen muss auf jeden Fall ein Fachmann für Sie übernehmen.  Ein kompletter Austausch der Leitungen ist nicht immer nötig. Ein beliebtes Verfahren zur „Rettung“ der Leitungen, bei dem auch die Kosten vergleichsweise gering ausfallen, ist das sogenannte „Relining“. Vor allem bei

  • Korrosion
  • Inkrustationen
  • Rissen
  • Undichtigkeiten
  • mechanischem Verschleiß

können Sie die Rohre damit von innen sanieren. Die Fachfirma durchspült die Leitungen mit Lang- und Kurzrohren oder reinigt sie mit Quarzsand. Die Rohre erhalten anschließend im Inneren eine Beschichtung aus Epoxidharz, die sie versiegelt. Ebenfalls eine Alternative zu einem kompletten Tausch der Rohre: die sogenannte Vorwandinstallation. Vor der tragenden Wand wird eine weitere nichttragende Trockenbauwand errichtet, hinter der die neuen Rohre verlaufen.

Wahl des richtigen Materials für die Wasserleitungen

Sorgen Sie bei einem Tausch Ihrer Wasserleitungen dafür, dass diese aus einem geeigneten und robusten Material bestehen. Der Werkstoff entscheidet maßgeblich über die Haltbarkeit der Leitungen sowie über die Wasserqualität. Achten Sie darauf, dass die Materialien vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches zertifiziert sind.

Zur Verlegung in der Erde eignen sich

  1. Kunststoff-Rohre
  2. Rohre aus korrosionsbeständigem Stahl
  3. duktile Gussrohre.

Für oberirdische Leitungen verwenden Sie innenverzinnten Kupfer, Edelstahl oder verzinkten Stahl. Leitungen aus Blei dürfen laut Trinkwasserverordnung auf gar keinen Fall mehr verwendet werden, da diese das Trinkwasser kontaminieren. Die Lebensdauer von Wasserleitungen beträgt bei verzinktem Stahl etwa 30 Jahre, Kupferleitungen oder moderne Chromstahl-PEX-Verbundrohre halten länger – teilweise bis zu 50 Jahre. Vor der Wahl der Materialien ist es ratsam, dass Sie sich bei den städtischen Wasserwerken nach der Wasserbeschaffenheit erkundigen oder zu diesem Zweck eine Wasseranalyse in Auftrag geben. Die Wasserbeschaffenheit sowie der Wasserdruck wirken sich in unterschiedlicher Art und Weise auf die Werkstoffe der Leitungen aus.   

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