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Unter dem Hammer

Immobilien aus Zwangsversteigerungen - Besonderheit Bremen

erschienen am 7/20/2012

Für den Immobilienkauf in Bremen gelten grundsätzlich die gleichen rechtlichen Grundlagen wie in den anderen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland. Allerdings gibt es eine Besonderheit für das Land Bremen, die sich im Bereich der Zwangsversteigerung finden lässt.

Besonderheiten bei den Geboten

Das Verfahren ist im Grunde so, wie in den übrigen Bundesländern auch. Wenn der Bieter ein besonderes Interesse an einem Objekt hat, so besteht für ihn die Möglichkeit, eine notariell beglaubigte Ausbietungsgarantie zu vereinbaren. Diese Garantie verpflichtet den Bieter dahin gehend. ein bestimmtes Gebot abzugeben. Sollte jedoch ein Dritter ein höheres Gebot vorlegen bzw. abgeben, so ist die Garantie jedoch sofort hinfällig. Hier ein kleiner Auszug, welche Notare in Bremen tätig sind.

Bei Objekten, welche für sich genommen jedes einzelne rechtlich gesehen ein selbständiges Objekt ist, sollte im Vorfeld bereits geklärt werden, ob beide oder nur ein einzelnes Objekt ersteigert werden soll. Dies ist häufig bei Kombinationen aus Wohnhaus und dazu gehörender Garage der Fall. Wenn dies der Fall sein sollte, beide Objekte ersteigern zu wollen, so ist man gut beraten, das auch zu vereinbaren. Somit hat man die Möglichkeit, als Versteigerungsbedingung ein Gesamtausgebot, was nicht ganz der Norm entspricht, beantragen zu können. Das führt dann in der Folge dazu, dass ein Dritter nicht eines der angebotenen Objekte separat ersteigern kann. Wenn eine Versteigerung aufgrund eines nachrangigen Rechts, wobei nachrangig heißt, dass diese Rechte nicht an erster Stelle im Grundbuch eingetragen sind wie zum Beispiel Darlehensforderungen etc., durchgeführt wird, fallen alle vorgehenden Rechte, also die ersten Rechte, diesem Angebot zum Opfer und werden in das geringste Gebot eingeschleust, wo sie dann so übernommen werden müssen. Dies ist gerade bei den Grundpfandrechten nicht nachteilig für den Bieter bzw. Erwerber, denn dieser ist zunächst nur verpflichtet, das tatsächlich abgegebene Bargebot an das Gericht zu zahlen. Für die anderen noch abzulösenden Rechte hat der Erwerber die Möglichkeit, diese außergerichtlich kurzfristig zu befriedigen oder aber auch bei dem jeweiligen Gläubiger eine Finanzierung diesbezüglich zu beantragen.

Die Besonderheit in Bremen

Kommen wir nun zu der Besonderheit für Bremen. In Bremen wird das Gebot zusammen mit den Rechten, die noch übrig sind, abgegeben. Im Vergleich hierzu gilt für die restlichen Bundesländer, dass nur das sogenannte Bargebot abgegeben wird, das bedeutet für den Bieter, dass dieser den Nennwert der bestehenbleibenden Rechte immer noch berücksichtigen muss und dem Angebot aufaddieren muss.

Genau genommen heißt das, dass wenn ein Angebot in Höhe von 100.000 EUR abgegeben wird und die bestehenden Rechte noch in Höhe von 100.000 EUR beständig sind, so muss der Bieter wissen, dass er ein tatsächliches Gebot in Höhe von 200.000 EUR abgegeben hat.

Zugegeben, die Materie ist äußerst komplex. Deshalb, hier noch einmal eine Zusammenfassung der häufigsten Fragen bei einer Zwangsversteigerung.

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